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Künstler: Michael Mandiberg / Foto: See-ming Lee
Künstler: Michael Mandiberg / Foto: See-ming Lee

Netzsprache

Lol-Speak wird offizielles Englisch

Das Oxford English Dictionary, der Wächter der englischen Sprache, hat die im Netz üblichen Abkürzungen Lol und OMG aufgenommen. Sie seien allgemein verständlich.

Das Oxford English Dictionary (OED) bezeichnet sich selbst als "definitive record of the English language", als das Standardwerk also. Es gilt als Wächter der englischen Sprache, nur Worte, die in ihm aufgeführt sind, gelten als offiziell. Und nur Worte, die sich über Jahre im allgemeinen Sprachgebrauch bewährt haben, werden aufgenommen.

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Insofern kann das, was gerade geschehen ist, als Zeichen gelten, dass das Internet in der Wahrnehmung der Gesellschaft ankommt: Unter den rund 600.000 Einträgen des Wörterbuches finden sich künftig auch die Initialwörter Lol (laughing out loud) und OMG (oh my god). Sie seien eng mit der elektronischen Kommunikation verknüpft und hätten ihren Weg in gedruckte Medien und in die gesprochene Sprache gefunden, schreibt der Redaktionsleiter des OED, Graeme Diamond, im offiziellen Blog.

  • Mit einem Lasercutter hat der Künstler Michael Mandiberg die Begriffe "OMG" und "LOL" ins Oxford Dictionary geschnitten. (Foto: See-ming Lee, CC BY-SA 2.0)
Mit einem Lasercutter hat der Künstler Michael Mandiberg die Begriffe "OMG" und "LOL" ins Oxford Dictionary geschnitten. (Foto: See-ming Lee, CC BY-SA 2.0)

Noch eine erstaunliche Neuerung gibt es. Zum ersten Mal fand ein Ausdruck, der sein Leben auf T-Shirts und Aufklebern begann, Eingang ins OED, das Herz nämlich, wenn es verwendet wird als Wortersatz im Sinne von etwas mögen. Wie in "I (heart) NY", in elektronischer Kommunikation - noch nicht aber im OED - gern dargestellt als seitlich liegendes Herz: <3.

Die Entscheidung ist gut begründet, ist das Herz nach Angaben der Lexikographen doch schon "seit dem 12. Jahrhundert das Symbol für Liebe und Zuneigung".

Der Werdegang des Lol ist da deutlich kürzer. In seiner jetzigen Bedeutung wurde es zum ersten Mal offiziell im Juni 1990 in einer Newsgroup im Usenet gesichtet. Der Durchbruch gelang dem Ausdruck allerdings erst in den letzten zehn Jahren mit dem Aufstieg von Handys und Chatprogrammen.

Für viele Traditionalisten ist das noch lange kein Grund, im OED zu stehen. Nur jugendlicher Slang, nicht allgemein gebräuchlich, sagen die einen. Nichts als eine Abkürzung, argumentieren die anderen.

Dem OED aber genügen andere Kriterien. Um aufgenommen zu werden, muss ein Wort gebräuchlich sein und von der Allgemeinheit verstanden werden. Außerdem muss es schon eine Weile existieren. Die minimale Lebensspanne, die nötig sei, seien ungefähr fünf Jahre, sagte Diamond in einem Interview mit dem Onlinemagazin Slate. "Ein Wort sollte schon ein bisschen gelebt haben, bevor wir seine Biografie aufzeichnen."

Sprachwandel, nicht Sprachverrohung 

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IrgendeinNutzer 30. Mär 2011

Was für ein Vorwurf den Leuten von golem.de das klauen von Texten zu unterstellen, also...

IrgendeinNutzer 30. Mär 2011

Laughing my ass off ^^

IrgendeinNutzer 30. Mär 2011

Oje ^^

Hotohori 30. Mär 2011

Ja, aber es ist nicht deutsch und wird auch erst seit den letzten Jahren vermehrt auch...

Hotohori 30. Mär 2011

Gute Frage, mit WTF geht es mir wie OMG, ich lese da automatisch das wofür es steht und...



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