Glasfaseranschlüsse

Festnetzbetreiber kritisieren Softregulierung der Telekom

Festnetzbetreiber wenden sich gegen Pläne der Bundesnetzagentur, die Entgelte zum Glasfasernetz der Telekom nur noch nachträglich zu kontrollieren. Sie warnen vor "Experimenten mit einer Softregulierung".

Anzeige

Der Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko) hat die Entscheidung der Bundesnetzagentur kritisiert, die Entgelte für den Zugang von Wettbewerbern zu Glasfaseranschlüssen der Deutschen Telekom nur einer nachträglichen Kontrolle zu unterwerfen.

"Das Glasfaser-Access-Netz der Telekom ist ein denkbar schlechtes Feld für Experimente mit einer Softregulierung", sagte Breko-Geschäftsführer Stephan Albers. Zu dem Verband gehören Konkurrenten der Telekom mit eigenem Netz wie Ewe Tel, Hansenet, Eifel-net, die Stadtwerke Neumünster, Telefónica Deutschland und Versatel. Bei den Kupferanschlüssen der Telekom hätte sich die Vorabregulierung der Zugangsentgelte bewährt. Wenn die Bundesnetzagentur bei den Glasfaseranschlüssen der Telekom darauf verzichte, riskiere sie eine erneute Monopolisierung durch die Telekom, sagte Albers. Der Breko beobachte, dass die Regulierung der Telekom mit zunehmender Geschwindigkeit heruntergefahren werde.

Die EU-Kommission hatte dagegen gefordert, dass große Glasfasernetzbetreiber ihren Konkurrenten zu regulierten Preisen Zugang gewähren. Es müssten dieselben Regeln wie beim Kupferkabel gelten. Über dieses Votum der EU-Kommission, das die Regulierungsbehörden der Mitgliedstaaten zwar "weitgehend beachten" sollen, das aber nicht bindend sei, setze sich die Bundesnetzagentur in ihrer Entscheidung hinweg, kritisierte der Breko.

Die Telekom treibt zugleich den Ausbau ihres Glasfasernetzes weiter voran. Gestern wurde in Brühl bei Mannheim der erste Spatenstich gemacht, bis Mitte 2012 sollen circa 6.000 Haushalte mit Glasfaseranschlüssen bis in die Wohnung versorgt werden. Die Brühler bekommen damit Internetzugänge mit einer Datenübertragungsrate von 200 MBit/s. In Brühl verlegt die Telekom rund 300 Kilometer Glasfaser und baut 56 neue Netzverteiler auf. Der Ausbau wird voraussichtlich im ersten Halbjahr 2012 abgeschlossen sein.


Paule 30. Mär 2011

Und dazu ca. 100 Mrd DM Schulden aus dem Aufbau Ost, soweit ich mich erinnere. Zudem...

Kommentieren



Anzeige

  1. Trainee IT (m/w) Schwerpunkt: SAP Applikation
    Unternehmensgruppe Theo Müller, Aretsried
  2. Mitarbeiter/in im Bereich Informationstechnologie/IT Service
    Toho Tenax Europe GmbH, Heinsberg-Oberbruch und Wuppertal
  3. Manager (m/w) Wechselprozesse in SAP IS-U
    über InterSearch Personalberatung GmbH & Co. KG, Norddeutschland
  4. Social Media Manager (m/w)
    Hubert Burda Media, Offenburg

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. CSA-Verträge

    Microsoft senkt Preise für Support von Windows XP

  2. Test Wyse Cloud Connect

    Dells mobiles Büro

  3. Globalfoundries-Kooperation mit Samsung

    AMDs Konsolengeschäft kompensiert schwache CPU-Sparte

  4. Verband

    "Uber-Verbot ruiniert Ruf der Startup-Stadt Berlin"

  5. Kabel Deutschland

    2.000 Haushalte zwei Tage von Kabelschaden betroffen

  6. Cridex-Trojaner

    Hamburger Senat bestätigt großen Schaden durch Malware

  7. Ubuntu 14.04 LTS im Test

    Canonical in der Konvergenz-Falle

  8. Überwachung

    Snowden befragt Putin in Fernsehinterview

  9. Bleichenbacher-Angriff

    TLS-Probleme in Java

  10. Cyanogenmod-Smartphone

    Oneplus One kann nur auf Einladung bestellt werden



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Test LG L40: Android 4.4.2 macht müde Smartphones munter
Test LG L40
Android 4.4.2 macht müde Smartphones munter

Mit dem L40 präsentiert LG eines der ersten Smartphones mit der aktuellen Android-Version 4.4.2, das unter 100 Euro kostet. Dank der Optimierungen von Kitkat überrascht die Leistung des kleinen Gerätes - und es dürfte nicht nur für Einsteiger interessant sein.

  1. LG G3 5,5-Zoll-Smartphone mit 1440p-Display und Kitkat
  2. LG L35 Smartphone mit Android 4.4 für 80 Euro
  3. Programmierbare LED-Lampe LG kündigt Alternative zur Philips Hue an

Vorratsdatenspeicherung: Totgesagte speichern länger
Vorratsdatenspeicherung
Totgesagte speichern länger

Die Interpretationen des EuGH-Urteils zur Vorratsdatenspeicherung gehen weit auseinander. Für einen endgültigen Abgesang auf die anlasslose Speicherung von Kommunikationsdaten ist es aber noch zu früh.

  1. Bundesregierung Vorerst kein neues Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung
  2. Innenministertreffen Keine schnelle Neuregelung zur Vorratsdatenspeicherung
  3. Urteil zu Vorratsdatenspeicherung Regierung uneins über neues Gesetz

Windows 8.1 Update 1 im Test: Ein lohnenswertes Miniupdate
Windows 8.1 Update 1 im Test
Ein lohnenswertes Miniupdate

Microsoft geht wieder einen Schritt zurück in die Zukunft. Mit dem Update 1 baut der Konzern erneut Funktionen ein, die vor allem für Mausschubser gedacht sind. Wir haben uns das Miniupdate für Windows 8.1 pünktlich zur Veröffentlichung angesehen.

  1. Microsoft Installationsprobleme beim Windows 8.1 Update 1
  2. Windows 8.1 Update 1 Wieder mehr minimieren und schließen
  3. Microsoft Windows 8.1 Update 1 vorab verfügbar

    •  / 
    Zum Artikel