Egyleaks: Ägypter kämpfen um Archive der Staatssicherheit
PC-Tastatur mit arabischen Schriftzeichen

Egyleaks

Ägypter kämpfen um Archive der Staatssicherheit

Ägyptens Geheimpolizei versucht, ihre Archive zu vernichten. Demonstranten wollen sie sichern und stellen gefundene Akten ins Netz. Es geht auch um Deutsche.

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Was derzeit in Ägypten geschieht, erinnert an das Ende der DDR. Mit einem Unterschied: Heute gibt es das Internet. Demonstranten haben in Kairo das Hauptquartier der ägyptischen Staatssicherheit Amn al-Dawla gestürmt. Und sie sind dabei, die Dinge, die sie dort finden, ins Internet zu stellen.

So gibt es bei Youtube Videos aus den dortigen Büros und den Gemächern des ehemaligen Innenministers, die vergoldete Wasserhähne und holzgetäfelte Salons zeigen.

 
Video: Im Büro des ehemaligen ägyptischen Innenministers

Vor allem aber gibt es Bilder von Dokumenten und Akten. Bei Facebook und bei Flickr tauchen unter dem Stichwort "EgyLeaks" mehr und mehr Fotos von Papieren auf, die Demonstranten in dem Gebäudekomplex entdeckt haben. Auch in anderen ägyptischen Städten versuchen Demonstranten, in Gebäude der Sicherheitspolizei einzudringen, nachdem es Gerüchte gab, die Beamten seien dabei, die Archive zu vernichten.

Der derzeit das Land regierende Armeerat hat bereits dringend darum gebeten, die Akten zurückzugeben, sie nicht zu veröffentlichen oder an Medien weiterzuleiten. Begründet wurde der Aufruf mit der Sorge um die nationale Sicherheit.

Nach dem, was bislang öffentlich geworden ist, müssen sich die Reste der alten Elite jedoch eher um ihre eigene Sicherheit sorgen. Denn die Demonstranten berichten vor allem von Folterinstrumenten, die sie finden, von Beweisen über gefälschte Wahlen und von Belegen dafür, wie die Opposition im Land jahrelang bespitzelt und unterdrückt wurde.

Auch eine Verbindung zu Deutschland gibt es. So belegt ein Dokument mit dem Aufdruck 'streng geheim' (PDF) , dass deutsche Technik dabei helfen sollte, die Computer und die Internetverbindungen der Ägypter auszuspähen. Eine Firma namens Gamma, die auch in München eine Niederlassung hat, soll demnach das Spähprogramm "Finfisher" in einer Testversion geliefert haben. Die Abteilung Technologie und Information der Staatssicherheit listet in der Akte auf, was dieses Programm alles kann: in elektronische Briefkästen eindringen, Webmaildienste überwachen, Skypetelefonate mitschneiden. Datiert ist das Schriftstück auf den 1. Januar 2011.

Zum Teil schon im Reißwolf 

burzum 08. Mär 2011

Wird hier nie passieren. Die Mehrheit der Idioten, äh sorry, Mitbürger, regt sich lieber...

d-.-b 07. Mär 2011

Seih froh das es nicht in leet geschrieben ist. ~dwb

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