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Urheberrecht

Verstößt Android gegen die GPL?

Googles Betriebssystem Android hat ein Problem in Sachen Urheberrecht. Das zumindest meint Florian Müller, der unter anderem durch seine Kampagne gegen Softwarepatente bekannt wurde. Müller stützt sich auf eine eigene Analyse und verweist auf eine ähnliche Einschätzung zweier US-Experten.

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Google habe rund 2,5 MByte Quelltext aus 700 Header-Dateien von Linux kopiert und Programmcode sowie Kommentare daraus entfernt, sagt Florian Müller, der unter anderem durch seine Kampagne gegen Softwarepatente bekannt wurde. Außerdem habe Google einen Hinweis eingefügt, in dem es heiße, die genutzten Materialien würden keinen Urheberschutz genießen. Genau das bezweifelt Müller jedoch und verweist dabei auf Analysen von Professor Raymond Nimmer und von Rechtsanwalt Edward Naughton. Zudem stützt er sich auf eine Stellungnahme von Linux-Erfinder Linus Torvalds, der 2003 deutlich machte, dass seiner Ansicht nach Linux-Header-Dateien nicht kopiert werden dürfen, ohne die GPL zu beachten.

Nach Ansicht von Müller hat dies weitreichende Auswirkungen, da viele komplexere Programme das entsprechende API nutzen und somit nicht nur Android gegen Urheberrecht verstößt, sondern auch Programme Dritter. Das setzt allerdings voraus, dass Müller mit seiner Einschätzung richtig liegt und die verwendeten Schnittstellen urheberrechtlichen Schutz genießen.

Eine Lösung des Problems besteht laut Müller darin, Android komplett unter der GPL zu veröffentlichen. Dies sei aber kaum möglich, da Google zwar an vielen Teilen von Android die Rechte hält und die Lizenz wechseln könnte, erläutert Müller. Dies gelte aber nicht für alle Bestandteile, darunter die DalvikVM, die ein wesentlicher Teil des Android-System ist. Sie verwende Code aus dem Apache-Projekt Harmony, dessen Lizenz inkompatibel mit der GPL sei. Zudem müssten Applikationen selbst unter die GPL gestellt werden, wenn sie gegen das unter GPL stehende API gelinkt würden, meint Müller. Daran hätten Anbieter kostenpflichtiger Software aber wohl kaum Interesse.

Daher bestehe die einzig praktikable Lösung darin, die Android-Bionic-Bibliothek durch die GNU C library (glibc) zu ersetzen, die unter der liberaleren LGPL steht.


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murdog 21. Mär 2011

Grundsätzlich ist natürlich auch die Definition einer Software-Schnittschnelle geistige...

kendon 18. Mär 2011

womit wir wieder bei der aussage vom anfang wären. aber schön dass wir alle klarheiten...

bstea 18. Mär 2011

http://en.wikipedia.org/wiki/Do_no_evil

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