Denkkappe
Strom macht schlau
Australische Wissenschaftler haben eine Denkkappe entwickelt: Diese regt einen bestimmten Teil des Gehirns an und erhöht so die Fähigkeit, in neue Richtungen zu denken.
Die australischen Wissenschaftler Allan Snyder und Richard Chi haben ein System entwickelt, um die Kapazität des menschlichen Gehirns mit elektrischem Strom zu steigern. Dadurch waren Probanden in der Lage, ihnen unbekannte Aufgaben besser zu lösen als Probanden, deren Denkvermögen nicht zuvor stimuliert worden war.
Kappe zum Denken
Denkkappe nennt der in seinem Auftreten an die Comicfigur Daniel Düsentrieb erinnernde Snyder das System. Es besteht aus einem Stirnband, an dem zwei Leiter befestigt werden. Darüber werden die Schläfenlappen mit elektrischem Strom beeinflusst. Auf diese Weise wird die rechte Gehirnhälfte stimuliert. Transkranielle Gleichstrom-Stimulation (Transcranial Direct Current Stimulation, TDCS) heißt diese Methode. Sie sei eine sichere, nichtinvasive Möglichkeit, um die Erregbarkeit bestimmter Neuronengruppen im Gehirn gezielt zu erhöhen oder zu senken, so die Wissenschaftler.
Die Wissenschaftler führten Tests des Systems an einer Gruppe von 60 Rechtshändern durch. Dabei zeigte sich, dass die Probanden, die sich vorher der TDCS unterzogen hatten, die Aufgaben besser lösen konnten als eine Kontrollgruppe, die keiner Gehirnstimulation ausgesetzt war, schreiben Chi und Snyder in der Open-Access-Fachzeitschrift Plos One.
Kreativität und Wissen
Grund sei die Aufgabenverteilung, erklärt Snyder: Die linke Hemisphäre ist für das Wissen und Erfahrung zuständig, die rechte für Kreativität. Werden Menschen vor eine neue Aufgabe gestellt, dann versuchen sie, die mit bewährten Strategien zu lösen.
Wird die rechte Hemisphäre angeregt und bekommt so Vorrang gegenüber der linken, ist die Chance deutlich größer, dass ein Mensch eine Lösung für ein bis dato unbekanntes Problem findet. In der von Chi und Snyder durchgeführten Studie konnten dreimal mehr Probanden, die mit TDCS behandelt worden waren, eine solche Aufgabe lösen, als die Mitglieder der Kontrollgruppe.
Snyder war auch an der Entwicklung von Project Epoc beteiligt, einem Mensch-Maschine-Interface für Spiele.






Geboren wurdest du damit nicht.
O.O
*lol* Jau, war auch mein erster Gedanke ;-)
Wo ist der Link zum Onlineshop von Allan Snyder und Richard Chi?
Jede Wette!
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