Munich Gaming 2011

"Die Zukunft gehört dem Tablet"

Auf welcher Hardware werden wir in ein paar Jahren spielen, was bedeutet der Onlinehandel für die Gamesbranche - und wird es auch künftig noch stationären Handel geben? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der hochrangig besetzten Eröffnungsdiskussion einer Münchner Spieletagung.

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"Ich glaube, dass die Zukunft im Tablet-Bereich liegen wird, mit welchem Geschäftsmodell auch immer", sagt Heiko Huberts, der Chef des Browsergamesanbieters Bigpoint, auf der Branchentagung Munich Gaming 2011. "Auch deshalb haben wir jedem unserer 700 Mitarbeiter zu Weihnachten ein iPad geschenkt." Huberts sprach im Rahmen einer Podiumsdiskussion, die unter dem Titel "Megatrend Onlinespiele - Ein Massenmarkt und seine Herausforderungen" stand.

Ähnlich wie Huberts ist auch Carsten van Husen, Gameforge, von den Tablets angetan, insbesondere von der neuen, leistungsstärkeren zweiten Generation. Er sieht aber auch Probleme, etwa im Hinblick auf Smartphones: "Wir sind nicht bereit, so ohne weiteres auf den ganz kleinen Screen zu gehen. Wir fühlen uns da mit unseren Hardcorespielen nicht ganz wohl."

Eine ganz andere Sicht auf das Gaming der Zukunft hat Oliver Kaltner, Senior Director Retail Sales und Marketing bei Microsoft Deutschland: "Wir müssen uns davon lösen, dass es eine hardwaregetriebene Sache ist, es ist eine inhaltegetriebene Sache". Kaltner ist der Auffassung, dass es künftig weitgehend unwichtig ist, auf welcher Plattform der Gamer kämpft, wirtschaftet oder sonstige Abenteuer erlebt - die Cloud erlaube den Zugriff über alle Arten von Geräten.

Für Olaf Coenen, Geschäftsführer von Electronic Arts Deutschland, bedeutet das Onlinegeschäft, wie es etwa Apple über seine Tablets und Smartphones ermöglicht, nur einen weiteren digitalen Distributionskanal, genauso wie Media Markt. Er sieht die Entwicklung dennoch positiv: "Wir sind näher an die Konsumenten herangerückt, wir wollen gerne mehr Direct-to-Consumer-Geschäft, weil das auch höhere Margen bringt." Trotzdem rechnet Coenen damit, dass es noch mindestens eine weitere Generation mit physikalischen Datenträgern wie DVD oder Blu-ray geben wird.

Generell blicken die Entwickler von Browser-, Social- und Onlinespielen weiterhin optimistisch in die Zukunft. Unter anderem, weil ihre Macher überzeugt sind, dass ihnen ein Spagat besser gelingen könnte als einigen klassischen Publishern. "Wir denken, dass wir mit unseren Spielen klassische Gamer erreichen können. Auf der anderen Seite haben wir die Chance, neue Spieler anzusprechen", sagte van Husen von Gameforge. Er erwarte, dass er mit seinen Spielen eine breite Zielgruppe ansprechen wird.

Sein Branchenkonkurrent Heiko Huberts bestätigt das: "Es gibt eine Überlappung der Zielgruppen - der Gamer ist ein Browsergamer, der Browsergamer ist aber nicht unbedingt ein Gamer." Besonders gute Chancen für eine weitere positive Entwicklung des Onlinespielemarktes sieht Huberts darin, dass seine Branche verstärkt auf Marken setzt. Er berichtet, dass sein Unternehmen mit dem Start des Browsergames zu Battlestar Galactica die bislang erfolgreichste Veröffentlichung in der Geschichte von Bigpoint gelungen sei: "Wir lernen das, was EA vor 20 Jahren gemerkt hat, nämlich auf Marken zu setzen, weil die Leute wissen, was sie erwarten können."


samy 31. Mär 2011

So es ist eingetroffen?? Ich treffe immer noch mehr Leute mit Notebook/Laptop als mit...

samy 31. Mär 2011

Denke ich ähnlich. Nun mag der Touchscreen die Maus vielleicht ersetzen können... aber...

samy 31. Mär 2011

Da muss ich dir (muss ja auch mal sein) zustimmen. Der Tablett hat sicher seine...

Prypjat 31. Mär 2011

Nur weil Du weniger Zeit zum Zocken hast (geht mir genau so), heißt das nicht, dass Du...

Der_fromme_Blork 30. Mär 2011

Ähnlich wie Huberts ist auch Carsten van Husen von den Tablets angetan, insbesondere von...

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