Erdbeben in Japan: Speicherpreise steigen, Bauteilknappheit befürchtet
DRAM-Wafer von Elpida (Bild: Elpida)

Erdbeben in Japan

Speicherpreise steigen, Bauteilknappheit befürchtet

An den asiatischen Spotmärkten sind die Preise für Flash-Speicher um 20 Prozent nach oben geschnellt, auch DRAM wird teurer. Marktbeobachter erwarten durch die Katastrophe in Japan auch eine Verknappung anderer Bauteile wie Akkus und Displays.

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Die Analysten von DRAMExchange haben bereits am Montag, dem 14. März 2011, einen Anstieg des Spotpreises von NAND-Speichern um bis zu 20 Prozent ausgemacht. Kurz darauf haben auch die Preise für ein 2-GBit-DRAM nach DDR3 um 6,75 Prozent zugelegt. Dieser Baustein ist der momentan am häufigsten in PCs verbaute Speicherchip, aus acht dieser Chips lässt sich ein Speichermodul mit 2 Gigabyte herstellen.

Wie ein Sprecher von Trendforce, dem Mutterunternehmen von DRAMExchange, der Taipei Times sagte, sind nun Hamsterkäufe der PC-Hersteller zu befürchten. Das könnte die Speicherpreise weiter steigen lassen. Laut Trendforce sollen der koreanische DRAM-Marktführer Samsung, aber auch taiwanische Hersteller wie Hynix, Powerchip und Promos ihren Kunden derzeit keine tagesaktuellen Preise mehr nennen. Das soll so lange bleiben, bis die Auswirkungen der Katastrophe in Japan absehbar sind.

Mit der genauen Einschätzung der Schäden durch Erdbeben und Tsunami tun sich auch die betroffenen Unternehmen noch schwer - insbesondere, weil in Japan derzeit die Energieversorgung rationiert wird. Die großen Speicherhersteller Toshiba und Elpida meldeten bereits am Montag keine gravierenden Schäden an ihren Chipfabriken. Das Risiko für die japanische Halbleiterbranche könnte aber aus einer anderen Richtung kommen.

Wafer könnten knapp werden

Trendforce zufolge sind die Produktionsanlagen der Firmen Shin-Etsu und Sumco schwer beschädigt worden. Diese beiden Unternehmen beliefern einen Großteil der japanischen Chiphersteller, auch Toshiba und Elpida, mit Wafern. Sofern sich die japanischen Unternehmen auf dem Weltmarkt mit Wafern versorgen, könnte das laut Trendforce zu einer anhaltenden Knappheit führen. Rund ein Fünftel der weltweit hergestellten Menge von DRAM und Flash kommt aus Japan, bei Flash alleine haben japanische Firmen aber einen Marktanteil von über einem Drittel.

Zulieferer der Akkuproduktion betroffen

Weniger schwer betroffen sind die Hersteller von Displays und deren Zulieferer. Deren Anlagen liegen vor allem im Südwesten Japans, das Epizentrum des Bebens lag vor der Nordostküste des Inselstaates. Anders sieht die Lage nach bisherigem Stand bei den Herstellern von Energiekomponenten wie Akkus und Solarzellen aus. Trendforce zufolge sind Werke von Seiko und Mitsubishi in der schwer getroffenen Präfektur Iwate beschädigt. Beide Unternehmen fertigen dort Bauteile für die Herstellung von Akkus.

Auch eine Akkufabrik von Sony steht derzeit noch - wann sie den Betrieb wieder aufnehmen kann, ist ungewiss. Trendforce geht davon aus, dass für dieses Werk wie für die anderen beschädigten Fabriken ein kritischer Zeitraum von zwei Wochen für die Wiederaufnahme der Produktion gilt. Dann sollen die Vorräte bei den Unternehmen, die vor allem in China fertige Akkus zusammenbauen, aufgebraucht sein.


Charles Marlow 15. Mär 2011

Ist nicht das erste Mal.

Hotohori 15. Mär 2011

Ja, so unwichtig wie richtig zu posten. ;)

Lutze5111 15. Mär 2011

Also da ich oft mit elektronischen Bauteilen zu tun habe und sagen kann, das in 98...

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