Abo
  • Services:
Anzeige

Jasminrevolution

Es war nicht das Internet allein

re:publica 2011 Sind die modernen Revolutionen digital? Mit dieser Frage hat sich eine Diskussionsrunde auf der re:publica 2011 beschäftigt.

Im vergangenen Jahr erklärte der Tunesier Sami Ben Gharbia, wie seine Landsleute das Internet zum Protest gegen den damals noch amtierenden Staatspräsidenten Zine el-Abidine Ben Ali nutzten. Ein Jahr später, auf der re:publica 2011, analysierten Amira Al Hussaini, Bloggerin aus Bahrain, Claire Ulrich von Global Voices und Ludger Schadomsky, Experte für Ostafrika bei der Deutschen Welle, die Auswirkungen der Jasminrevolution, die in Tunesien ihren Ausgang genommen hat.

Anzeige

Bilder übers Netz verbreitet

Die Revolution war durch die Selbstverbrennung eines jungen Mannes ausgelöst worden. Bilder der Protestaktion wurden über das Internet verbreitet, etwa von Lina Ben Mhenni auf ihrem Blog A Tunesian Girl, das die Deutsche Welle gerade als bestes Blog ausgezeichnet hat.

  • Sind moderne Revolutionen digital? Es diskutierten: Ludger Schadomsky, Claire Ulrich und Amira Al Hussaini (rechts), Geraldine de Bastion (2. von rechts) moderierte. (Foto: wp)
Sind moderne Revolutionen digital? Es diskutierten: Ludger Schadomsky, Claire Ulrich und Amira Al Hussaini (rechts), Geraldine de Bastion (2. von rechts) moderierte. (Foto: wp)

Über das Internet habe sich dann auch unter Mitwirkung von tunesischen Nutzern und Google der Aufruhr verbreitet. Es seien geradezu "Nachahmungsrevolutionen" gewesen, sagte Al Husaini. Zeitpläne für die Aufstände in Ägypten und anderen arabischen Länder seien aufgestellt und über das Internet in Umlauf gebracht worden - ein nicht ungefährliches Verfahren.

Angst vor Verhaftung

Den autoritären Regierungen in den arabischen Ländern sind die sozialen Medien, die Individuen die Möglichkeit bieten, ihre Inhalte zu veröffentlichen, ein Dorn im Auge. Sie würden noch stärker zensiert als traditionelle Medien, berichtete Al Hussaini. Das liege daran, dass die traditionellen Medien regierungsnah oder in Besitz der Regierung seien. Sie selbst habe nichts über die Ereignisse in Bahrain in ihrem Blog geschrieben, erzählte Al Hussaini - aus Angst vor den Behörden.

Dass Zensur auch einen gegenteiligen Effekt haben kann, zeigte sich in Ägypten: Ende Januar ließ Präsident Husni Mubarak das Internet sperren - und brachte dadurch laut Al Hussaini die Revolution erst richtig in Gang. Anfangs hatten viele Ägypter die Ereignisse auf dem Tahrir-Platz über das Internet verfolgt. Als die Bildschirme plötzlich schwarz wurden, befürchteten sie, es werde etwas Schreckliches passieren, und zogen in Scharen zum Platz, um das zu verhindern.

Ambivalenz an der Elfenbeinküste 

eye home zur Startseite



Anzeige

Stellenmarkt
  1. T-Systems International GmbH, Leinfelden-Echterdingen
  2. Broetje-Automation, Rastede
  3. Robert Bosch GmbH, Abstatt
  4. beeline GmbH, Köln


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. bei Alternate
  2. (täglich neue Deals)
  3. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

Folgen Sie uns
       


  1. Digitale Assistenten

    LG hat für das G6 mit Google und Amazon verhandelt

  2. Instant Tethering

    Googles automatischer WLAN-Hotspot

  3. 5G-Mobilfunk

    Netzbetreiber erhalten Hilfe bei Suche nach Funkmastplätzen

  4. Tinker-Board

    Asus bringt Raspberry-Pi-Klon

  5. Privatsphäre

    Verschlüsselter E-Mail-Dienst Lavabit kommt wieder

  6. Potus

    Donald Trump übernimmt präsidiales Twitter-Konto

  7. Funkchips

    Apple klagt gegen Qualcomm

  8. Die Woche im Video

    B/ow the Wh:st/e!

  9. Verbraucherzentrale

    O2-Datenautomatik dürfte vor Bundesgerichtshof gehen

  10. TLS-Zertifikate

    Symantec verpeilt es schon wieder



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Donald Trump: Ein unsicherer Deal für die IT-Branche
Donald Trump
Ein unsicherer Deal für die IT-Branche
  1. USA Amazon will 100.000 neue Vollzeitstellen schaffen
  2. Trump auf Pressekonferenz "Die USA werden von jedem gehackt"
  3. US-Wahl US-Geheimdienste warnten Trump vor Erpressung durch Russland

Begnadigung: Danke, Chelsea Manning!
Begnadigung
Danke, Chelsea Manning!
  1. Verwirrung Assange will nicht in die USA - oder doch?
  2. Nach Begnadigung Mannings Assange weiter zu Auslieferung in die USA bereit
  3. Whistleblowerin Obama begnadigt Chelsea Manning

Shield TV (2017) im Test: Nvidias sonderbare Neuauflage
Shield TV (2017) im Test
Nvidias sonderbare Neuauflage
  1. Wayland Google erstellt Gamepad-Support für Android in Chrome OS
  2. Android Nougat Nvidia bringt Experience Upgrade 5.0 für Shield TV
  3. Nvidia Das Shield TV wird kleiner und kommt mit mehr Zubehör

  1. Re: Es wird immer was vergessen

    1ras | 15:13

  2. Re: Vakuum

    masel99 | 15:09

  3. Re: Impfgegner nutzen Logik und IQ die...

    ChevalAlazan | 15:07

  4. Re: "Wir bauen mehr Glasfaser als jeder andere...

    plutoniumsulfat | 15:07

  5. Re: Trollfabrik?

    throgh | 15:05


  1. 11:29

  2. 10:37

  3. 10:04

  4. 16:49

  5. 14:09

  6. 12:44

  7. 11:21

  8. 09:02


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel