Onlinespeicher: Dropbox als Sicherheitsrisiko
Dropbox

Onlinespeicher

Dropbox als Sicherheitsrisiko

Der Sicherheitsexperte Derek Newton hält Dropbox derzeit für ein Risiko. Wer heimlich die Konfigurationsdatei entwende, könne unentdeckt auf die Dateien zugreifen und werde auch bei einem Passwortwechsel nicht ausgesperrt.

Anzeige

Dropbox hat ein unterschätztes Sicherheitsproblem. Dieser Ansicht ist der bei Time Warner arbeitende Sicherheitsexperte Derek Newton, der aus Neugier verschiedene Dateisynchronisationstools auf mögliche Sicherheitsrisiken untersucht und gleich bei Dropbox fündig wurde.

Dropbox speichert - zumindest unter Windows - seine Konfigurationsdaten, Datei- und Verzeichnislisten, Hashtabellen und Weiteres in mehreren SQLite-Datenbank-Dateien. Newton fand heraus, dass der Dropbox-Client lediglich die in der primären Datenbank, der config.db, gespeicherte host_id zur Authentifizierung nutzt. Diese wird einem System nach der Installation und der ersten Autorisierung beim Dropbox-Onlinedienst zugewiesen.

Das Sicherheitsproblem ergibt sich laut Newton daraus, dass die config.db-Datei oder lediglich die host_id auf beliebige Rechner übertragen werden muss, um unerkannt und mit allen Rechten auf die jeweilige Dropbox zugreifen zu können. Das neue System wird automatisch den zur Synchronisation freigegebenen Rechnern zugeordnet, ohne dass eine neue Autorisierung erforderlich wäre, der Nutzer informiert würde oder das in der Liste der verbundenen Geräte zu sehen wäre.

Selbst wenn ein Nutzer zwischenzeitlich das Passwort gewechselt hat, soll sich das nicht auswirken. Die host_id bleibt trotzdem gültig. Newton hält es für möglich, dass Schadsoftware entwickelt werden kann, die nach der config.db von Dropbox Ausschau hält und anschließend unerkannt auf Dateien zugreifen und diese modifizieren oder infizieren kann.

Für den Dropbox-Nutzer gibt es dabei bisher nur die Möglichkeit, die vermutlich kompromittierten Systeme aus der Liste der autorisierten Geräte zu entfernen und neu zu autorisieren.

Newton empfiehlt derzeit, entweder ganz auf die Nutzung von Dropbox zu verzichten - oder rigoros alte Systeme aus der Liste der autorisierten Geräte zu löschen und bei vertraulichen Daten zumindest zusätzlich eine Verschlüsselung einzusetzen.

"Hoffentlich wird Dropbox bald die Notwendigkeit einer zusätzlichen Sicherheit erkennen und Schutzmechanismen hinzuzufügen, die es weniger leicht machen, auf lange Zeit einen unautorisierten Zugriff auf die Dropbox eines Nutzers zu erlangen, und außerdem bessere Mittel zum Entschärfen und Entdecken einer Gefährdung bieten", so Newton in seinem Blog. Bis dahin hofft er, dass die Dropbox-Nutzer nicht in falscher Sicherheit wiegen.


Indiana 11. Apr 2011

Gut zu wissen. Ich hab bis jetzt encfs4win genutzt :-)

stouniii 10. Apr 2011

Nachdem ich mich direkt bei Dropbox über das Problem mit der host_id gemeldet habe, habe...

likely 10. Apr 2011

Die gibt es: Aber mehr so: wie miss you. 2mal. danach kommt nichts mehr an emails.

antares 10. Apr 2011

was du meinst nennt sich One-Click-Hoster. Probiers mal hier: www.rapidshare.com oder...

antares 10. Apr 2011

und wenn die bullen den stick zupfen, oder ihn dir jemand stielt sind die Daten für...

Kommentieren


Surfe in ein anderes Blau / 21. Apr 2011

Dropbox – Probleme und Updates



Anzeige

  1. IT-Projektleiter/in (SAP)
    Landeshauptstadt München, München
  2. Senior Manager CRM (m/w)
    Kontron AG, Augsburg
  3. Technischer Redakteur (m/w) für Softwaredokumentation
    Teradata GmbH, München
  4. Abteilungsleiter/in
    Robert Bosch GmbH, Renningen

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Inbox

    Google erfindet die E-Mail neu

  2. Pangu 1.0.1

    Jailbreak für iOS 8.1

  3. Gratiseinwilligung für Google

    Verlage knicken beim Leistungsschutzrecht ein

  4. John Riccitiello

    Ex-EA-Chef ist neuer Boss von Unity Technologies

  5. Android Wear

    Moto 360 und G Watch erhalten Update

  6. Digitale Dividende II

    Bundesnetzagentur will DVB-T ab April 2015 beenden

  7. Security

    Gefährliche Schwachstellen im UEFI-Bios

  8. Broadcom

    Chips für Router mit G.Fast sind fertig

  9. Canon Filmkamera

    EOS C100 Mark II mit Dual-Pixel-AF und besserem Sucher

  10. Samsung

    Galaxy-Geräte mit Knox für US-Regierung zertifiziert



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Schenker XMG P505 im Test: Flaches Gaming-Notebook mit überraschender GTX 970M
Schenker XMG P505 im Test
Flaches Gaming-Notebook mit überraschender GTX 970M
  1. Geforce GTX 980M und 970M Maxwell verdoppelt Spielgeschwindigkeit von Notebooks
  2. Toughbook CF-LX3 Panasonics leichtes Notebook mit der Lizenz zum Runterfallen
  3. Entwicklung vorerst eingestellt Notebooks mit Touch-Displays sind nicht gefragt

Legale Streaming-Anbieter im Test: Netflix allein macht auch nicht glücklich
Legale Streaming-Anbieter im Test
Netflix allein macht auch nicht glücklich
  1. Netflix-Statistik Die Schweiz streamt am schnellsten
  2. Deutsche Telekom Entertain ab dem 14. Oktober mit Netflix
  3. HTML5-Videostreaming Netflix bietet volle Linux-Unterstützung

Windows 10 Technical Preview ausprobiert: Die Sonne scheint aufs Startmenü
Windows 10 Technical Preview ausprobiert
Die Sonne scheint aufs Startmenü
  1. Build 9860 Windows 10 jetzt mit Info-Center für Benachrichtigungen
  2. Microsoft Neue Fensteranimationen für Windows 10
  3. Windows 10 Microsoft will nicht an das unbeliebte Windows 8 erinnern

    •  / 
    Zum Artikel