Abo
  • Services:
Anzeige
Red Hat: Versteckte Kernel-Änderungen sollen Konkurrenz schwächen

Red Hat

Versteckte Kernel-Änderungen sollen Konkurrenz schwächen

Red Hat liefert seit RHEL 6 die eigenen Änderungen am Linux-Kernel nicht mehr als getrennte Patches aus. Damit will es die Supportangebote von Konkurrenten schwächen.

Red Hat will künftig seine eigenen Änderungen am Linux-Kernel nicht mehr als Patches ausliefern. Entwickler, die den Kernel nachbauen wollen, müssen die Änderungen selbst ausfindig machen. Das betrifft nicht nur den freien Red-Hat-Nachbau CentOS, sondern auch Firmen wie Oracle oder Novell, die selbst Support für Red-Hat-basierte Systeme bieten.

Anzeige

Entwickler kritisierten die Strategieänderung, die Red Hat sofort versuchte zu beschwichtigen. Dem britischen Nachrichtenportal The Register sagte Red-Hat-Chef Brian Stevens, seine Firma wolle mit der Strategie vor allem gegen Oracle und Novell vorgehen, die den Red-Hat-Kernel in ihre eigenen Produkte integriert oder ihren Support auf Red-Hat-Produkte ausgedehnt haben. Oracles Unbreakable-Linux-Kernel basiert auf dem von Red Hat. Novell hingegen erweitert seit geraumer Zeit seine Administrationswerkzeuge für die Verwendung mit Red-Hat-Distributionen.

Kein GPL-Verstoß

Kernel-Entwickler Jonathan Corbet hatte die Entscheidung von Red Hat kritisiert: Zwar bleiben die entsprechenden Linux-Kernel GPL-konform, das Verhalten Red Hats, die Änderungen zu verstecken, sei aber neu und entmutigend.

Von der Maßnahme ist auch der freie Red-Hat-Nachbau CentOS betroffen. Dessen Entwickler sehen darin aber kein Problem: "Ich werde deshalb keine schlaflosen Nächte haben", sagte CentOS-Gründer Russ Herold. Er habe bereits Kernel aus dem veröffentlichten RHEL-6-Quelltext nachgebaut und keine Probleme entdeckt. Nichts halte jemanden davon ab, den Quellcode der zwei Versionen per Diff zu vergleichen, um die Änderungen herauszufiltern.

Red Hat wolle sein Wissen eher von Distributionen von Novell und Oracle fernhalten, sagte Stevens, die Maßnahmen sollten nicht die freien Distributionen wie CentOS treffen. "CentOS ist ja nicht im Supportgeschäft." Letztendlich wolle Red Hat, dass seine Konkurrenten mehr Arbeit und größere Investitionen hätten, wenn sie den Red-Hat-Kernel verwenden wollten.


eye home zur Startseite
Crass Spektakel 10. Mär 2011

Doch, spätestens wenn der Softwarehersteller aus marktpolitischen Entscheidungen "eine...

bstea 10. Mär 2011

Würde die Lizenz dies nicht wollen, würde man es anders formulieren. So gesehen ist dies...

erzgebirgszorro 07. Mär 2011

Ich glaube RH geht's gut genug und die haben ja noch mehr als das Basis-RHEL. Mit RHEL6...

erzgebirgszorro 07. Mär 2011

Ich glaube wer CentOS einsetzt und tatsächlich Support braucht, hat dazu einfach kein...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Leonberg
  2. T-Systems International GmbH, Darmstadt, Mülheim an der Ruhr, München, Saarbrücken, Berlin
  3. Allianz Deutschland AG, München-Unterföhring
  4. Broetje-Automation, Rastede


Anzeige
Top-Angebote
  1. 368,99€
  2. 680,54€
  3. (alle Angebote versandkostenfrei, u. a. Medion Erazer X7843 17.3"-Gaming-Notebook mit i7-6820HK...

Folgen Sie uns
       


  1. Digitale Assistenten

    LG hat für das G6 mit Google und Amazon verhandelt

  2. Instant Tethering

    Googles automatischer WLAN-Hotspot

  3. 5G-Mobilfunk

    Netzbetreiber erhalten Hilfe bei Suche nach Funkmastplätzen

  4. Tinker-Board

    Asus bringt Raspberry-Pi-Klon

  5. Privatsphäre

    Verschlüsselter E-Mail-Dienst Lavabit kommt wieder

  6. Potus

    Donald Trump übernimmt präsidiales Twitter-Konto

  7. Funkchips

    Apple klagt gegen Qualcomm

  8. Die Woche im Video

    B/ow the Wh:st/e!

  9. Verbraucherzentrale

    O2-Datenautomatik dürfte vor Bundesgerichtshof gehen

  10. TLS-Zertifikate

    Symantec verpeilt es schon wieder



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Donald Trump: Ein unsicherer Deal für die IT-Branche
Donald Trump
Ein unsicherer Deal für die IT-Branche
  1. USA Amazon will 100.000 neue Vollzeitstellen schaffen
  2. Trump auf Pressekonferenz "Die USA werden von jedem gehackt"
  3. US-Wahl US-Geheimdienste warnten Trump vor Erpressung durch Russland

Begnadigung: Danke, Chelsea Manning!
Begnadigung
Danke, Chelsea Manning!
  1. Verwirrung Assange will nicht in die USA - oder doch?
  2. Nach Begnadigung Mannings Assange weiter zu Auslieferung in die USA bereit
  3. Whistleblowerin Obama begnadigt Chelsea Manning

Shield TV (2017) im Test: Nvidias sonderbare Neuauflage
Shield TV (2017) im Test
Nvidias sonderbare Neuauflage
  1. Wayland Google erstellt Gamepad-Support für Android in Chrome OS
  2. Android Nougat Nvidia bringt Experience Upgrade 5.0 für Shield TV
  3. Nvidia Das Shield TV wird kleiner und kommt mit mehr Zubehör

  1. Nach Zelda, was mit der Switch machen?

    lumks | 23:35

  2. Was dann für mich heißt: wird nicht gekauft

    lumks | 23:31

  3. Ist das nicht eine Ansage zu einer Straftat ?

    mcmrc1 | 23:28

  4. Re: Funktioniert bei mir nicht

    Konfuzius Peng | 23:23

  5. iPad Safari Router Passwort

    Reichler | 22:57


  1. 11:29

  2. 10:37

  3. 10:04

  4. 16:49

  5. 14:09

  6. 12:44

  7. 11:21

  8. 09:02


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel