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Red Hat nimmt weiteren Anlauf mit VDI und Spice

Red Hat will sich verstärkt um das Geschäft mit virtuellen Desktops kümmern. Bisher hatte der Einsatz des Spice-Protokolls die Entwicklung behindert. Der Grund: Spice enthält proprietären Code, der zunächst ersetzt werden musste.

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Red Hat will sein Geschäft im Bereich Virtual Desktop Infrastruktur (VDI) weiter ausbauen. Bislang bremste die Implementierung des Spice-Protokolls die Entwicklung, denn die Software enthielt proprietären Code, der zunächst entfernt werden musste. Das bremste jedoch die Software so weit aus, dass sie nicht brauchbar war. Red Hat hatte 2008 die israelische Firma Qumranet samt Spice und dem KVM-Hypervisor erworben.

Erst jetzt funktioniere das Spice-Protokoll wieder zu 80 Prozent der ursprünglichen Geschwindigkeit, sagte ein Red-Hat-Mitarbeiter zu ZDNet. Mit der Entwicklung werde auch der dazugehörige Red Hat Enterprise Virtualization Manager (RHVM) vom "Windows Bug befreit". Dort sollen beispielsweise ASP-Komponenten durch Java-basierte Äquivalente ersetzt werden. Die überarbeitete Version 3.0 von RHVM soll Ende 2011 oder Anfang 2012 erscheinen. RHVM läuft gegenwärtig ausschließlich auf Windows-Servern.

Mit der Veröffentlichung von Fedora 15 Ende Mai 2011 soll zumindest Spice wieder seine ursprüngliche Geschwindigkeit zurückerhalten. Red Hat will das Protokoll für entfernte Desktops in Version 6.2 seines Enterprise Linux ausliefern. Spice soll als Protokoll für entfernte Desktops vor allem für den Einsatz mit Thin Clients eingesetzt werden. Der Server übernimmt die Hauptlast beim Einsatz in einer VDI-Umgebung, kann aber über Spice auch Multimediadaten auf den Clients wiedergeben.


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