App Store: US-Wettbewerbsbehörden überprüfen Apple erneut
Tablet Logo der European Newspaper Publishers Association (Grafik: ENPA)

App Store

US-Wettbewerbsbehörden überprüfen Apple erneut

Das US-Justizministerium sieht sich Apples neue Geschäftsbedingungen für Abos über Apps im App Store an. Die Verlegerverbände haben die Wettbewerbsbehörden offenbar angerufen.

Anzeige

US-Wettbewerbsbehörden überprüfen Apples neue Vorschriften für Abonnements im App Store. Apple hat die neuen Auflagen für die Aboabwicklung auf dem iPad und iPhone vor wenigen Tagen vorgestellt. Das Justizministerium und die Handelskommission Federal Trade Commission sehen sich die Festlegungen derzeit genau an, haben aber noch keine Entscheidung für eine formale Untersuchung getroffen, wie das Wall Street Journal aus informierten Kreisen meldet. Auch die EU-Kommission werde sich die neuen Festlegungen Apples "aufmerksam ansehen", sagte eine Sprecherin der Zeitung.

Die Verlage müssen ihre iOS-Apps an das Abrechnungssystem von Apples App Store anpassen. Apple verlangt für In-App-Verkäufe eine Umsatzbeteiligung von 30 Prozent. Apple wickelt die Abrechnung komplett ab, die Kunden entscheiden, ob ihre Daten an den Verlag weitergegeben werden. Wenn der Verlag bestehende Kundenbeziehungen an die Plattform überträgt, werden 100 Prozent der Umsätze ausgeschüttet. Die US-Behörden prüfen, ob die 30-Prozent-Abgabe gegen das US-Wettbewerbsrecht verstößt. Apple hat einen Anteil von 16 Prozent am Smartphonemarkt.

Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger und der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger haben die Neuregelung ebenfalls kritisiert. Das Modell beinhalte relevante Einschränkungen, die das App-Geschäft für die Verlage deutlich beeinträchtigten.

Negativ sei insbesondere das Verbot, aus der App heraus direkt zu den Verlagssites zu verlinken. "Anders als bisher kann also der App-Nutzer nicht mehr neue oder zusätzliche Angebote aus der App heraus bestellen, sondern nur noch über den iTunes-Store. Zudem sind nach den Apple-Bedingungen Vergünstigungen an Abonnenten anderer Zeitschriften oder Koppelprodukte nicht möglich." Das bedeute eine Behinderung des bei einigen Verlagen schon sehr erfolgreich angelaufenen App-Geschäfts, sagen die Verleger. Positiv an der Regelung sei, dass es nun ein Abomodell geben solle, das von den Verlagen direkt neben dem iTunes-Store angeboten werden könne. Apple verlangt aber, dass die in den Apps zur Verfügung stehenden Angebote nicht teurer sein dürfen als die von den Verlagen außerhalb der App angebotenen Abonnements.

Im Mai 2010 hatten Ermittler des Justizministeriums mit Vertretern der Musikindustrie über Apples Geschäftspraktiken gesprochen. Sie gingen Hinweisen nach, dass Apple seine Marktmacht im Onlinemusikgeschäft missbraucht hat, um dem Konkurrenten Amazon zu schaden. In den USA kontrolliert Apple laut Angaben der NPD Group 70 Prozent des Marktes für Onlinemusik. Im Juni 2010 begannen Ermittlungen der Federal Trade Commission wegen des Ausschlusses einer Reihe von Softwareunternehmen von den mobilen Geräten Apples.


Kommentieren



Anzeige

  1. Softwareentwickler / Developer / Programmierer C# (m/w)
    bayoonet AG, Darmstadt
  2. Softwaretester / Testautomatisierer (m/w)
    TONBELLER AG, Bensheim
  3. Senior Consultant SAP CRM / Solution Architect SAP CRM (m/w)
    Home Shopping Europe GmbH, Ismaning (Raum München)
  4. Consultant Finance Processes & Applications (m/w)
    Fresenius Netcare GmbH, Bad Homburg

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Facebook, Google, Twitter

    Branchenweite Interessengruppe zum Open-Source-Einsatz

  2. Typ 007

    Leica Mittelformatkamera S filmt in 4K

  3. Cloud-Computing

    Mathematica Online für den Browser

  4. Taxi-Konkurrent

    Landgericht Frankfurt hebt Verbot von Uber auf

  5. Stadt München

    Zweiter Bürgermeister Münchens lobbyiert gegen Limux

  6. Wettbewerbsverfahren

    Justizminister Maas will an Googles Algorithmus

  7. Test Bernd das Brot

    "Dieses Spiel ist Mist"

  8. Apple

    Vorerst keine NFC-Funktion für deutsche iPhone-Käufer

  9. Sicherheitslücke bei Android

    AOSP-Browser soll über Javascript angreifbar sein

  10. Betriebssystem

    Apple bringt dritte öffentliche Beta von OS X 10.10



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Ultra High Definition: Scharf allein ist nicht genug
Ultra High Definition
Scharf allein ist nicht genug
  1. Ifa Vodafone Deutschland und Cisco bringen 4K-Set-Top-Box
  2. Alpentab Wienerwald Das Holztablet mit Bay Trail oder als Nobelversion
  3. Dell UltraSharp 27 Ultra HD 5K 27-Zoll-Monitor mit 5.120 x 2.880 Pixeln

Neues Moto X im Hands On: Motorolas echtes Topsmartphone
Neues Moto X im Hands On
Motorolas echtes Topsmartphone
  1. Neues Moto G im Hands On Mach's noch einmal, Motorola
  2. Skip 2 Motorolas Schlüsselanhänger für Vergessliche entfleucht
  3. Android Motorola arbeitet an einem 7-Zoll-Tablet

Intel Core i7-5960X im Test: Die PC-Revolution beginnt mit Octacore und DDR4
Intel Core i7-5960X im Test
Die PC-Revolution beginnt mit Octacore und DDR4
  1. Rory Read AMDs neue x86-Architektur Zen kommt 2015
  2. Intels Desktop-Chefin im Interview "Wir hatten unsere loyalsten Kunden frustriert"
  3. Intel Core i7-5960X X99-Mainboards angebrannt

    •  / 
    Zum Artikel