SecurID: RSA-Einbruch gelang durch Zero Day im Flash Player
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RSA-Einbruch gelang durch Zero Day im Flash Player

Durch einen ausgeklügelten Angriff ist ein Angreifer an Daten der Firma RSA Security gekommen, die das SecurID-System entwickelt hat. Das Problem lag bei einem Mitarbeiter, der per Social Engineering dazu gebracht wurde, ein Excel-Dokument samt Zero-Day-Exploit zu öffnen.

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Uri Rivner, führender Mitarbeiter von RSA, hat einige Details zu dem Einbruch in dem Unternehmen vor zwei Wochen im Firmenblog veröffentlicht. Durch den Einbruch wird die Sicherheit des SecurID-Systems zumindest in ihrer Effektivität beeinträchtigt. Der Benutzer eines SecurID-Systems muss zur Authentifizierung ein Passwort kennen und im Besitz seines Tokens sein. Der SecurID-Token in Form eines Schlüsselanhängers generiert minütlich einen Zahlencode, den der Server vorhersagen und somit prüfen kann.

Rivner zufolge wurde der Angriff mit zwei Phishing-E-Mails nicht auf wichtige Mitarbeiter gestartet, sondern es wurden Mitarbeiter angegriffen, die keinen besonderen Wert für einen Angriff erkennen ließen. Es wurden zwei kleine Mitarbeitergruppen innerhalb von zwei Tagen angeschrieben. Titel der Anschrift: "2011 Recruitment Plan". Die E-Mail war Rivners Erläuterungen zufolge geschickt genug formuliert worden, dass einer der Nutzer die als Spam klassifizierte E-Mail aus dem Junk-Ordner zog und öffnete (Social Engineering). Dabei öffnete er auch eine Excel-Datei, die einen Zero-Day-Exploit für den Flash Player beinhaltete. Adobe sah sich in der vergangenen Woche gezwungen, einen Notfallpatch außer der Reihe zu veröffentlichen.

Mit der eingebetteten Flashdatei gelang es dem Angreifer, Poison Ivy auf dem System zu installieren, einem System, das eine entfernte Administration ermöglicht. Poison Ivy war dabei im sogenannten reverse-connect mode und zudem eine für den Angriff modifizierte Version. Der zu administrierende Server ist also eigentlich ein Host, der den Command-&-Control-Server sucht. Das erschwert das Aufspüren der Angriffssoftware. Der Angreifer schaute zunächst dem Opfer digital über die Schulter, um herauszufinden, welche Rolle die Person spielte und welche Zugangsmöglichkeiten sie bot.

Auf diese Art und Weise bewegte sich der Angreifer im Netzwerk und konnte strategisch wichtigere Ziele ausmachen, was ihm auch gelang. Entsprechende Zugangsdaten bekam er unter seine Kontrolle und konnte so einem Nichtadministrator mehr Rechte verschaffen, damit er sich in einem weiteren Feld bewegen konnte. Mit diesem Nutzer gelang ihm dann der Zugriff auf Nutzer mit hohem Wert: Prozessexperten und Serveradministratoren. Zu dem Zeitpunkt gelang es RSA bereits, einen Angriff zu entdecken. Der Angreifer agierte dementsprechend mit Hast, offenbar erfolgreich. Laut RSA konnte der Angreifer mehrere Dateien verschlüsselt in seinen Besitz bekommen. Was genau abhanden gekommen ist, schreibt Rivner allerdings nicht.

RSA hat bereits Maßnahmen ergriffen, um die Sicherheit im Unternehmen gegen derart ausgeklügelte Angriffe zu verbessern. Einige Maßnahmen brauchen allerdings ihre Zeit. Rivner sieht eine Steigerung dieser Art von Angriffen voraus und das RSA-Beispiel soll anderen Unternehmen dazu dienen, Verteidigungsstrategien zu entwickeln, die solche Angriffe abmildern können.


Tantalus 05. Apr 2011

Ein ordentlich konfigurierter Mailserver hätte die Mail gar nicht erst angenommen (bzw...

borg 05. Apr 2011

Dann solltest Du mal einen internen Vorschlag machen, dies alles auf eine andere Basis...

Rapmaster 3000 05. Apr 2011

Ja im Jahr 2018, wenn das W3C HTML5 endlich fertig hat. Und ab 2027 nutzen alle wieder...

antares 04. Apr 2011

für verbindliche Signaturen bei emails - Alle diese Social-Engineering Tricks wären...

syntax error 04. Apr 2011

Der Mörder ist immer der Hacker.

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