Halbjahresbilanz

Document Foundation dankt der Community

Seit vor sechs Monaten die Spaltung des Projekts Openoffice.org bekanntgegeben wurde, erfreuen sich die Document Foundation und das Büropaket Libreoffice stetig wachsender Beliebtheit. So konnten unter anderem 50.000 Euro für die Gründung einer Stiftung in Deutschland gesammelt werden. Auch die Zahl der Nutzer von Libreoffice steigt.

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Exakt sechs Monate nach der Gründung der Document Foundation zieht Florian Effenberger Bilanz. Effenberger ist Präsidiumsmitglied der Document Foundation, die die freie Bürosuite Libreoffice entwickelt. Innerhalb von nur drei Monaten sind drei Versionen von Libreoffice erschienen, die sogar auf einem USB-Stick installierbar sind. Auch werden die Entwickler eine Konferenz in Paris im Oktober 2011 abhalten, und die Document Foundation war auf den Messen Fosdem und Cebit vertreten.

Die Zahl der Unterstützer und Fans von Libreoffice wächst seit der Entstehung stetig. Die Gemeinschaft habe sich "besser entwickelt, als wir uns je erträumt hätten", schreibt Effenberger. So sind unter anderem über 6.000 Personen Abonnenten der offiziellen Mailingliste. Durch die offenen Diskussionen im Internet und auf Telefonkonferenzen ist das Manifest der nächsten Dekade entstanden. Darin positioniert sich die Document Foundation klar ethisch motiviert und fern jeden profitorientierten Interesses, um den Menschen weltweit Zugang zu einer freien Office-Suite zu verschaffen.

Die Stiftung erhält Unterstützung von Firmen wie Novell, Red Hat oder Canonical und dem Open Invention Network, aber auch von den vielen Linux-Distributionen, die Libreoffice als Standard integrieren und auf Openoffice.org verzichten. Den "erstaunlichsten Beitrag, der uns immer noch sprachlos macht", haben laut Effenberger allerdings die vielen Spender geleistet. In nur acht Tagen gelang es, 50.000 Euro durch eine Spendenaktion zu sammeln. Damit ist es der Document Foundation möglich, eine Stiftung nach deutschem Recht zu gründen. Und es wird weiter gespendet. Bis jetzt sind insgesamt 90.000 Euro zusammengekommen. Das Geld, das nicht für den Kapitalstock der Stiftung benötigt wird, wird direkt für die Infrastruktur des Projekts verwendet.

Die Büroanwendung Libreoffice wurde bereits in der ersten Woche 350.000-mal heruntergeladen. Insgesamt zählte das System 1,3 Millionen Downloads. Die tatsächliche Zahl der Nutzer dürfte aber weit darüber liegen, denn nicht mitgezählt werden können zum Beispiel die Installationen über die Paketsysteme der Distributionen und die Downloads über andere Webseiten. Auch bei den Entwicklern ist der Zulauf stark. So konnten über 150 freie Entwickler zur Mitarbeit an Libreoffice gewonnen werden und die Anwendungen wurden in 50 Sprachen übersetzt.

Die kommenden Ereignisse sieht Effenberger sehr positiv. So nimmt Libreoffice am Google Summer of Code teil, und auch die Entwicklung soll besser vorangehen. Das Projekt möchte zu diesem Zweck unter anderem Daily-Builds anbieten. Das Erscheinen von Libreoffice 3.4 ist für den 2. Mai 2011 geplant. [von Sebastian Grüner]


eiapopeia 30. Mär 2011

Von LibreOffice gibt es doch nur die 3.3.x-Versionen.Das ist nicht OpenOffice ;)

tilmank 29. Mär 2011

Suche und lade einfache dieser herunter. Sun_ODF_Template_Pack_de.otp...

rudluc 29. Mär 2011

1. Meiner Meinung nach sind die Symbole in den Symbolleisten von LibreOffice bei weitem...

rambaz 29. Mär 2011

aber jetzt müssen andere softwarehersteller nur noch das opendoc anständig...

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