Cloverview

Intel kündigt Atom-Initiative bis Herbst 2011 an

In sechs Monaten will Intel seine Produktpalette der Atom-Prozessoren komplett auf 32-Nanometer-Technik umstellen. Dazu gehört auch ein neues Design, das bisher nur unter dem Codenamen "Cloverview" bekannt ist.

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Intels Chef der Netbook- und Tablet-Abteilung, Doug Davis, hat auf dem IDF in Peking eine Produktoffensive für die bei mobilen Computern in Bedrängnis geratene Atom-Architektur angekündigt. Neben dem bereits bekannten Oak Trail alias Atom Z600 soll noch in den nächsten sechs Monaten dessen Nachfolger Cedar Trail erscheinen. Diese Plattform soll schon über den ersten 32-Nanometer-Atom verfügen.

  • Atom-Roadmap bis 22 Nanometer
  • Cedarview ist der 32-nm-Prozessor der Plattform Cedar Trail.
  • Neue Atoms für HD-Netbooks
  • Medfield und Cloverview als 32-nm-Atoms
  • Schneller als Moores Law (rechts Gordon Moore circa 1970)
Atom-Roadmap bis 22 Nanometer

In dieser Strukturbreite wird es noch zwei andere Atom-Designs geben: das Smartphone-SoC Medfield, von dem bereits Muster ausgeliefert werden, und den bisher noch unbekannten Cloverview. Dieses Design erwähnte Davis am Ende seiner Rede, ohne einen Einsatzbereich vorzugeben. Da sich der Intel-Manager aber bemühte, Oak Trail und Cedar Trail vor allem für eine neue Generation von auch lüfterlosen Netbooks zu positionieren, wird Cloverview als weitere Tablet-Plattform gehandelt.

Alle weiteren Details sparte sich Davis. Die Zahl der Kerne, Taktfrequenzen und vor allem die für einen Erfolg kritische Leistungsaufnahme der neuen Chips bleibt somit unklar. Ebenso ist nicht bekannt, wann Intel auf Basis des Atom Systems-on-a-Chip liefern will, die diesen Namen auch verdienen: Auch die neue Plattform Oak Trail besteht immer noch aus zwei Bausteinen.

Für Smartphones und Tablets übliche SoCs mit ARM-Kernen kommen mit einem Chip aus, was kompaktere und leichter zu kühlende Geräte ermöglicht. Oft werden dabei auch mehrere Dies in ein Gehäuse montiert, was es bei den Atoms aber bisher auch noch nicht gibt.

22 Nanometer erst 2013

Dennoch sind Davis' Ankündigungen als klares Bekenntnis zur inzwischen recht komplexen Atom-Roadmap von Intel zu werten. Der ehemalige Chef der Atom-Abteilung, Anand Chandrasekher, hatte Intel erst vor drei Wochen verlassen, und nun gilt es für den Chiphersteller, neues Vertrauen in die Plattform zu schaffen. Daher betonte Davis auch, dass Intel "die Atom-Roadmap beschleunigen" wolle. Dabei gelte es auch, Moores Law zu schlagen: "Neue Produkte in zwei Strukturbreiten in drei Jahren" sind das Ziel.

Neben den für 2011 angekündigten 32-Nanometer-Atoms will Intel Davis zufolge auch "innerhalb der nächsten 24 Monate" die ersten Atom-Chips mit 22 Nanometer Strukturbreite ausliefern. Anfang 2013 ist also mit diesen Chips zu rechnen.


Guttroll 14. Apr 2011

Nämlich ob Nvidia wieder Chips für den Atom machen darf. Ein Atom mit Intelgrafik ist...

Anonymer Nutzer 14. Apr 2011

Hat Intel überhaupt ein Interesse mehr Leistung aus den ATOM herauszuholen? Selbst ARM...

Anonymer Nutzer 14. Apr 2011

Hättest Atomkraft oder -Energie schreiben müssen. Allerdings war es ohnehin nicht einmal...

antares 13. Apr 2011

OB x86 da nützlich ist oder nicht, ist ja eigentlich egal. Der Anwender will halt...

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