Mobilfunk: Huawei will Londons U-Bahn gratis versorgen
Londober U-Bahn (Bild: Transport for London)

Mobilfunk

Huawei will Londons U-Bahn gratis versorgen

Huawei will der Stadt London eine Mobilfunkversorgung für ihre U-Bahn schenken. Tief im Tunnelsystem der ältesten U-Bahn der Welt gibt es bislang keinen Empfang.

Anzeige

Der chinesische Telekommunikationsausrüster Huawei will die Londoner U-Bahn kostenlos mit einem Mobilfunknetzwerk ausrüsten. Das berichtet die Sunday Times. Das Angebot sei ein Geschenk von einem olympischen Austragungsort an den nächsten, habe Huawei den ungewöhnlichen Vorstoß begründet. Peking war 2008 Austragungsort der XXIX. Olympischen Sommerspiele. 2012 sind die Sommerspiele in London. Das Geschenk habe einen Wert von 50 Millionen Pfund (59,2 Millionen Euro).

Gegenwärtig gibt es tief in dem engen und veralteten Tunnelsystem keine Mobilfunkversorgung. Die Londoner U-Bahn, die Tube, ist die älteste der Welt. 1863 fuhren hier die ersten unterirdischen Dampflokomotiven. Heute hat das Netz über 270 Stationen und über 400 Kilometer Gleise. Thales will die Installation und die Wartung der Huawei-Ausrüstung im Tunnel übernehmen, wofür die britischen Mobilfunkbetreiber Vodafone und Telefónica O2 die Kosten übernehmen sollen. Bürgermeister Boris Johnson hatte in der Vergangenheit angekündigt, bis zu den Olympischen Spielen ein WLAN für die gesamte U-Bahn aufbauen zu lassen.

Der Betreiber Transport for London (TfL) hat der Zeitung bestätigt, dass Verhandlungen über eine Mobilfunkversorgung der Tunnel begonnen hätten. Die Beteiligung von Huawei wurde jedoch nicht kommentiert. "Transport for London und der Bürgermeister erörtern gegenwärtig mit Mobilfunkbetreibern und anderen Anbietern die mögliche Erbringung von einem Mobilfunkdienst tief im Tunnelnetzwerk", sagte ein TfL-Sprecher.

Die britische Financial Times berichtet, dass die Versorgung der Tube in den letzten Jahren immer wieder erörtert worden sei. Die Pläne scheiterten aber immer an den hohen Kosten.

Ein Huawei-Sprecher sagte, dass die Verhandlungen vertraulich seien. "Aber ich kann bestätigen, dass wir am Bieterprozess beteiligt sind. Großbritannien ist ein wichtiger Markt für Huawei." Huawei liefert dort bereits Netzwerkausrüstung an BT.


cicero 22. Feb 2011

Die Leute, die das ausführen müssen, die tun mir schon jetzt Leid.

cicero 22. Feb 2011

... nur weil es unter der Erde ist, werden gleich tiefgründige und dunkle Vermutungen...

Kommentieren



Anzeige

  1. Security- und Netzwerktechniker (m/w)
    BAGHUS GmbH, München
  2. IT-Systemanalytiker (m/w)
    Schuberth Group, Magdeburg
  3. Software Engineer (m/w) Schwerpunkt: Aufsichtliches Meldewesen
    Schwäbisch Hall Kreditservice AG, Schwäbisch Hall
  4. Scrum Master (m/w)
    NEMETSCHEK Allplan Systems GmbH, München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Paketverfolgung live

    Paketdienst DPD will auf 30 Minuten genau liefern

  2. Internetzugang

    Chinesen nutzen mehr Smartphones als PCs

  3. Quartalsbericht

    Apple mit Gewinnzuwachs, iPad-Verkauf erneut rückläufig

  4. Quartalsbericht

    Microsoft macht 700 Millionen US-Dollar Verlust mit Nokia

  5. Mayday

    Kindle-Besitzer können auf Knopfdruck Hilfe rufen

  6. Lufthansa Taxibot

    Piloten schleppen ihre Flugzeuge bald selbst zur Startbahn

  7. Geheimdienste

    USA und Deutschland wollen Leitlinien vereinbaren

  8. Geheimdienste

    DE-CIX bei manipulierter Hardware machtlos gegen Spionage

  9. Digitale Agenda

    Bund will finanzielle Breitbandförderung festschreiben

  10. DVB-T2

    HDTV sollte unverschlüsselt über Antenne kommen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Defense Grid 2 angespielt: Kerne, Türme, Aliens
Defense Grid 2 angespielt
Kerne, Türme, Aliens
  1. Ex-Stalker Vorwürfe gegen Actionspiel-Projekt Areal
  2. Crowdfunding Kickstarter unterstützt ab Herbst deutsche Projekte
  3. Catlateral Damage 40.000 US-Dollar für Katzen-Chaos

Plasma 5 im Test: Eine frische Brise für den KDE-Desktop
Plasma 5 im Test
Eine frische Brise für den KDE-Desktop
  1. Unix-Desktop KDE SC 4.14 wird 4er-Reihe abschließen
  2. Qt-Addons KDE Frameworks 5.0 endlich erschienen
  3. KDE-Arbeitsfläche Plasma-5-Beta zeigt neues Design

Syncthing im Test: P2P-Synchronisierung leicht gemacht
Syncthing im Test
P2P-Synchronisierung leicht gemacht

    •  / 
    Zum Artikel