Robotermarathon

Herzschlagfinale in Osaka

Nach knapp 55 Stunden trennte sie nur eine Sekunde: Die beiden Besten des ersten Robotermarathons im japanischen Osaka haben sich bis zum Schluss einen spannenden Wettkampf geliefert.

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Der erste Marathonlauf für Roboter im japanischen Osaka ist am Samstag zu Ende gegangen. Der Wettlauf war am Donnerstagvormittag (Ortszeit) gestartet worden. Ziel der Veranstaltung war, die Haltbarkeit und die Beweglichkeit der Laufroboter unter Beweis zu stellen.

Knapper Sieg

Es war ein Herzschlag-Finale: 54 Stunden, 57 Minuten und 50 Sekunden brauchte der Sieger, ein Robovie-PC. Nur eine Sekunde später überquerte der zweite Robovie-PC die Ziellinie. Beide Roboter waren vom Veranstalter selbst, dem Robotikunternehmen Vstone, ins Rennen geschickt worden. Damit übertrafen die Roboter die Erwartungen der Veranstalter, die davon ausgegangen waren, dass das Rennen bis Sonntag dauern würde.

Den dritten Platz belegte eines der beiden Teams der Universität von Osaka. Dessen Roboter, ein modifizierter RB 2000, hatte zum Zeitpunkt des Zieleinlaufs 337 Runden (33,795 km) absolviert. Deutlich dahinter lag der Viertplatzierte: der Robovie-X des Teams aus einem Projekt zur Schaffung von Arbeitsplätzen. Er umrundete den Kurs 177 Mal (17,723 km) - schaffte also nicht einmal die halbe Strecke. Ganz abgeschlagen war hingegen das zweite Team der Universität vom Osaka, das ebenfalls mit einem modifizierten RB 2000 angetreten war. Der hatte schon vom Start weg Probleme und absolvierte in der Wettkampfzeit den Parcours nur zwei Mal (0,224 km).

423 Runden

Die Roboter mussten die volle Marathondistanz von knapp 42,2 km zurücklegen. Dazu mussten sie einen 100 m langen Parcours 423 Mal umrunden, wobei die letzte Runde etwas verkürzt war. Die Siegerzeit entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 0,77 km/h. Nach dem Zieleinlauf rissen die Sieger und Zweitplatzieren die Arme hoch und verbeugten sich vor den klatschenden Zuschauern.

  • Der Zieleinlauf (Foto: Vstone)
  • Es war ein knapper Sieg. (Foto: Vstone)
  • Nur eine Sekunde trennte den Ersten vom Zweitplatzierten. (Foto: Vstone)
  • Kopf-an-Kopf-Rennen auf der Zielgeraden (Foto: Vstone)
  • So sehen Sieger aus. (Foto: Vstone)
  • Erstaunlich fit - nach der Distanz (Foto: Vstone)
  • Ganz oben auf dem Podest - der Traum eines jeden Sportroboters (Foto: Vstone)
Der Zieleinlauf (Foto: Vstone)

Alle Teams waren mit Robotern von Vstone angetreten. Das Unternehmen plant, weitere Wettläufe für Roboter auszurichten. Dann sollen auch Teams aus anderen Ländern teilnehmen.


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