Wikileaks: UN rügt USA wegen Haftbedingungen von Bradley Manning
Bradley Manning (Bild: Courage to Resist)

Wikileaks

UN rügt USA wegen Haftbedingungen von Bradley Manning

Der Konflikt um die Haftbedingungen des mutmaßlichen Wikileaks-Informanten Bradley Manning nimmt an Schärfe zu. Der Folterbeauftragte der Vereinten Nationen hat die US-Regierung nun offiziell gerügt, weil er Manning nicht unter vier Augen sprechen darf.

Anzeige

Der Sonderberichterstatter für Folter der UN, Juan Méndez, hat die US-Regierung offiziell gerügt. Das berichtet die britische Tageszeitung Guardian in ihrer Onlineausgabe. Méndez sagte der Zeitung, er habe mehrfach versucht, dem im US-Militärgefängnis von Quantico festgehaltenen Bradley Manning einen offiziellen Besuch ohne Bewachung abzustatten. Dies sei ihm stets verwehrt worden.

Die Besuchsregelungen für US-Militärgefängnisse unterscheiden nach Darstellung des Guardian zwischen einem "privaten" und einem "offiziellen" Besuch. Bei einem offiziellen Besuch kann ein Häftling auch ohne Aufsicht unter vier Augen mit seinem Besucher, etwa einem Rechtsanwalt, vertrauliche Gespräche führen. Wird ein Besuch als "privat" eingestuft, sind Wachen anwesend und alle Aussagen des Gefangenen können gegen ihn verwendet werden.

Da er Manning nicht offiziell besuchen kann, wagt Méndez auch keine Aussage zu den Haftbedingungen. Der US-Regierung werden unter anderem harte Verhörmethoden vorgeworfen, die an Folter grenzen sollen. Ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums dementierte gegenüber dem Guardian einige der Vorwürfe.

So soll Manning zwar in einer Einzelzelle untergebracht sein, das gelte aber für viele Häftlinge in Quantico. Auch Berichte, dass der Mann nachts alle fünf Minuten geweckt würde, seien falsch. Zutreffend sei aber, dass man Manning "aus Gründen seiner eigenen Sicherheit" vor etwa einem Monat nur nackt schlafen gelassen habe - wie das bewerkstelligt wurde, gab Pentagon-Sprecher nicht an.

Bradley Manning wird verdächtigt, einer der Hauptinformanten für die zahlreichen Wikileaks-Veröffentlichungen rund um Militär- und Diplomatieaktvitäten der USA gewesen zu sein. Der Soldat wurde am 26. Mai 2010 verhaftet, eine förmliche Anklage gegen ihn wurde seitdem nicht erhoben. Erst im Mai oder Juni 2011 sollen Anhörungen stattfinden, nach denen über eine Anklage entschieden wird.

Für die Erleichterung von Mannings Haftbedingungen setzen sich zahlreiche Menschenrechtsorganisationen ein. Eine entsprechende Petition bei Avaaz haben bereits über 450.000 Menschen unterzeichnet. Ein offener Brief an Präsident Obama wurde von 250 US-Juristen unterzeichnet, darunter der Jura-Professor des Präsidenten.


Der Kaiser! 13. Apr 2011

Erinnert mich an Kanzlerin Merkel..

Bouncy 13. Apr 2011

Dafür, dass es für dich angeblich wichtigere Sachen gäbe schreibst du recht viel...

Der Kaiser! 12. Apr 2011

Und das dafür das er auf Missstände aufmerksam gemacht hat. Und von Verhandlung und...

Der Kaiser! 12. Apr 2011

Wenn es um Waffenhandel geht, sind sich alle Nationen einig.

redwolf 12. Apr 2011

Frage dich nicht was Aononymous tun kann, frage dich was du tun kannst.

Kommentieren



Anzeige

  1. ERP-Analyst (m/w) Finance und Controlling
    Güntner GmbH & Co. KG, Fürstenfeldbruck (Raum München)
  2. Software Engineer (m/w) - Software System Development
    Siemens AG, Erlangen
  3. IT Risk Officer/IT Risiko Spezialist (m/w) für Operatives Risiko Management
    Vattenfall Europe Business Services GmbH, Hamburg, Berlin, Amsterdam (Niederlande)
  4. Engineering Consultant (m/w)
    RUETZ SYSTEM SOLUTIONS GmbH, München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. LG G3

    Update soll die Akkulaufzeit verbessern

  2. Microsoft

    Nur noch ein Windows für alle Plattformen

  3. Erste Screenshots

    Landwirtschafts-Simulator 15 mit Physically Based Rendering

  4. Offene Formate

    ODF und PDF werden Regierungsstandard im UK

  5. Lumia 530

    Microsoft stellt neues Smartphone für 100 Euro vor

  6. Firefox 31

    Malware-Blocker, Sicherheitsupdates und neuer ESR

  7. Musikstreaming

    Google wollte offenbar Spotify kaufen

  8. Paranoid Android

    Erstmals ROMs für Nicht-Nexus-Geräte veröffentlicht

  9. Shooter-Projekt Areal

    Putin-Brief und abruptes Ende der Kickstarter-Kampagne

  10. Bluetooth Low Energy und Websockets

    Raspberry Pi als Schaltzentrale fürs Haus



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Android L im Test: Google verflacht Android
Android L im Test
Google verflacht Android
  1. Android L Keine Updates für Entwicklervorschau geplant
  2. Inoffizieller Port Android L ist für das Nexus 4 verfügbar
  3. Android L Cyanogenmod entwickelt nicht anhand der Entwicklervorschau

Luftfahrt: Die Rückkehr der Überschallflieger
Luftfahrt
Die Rückkehr der Überschallflieger
  1. Verkehr FBI sorgt sich um autonome Autos als "tödliche Waffen"
  2. Steampunk High Tech trifft auf Dampfmaschine
  3. Aerovelo Eta Kanadier wollen mit 134-km/h-Fahrrad Weltrekord aufstellen

Destiny angespielt: Schöne Grüße vom Master Chief
Destiny angespielt
Schöne Grüße vom Master Chief
  1. Bungie Drei Betakeys für Destiny
  2. Activison Destiny ungeschnitten "ab 16" und mit US-Tonspur
  3. Bungie Destiny läuft auch auf der Xbox One in 1080p mit 30 fps

    •  / 
    Zum Artikel