Anzeige

Nasa

Der Mars bleibt zweidimensional

Der Mars-Rover Curiosity wird nicht, wie von Regisseur James Cameron geplant, mit einer 3D-Stereokamera ausgestattet. Die dafür entwickelten Zoomobjektive hatten im Test kleine Schwächen gezeigt.

Anzeige

Der Mars-Rover Curiosity wird ohne 3D-Kamera den Roten Planeten erkunden. Die US-Weltraumbehörde Nasa hat die Entwicklung der Kameras nach Angaben des Herstellers Malin Space Science Systems (MSSS) gestoppt.

Zoom statt Festbrennweite

Für 3D-Aufnahmen sollten zwei Kameras mit identischen Zoomobjektiven verwendet werden, die einen Brennweitenbereich von 6,5 bis 100 mm haben sollten. Haben beide Kameras die gleiche Brennweite, lassen sich damit stereoskopische 3D-Videosequenzen aufnehmen. So hatte die ursprüngliche Planung der Nasa für die Curiosity-Mission ausgesehen. Aus Kostengründen wurde dann jedoch auf die Stereokamera mit den Zoomobjektiven verzichtet und der Rover mit zwei Kameras mit Festbrennweitenobjektiven ausgestattet - einem 34-mm-Weitwinkelobjektiv und einem 100-mm-Teleobjektiv. Diese Kameras stammen ebenfalls von MSSS.

  • So stellt sich ein Künstler den Rover Curiosity vor. (Bild: Nasa)
  • Er hat zwei Kameras an Bord: eine mit 34 mm... (Foto: MSSS)
  • ... und eine mit 100 mm Brennweite. (Foto: MSSS)
  • Drei Generationen von Marsrovern: Sojourner (Mitte) aus dem Jahr 1997, Opportunity und Spirit (links), die derzeit auf dem Mars aktiv sind, und Curiosity (rechts), der nächstes Jahr zum Mars fliegen soll. (Foto: Nasa)
So stellt sich ein Künstler den Rover Curiosity vor. (Bild: Nasa)

Im Frühjahr 2010 überzeugte der Regisseur James Cameron die Nasa davon, dass 3D-Bilder vom Mars beeindruckender wären und für ein besseres Verständnis der Mars-Missionen in der Öffentlichkeit sorgen könnten. Cameron ist seit mehreren Jahren als Berater für die Nasa tätig.

Schwächen bei 100 mm

Um die Curiosity im November 2011 mit den beiden Kameras ins Weltall zu schießen, hätte MSSS die Kameras bis Dezember 2010 fertiggestellt haben müssen. Tatsächlich hatte MSSS bis Ende jenes Monats drei Kameras mit den Zoom-Objektiven fertiggestellt - zwei für den Rover und eine zum Testen. Bei den Tests im Januar zeigte sich jedoch, dass die Zoom-Objektive im Bereich von 100 mm Schwächen gegenüber der Festbrennweite aufwiesen. In den anderen Brennweitenbereichen lieferten die Kameras zufriedenstellende Bilder.

MSSS sei in gewisser Weise Opfer seines eigenen Erfolges mit den Festbrennweiten geworden, kommentierte Mike Caplinger, Cheftechniker des Projekts. "Die Zooomobjektive haben funktioniert. Sie haben nur in den längeren Brennweitenbereichen nicht ganz so gute Ergebnisse geliefert wie das, was wir schon haben."

Cameron glaubt an 3D

Regisseur Cameron, der mit dem 3D-Film Avatar den kommerziell erfolgreichsten Film aller Zeiten gedreht hat, hält jedoch an dem 3D-Konzept fest. Auch wenn Curiosity nicht mit 3D-Technik ausgestattet werde, sei er sicher, dass "diese Technik eine wichtige Rolle bei zukünftigen Missionen spielen wird", erklärte Cameron.


eye home zur Startseite
BananenGurgler 31. Mär 2011

Dazu noch, wären auch heutzutage gerenderte Bilder nur halb so schön, wenn man aufgrund...

ThadMiller 30. Mär 2011

Viel zu aufwändig - zumal gerne Wind weht...

SoniX 30. Mär 2011

Lies den Artikel nochmal *g* Die NASA weiß das schon. Deshalb sind es ja nun 2...

kendon 30. Mär 2011

...und an sich irgendwie ne kuriose geschichte. ob cameron da tatsächlich nur das...

Kommentieren



Anzeige

  1. Erfahrener Berater "IT Strategy & IT Efficiency" (m/w)
    Detecon International GmbH, Köln, Frankfurt am Main
  2. Senior Consultant ICT Communications (m/w)
    operational services GmbH & Co. KG, Wolfsburg, Berlin
  3. IT Business Analyst (m/w)
    Wirecard Technologies GmbH, Aschheim bei München
  4. Fachinformatiker (m/w)
    SICK AG, Waldkirch bei Freiburg im Breisgau

Detailsuche



Anzeige

Folgen Sie uns
       


  1. USA

    Furcht vor Popcorn Time auf Set-Top-Boxen

  2. Unplugged

    Youtube will Fernsehprogramm anbieten

  3. Festnetz

    Telekom-Chef verspricht 500 MBit/s im Kupfernetz

  4. Uncharted 4 im Test

    Meisterdieb in Meisterwerk

  5. Konkurrenz für Bandtechnik

    EMC will Festplatten abschalten

  6. Mobilfunk

    Telekom will bei eSIM keinen Netzwechsel zulassen

  7. Gründung von Algorithm Watch

    Achtgeben auf Algorithmen

  8. Mobilfunk

    Störung zwischen E-Plus-Netz und Telekom

  9. Bug-Bounty-Programm

    Facebooks jüngster Hacker

  10. Taxidienst

    Mytaxi-Bestellungen jetzt per Whatsapp möglich



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Snapchat: Wir kommen in Frieden
Snapchat
Wir kommen in Frieden
  1. O2-Mobilfunknetz Snapchat-Nutzer in Deutschland sind Schüler
  2. Snapchat-Update Fließender Wechsel zwischen Text, Video und Audio
  3. Messaging Snapchat kauft Bitstrips für über 100 Millionen US-Dollar

Gardena Smart Garden im Test: Plug and Spray mit Hindernissen
Gardena Smart Garden im Test
Plug and Spray mit Hindernissen
  1. Revolv Google macht Heimautomatisierung kaputt
  2. Intelligentes Heim Alphabet könnte sich von Nest trennen
  3. You-Rista Kaffeemaschine mit App-Anschluss

Netzpolitik: Edward Snowden ist genervt
Netzpolitik
Edward Snowden ist genervt
  1. Snowden Natural Born Knüller
  2. NSA-Affäre BND-Chef Schindler muss offenbar gehen
  3. Panama-Papers 2,6 TByte Daten zu dubiosen Offshore-Firmen

  1. Re: Richtige Vorgehensweise

    Moe479 | 05:21

  2. "Regen" oder wie...

    Pjörn | 05:21

  3. Re: Wenn jemand wirklich Popcorn Time und Co...

    Pjörn | 04:58

  4. Re: Modifikation leicht möglich

    Pjörn | 04:35

  5. Re: jeden [auf Instagram] zu eliminieren, sogar...

    Graveangel | 03:32


  1. 13:08

  2. 11:31

  3. 09:32

  4. 09:01

  5. 19:01

  6. 16:52

  7. 16:07

  8. 15:26


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel