Vorverpixelt: Google & Co liefern Selbstverpflichtung für Geodaten ab
(Grafik: Bitkom)

Vorverpixelt

Google & Co liefern Selbstverpflichtung für Geodaten ab

Geodatenanbieter, wie Google, in Deutschland haben dem Innenminister eine Selbstverpflichtung vorgelegt. Doch die Datenschützer sind damit noch lange nicht zufrieden.

Anzeige

Bitkom-Chef August-Wilhelm Scheer hat heute auf der Cebit Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) den unterschriebenen Datenschutzkodex für Geodatendienste überreicht. Unterzeichnet haben die Deutsche Post DHL, Deutsche Telekom, ED Encourage Directories, Google, Microsoft, Nokia, Panogate und Panolife. Die Selbstverpflichtung der Wirtschaft für Panorama-Bilderdienste im Internet soll neuen Gesetzen in dem Bereich zuvorkommen. Scheer: "Selbstverpflichtungen können klar definierte Bereiche des Internets oft schneller und präziser regeln als neue Gesetze."

Bis Herbst 2011 soll es laut der Selbstverpflichtung ein zentrales Internetportal für Bürgerinformationen der Anbieter geben. Dort würden Links zu Widerspruchsseiten der einzelnen Firmen gesammelt, wo Nutzer ihre Hausfassade markieren und unkenntlich machen lassen. Wer kein Internet hat, erfahre dort, wie per Briefformular Widerspruch eingelegt wird. Für Onlinewidersprüche soll die Angabe einer E Mail-Adresse genügen. Auf Wunsch werden neben der bereits praktizierten automatischen Anonymisierung von Gesichtern und Autonummern auch Personen und Autos komplett verpixelt. Es soll zudem eine telefonische Beratungsstelle der Betreiber geben. Anbieter müssen die Öffentlichkeit mindestens einen Monat im Voraus über geplante Aufnahmefahrten informieren. Werden die Vorgaben nicht eingehalten, drohen den Betreibern nicht näher genannte Sanktionen.

Während de Maizière lobte, dass "die Standards, die hier geschaffen wurden", ein Vorbild für andere Bereiche der IT-Wirtschaft sein könnten, kam Kritik vom nordrhein-westfälischen Datenschutzbeauftragte Ulrich Lepper. "Der Kodex erfüllt wichtige Anforderungen nicht". So sei kein Widerspruchsrecht vor der Veröffentlichung vorgesehen, weshalb alle Gebäudeansichten im Internet verfügbar seien, bevor ein Widerspruch geltend gemacht werden könne. Auch seien Schrägaufnahmen aus der Luft nicht erfasst. "Wenn die Selbstregulierung nicht funktioniert, ist der Gesetzgeber gefordert", sagte Lepper.


Freitagsschreib... 02. Mär 2011

dito.

Charles Marlow 01. Mär 2011

Auf diesen Spruch würde noch nicht einmal mehr die Generation meiner Grosseltern...

Kommentieren



Anzeige

  1. Application Engineer Test Systems (m/w)
    MAHLE Powertrain GmbH, Stuttgart
  2. Consultant / Projektmanager (m/w) im Geo-IT-Umfeld
    con terra GmbH, Münster
  3. Support-Spezialist / Technologieberater (m/w) SQL Server
    Microsoft Deutschland GmbH, verschiedene Standorte
  4. Entwicklungsingenieur Steuergerätetest Hardware-in-the-Loop (m/w)
    MBtech Group GmbH & Co. KGaA, Sindelfingen bei Stuttgart

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Oculus Rift

    Development Kit 2 ist da

  2. Android

    Zertifikatskette wird nicht geprüft

  3. Spielemesse

    Gamescom fast ausverkauft

  4. Secusmart

    Blackberry übernimmt Merkel-Handy-Hersteller

  5. NSA-Affäre

    Bundesjustizminister wegen Empfehlung an Snowden kritisiert

  6. Playstation 4

    Firmware-Update ermöglicht 3D-Blu-ray

  7. Terraform

    Infrastruktur über Code verwalten

  8. Test The Last of Us Remastered

    Endzeit in 60 fps

  9. Security

    Antivirenscanner machen Rechner unsicher

  10. Samsung

    Update für Galaxy Note 3 erreicht Geräte in Deutschland



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
PC-Spiele mit 4K, 6K, 8K, 15K: "Spielen mit Downsampling schlägt Full-HD immer"
PC-Spiele mit 4K, 6K, 8K, 15K
"Spielen mit Downsampling schlägt Full-HD immer"
  1. Transformers Ära des Untergangs - gefilmt mit Sensoren im Imax-Format
  2. Intel-Partnerschaft mit Samsung 4K-Monitore sollen unter 400 US-Dollar gedrückt werden
  3. Asus ROG Kleine Gaming-PCs im Konsolendesign mit Desktophardware

Samsung Galaxy Tab S im Test: Flaches, poppig buntes Leichtgewicht
Samsung Galaxy Tab S im Test
Flaches, poppig buntes Leichtgewicht
  1. Samsung Neue Galaxy Tabs ab 200 Euro erhältlich

Oneplus One im Test: Unerreichbar gut
Oneplus One im Test
Unerreichbar gut
  1. Oneplus One Eigenes ROM mit Stock Android 4.4.4 vorgestellt
  2. Oneplus One-Update macht verkürzte Akkulaufzeit rückgängig
  3. Oneplus One könnte ab dem dritten Quartal vorbestellbar sein

    •  / 
    Zum Artikel