Suchmaschinen

Bing wird sehr persönlich

Microsoft führt in seiner Suchmaschine Bing eine personalisierte Suche ein, teilen die Bing-Entwickler in einem Blogeintrag mit. Zugleich betont das Bing-Team, dass weiterhin großer Wert auf Datenschutz gelegt wird.

Anzeige

Wer in einer Suchmaschine den Begriff Pizza eingibt, wird vermutlich eher Interesse an einem lokalen Lieferdienst haben als an der Homepage einer Schnellrestaurantkette. Beispielweise unter Berücksichtigung von Informationen über den Aufenthaltsort des Suchenden will Microsoft bei Bing in Zukunft "maßgeschneiderte Suchergebnisse" liefern. Mit dem Pizza-Beispiel wollen die Bing-Entwickler den Nutzern die Neuerungen offensichtlich schmackhaft machen, die vorerst nur in den USA zur Verfügung stehen.

Bereits vor dem Start der personalisierten Suche hat Microsoft die Datenschutzbestimmungen für Bing aktualisiert. Wer bei Bing sucht, muss davon ausgehen, dass Microsoft "die Suchbegriffe zusammen mit der IP-Adresse, den eindeutigen Identifier in den Cookies, Zeit und Datum der Suche und die Browserkonfiguration" speichert. Aus diesen Angaben will Microsoft versuchen, den "ungefähren Aufenthaltsort" zu bestimmen und "diese Information dazu nutzen, um auf den Aufenthaltsort zugeschnittene Suchergebnisse anzuzeigen." Wer damit nicht einverstanden ist, kann die personalisierte Suche in den Voreinstellungen auf der Bing-Homepage abschalten.

In ihrem Blogposting vom Donnerstag erklären die Bing-Entwickler: "Während wir weiterhin daran arbeiten, die Relevanz der Suchergebnisse durch Personalisierung zu steigern, sind wir sehr darauf konzentriert, eine industrieweit führende Einstellung beim Datenschutz zu behalten."

Neben der Berücksichtigung des Aufenthaltsortes experimentieren die Bing-Macher mit weiteren Personalisierungsfunktionen. Details darüber wurden jedoch nicht veröffentlicht. Allerdings geht aus den aktuellen Bing-Datenschutzbestimmungen hervor, dass insbesondere Facebook- und Yahoo-Nutzer mit einer weitergehenden Auswertung ihrer Daten durch Bing rechnen müssen. Diese werden laut Microsoft unter anderem dazu benutzt, um passende Werbeanzeigen auszuwählen.

Suchen Facebook-Nutzer bei Bing, so kommt zusätzlich die neue "Facebook Instant Personalization" zum Einsatz. Dadurch wird bei Nutzern, die während der Bing-Suche bei Facebook angemeldet sind, ihr "soziales Netzwerk berücksichtigt", um die Suchergebnisse anzupassen, heißt es in den Datenschutzbestimmungen. Ganz ähnlich bezieht Microsoft vom Partner Yahoo Informationen über Yahoo-Nutzer, die bei deren Bing-Suche berücksichtigt werden.

Wenn ein Facebook-Nutzer bei Bing sucht, soll er die ersten fünf Male, wenn "soziale Ergebnisse" angezeigt werden, mit einem ausdrücklichen Hinweis darauf hingewiesen werden. Durch Anklicken von Disable hat der Nutzer dann die Möglichkeit, die Verwertung der Facebook-Informationen durch Bing zu deaktivieren. Später kann die Deaktivierung nur noch direkt bei Facebook erfolgen.

Gegenüber The Register bestätigte Microsoft auf Anfrage, dass die personalisierte Suche auch dann zum Einsatz kommt, wenn die Nutzer nicht bei Bing angemeldet sind. [von Robert A. Gehring]


Lokster2k 14. Feb 2011

Obwohl man sich bei der Wahl zwischen Microsoft und Google vom Regen in die Traufe...

antares 12. Feb 2011

und jetzt das... wer klaut hier von wem xD

daydreamer42 12. Feb 2011

Also beleidigen lasse ich mich von einer Suchmaschine nur ungern :) Aber mal im Ernst...

Charles Marlow 11. Feb 2011

Grosses Pfadfinder-Ehrenwort! ;)

Kommentieren



Anzeige

  1. Senior Auditor IT (m/w)
    Bertelsmann SE & Co. KGaA, Gütersloh
  2. Data Miner / Data Analyst (m/w)
    über HRM CONSULTING GmbH, Wiesbaden
  3. Leiter(in) Stabsstelle Architekturmanagement
    Toll Collect GmbH, Berlin
  4. Service- und Systembetreuer (m/w)
    ZF Friedrichshafen AG, Schweinfurt

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Wissenschaft

    Wenn der Quantencomputer spazieren geht

  2. Cloud

    Erstmals betriebsbedingte Kündigungen bei SAP

  3. Microsoft

    Windows 10 Technical Preview ist da

  4. Omnicloud

    Fraunhofer-Institut verschlüsselt Daten für die Cloud

  5. Anonymisierung

    Tor könnte bald in jedem Firefox-Browser stecken

  6. Gutscheincodes

    Taxi-Unternehmer halten auch Ubertaxi für illegal

  7. Chris Roberts

    "Star Citizen ist heute besser als ich es mir erträumte"

  8. Leistungsschutzrecht

    Google keilt gegen Springer und Burda

  9. Onlinehändler

    Zalando geht an die Börse

  10. Panoramafreiheit

    Wikimedia erreicht Copyright-Änderungen in Russland



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Elektromagnetik: Der Dietrich für den Dieb von heute
Elektromagnetik
Der Dietrich für den Dieb von heute

In eigener Sache: Golem.de sucht Videoredakteur/-in
In eigener Sache
Golem.de sucht Videoredakteur/-in
  1. Golem pur Golem.de startet werbefreies Abomodell
  2. In eigener Sache Golem.de definiert sich selbst

Mittelerde Mordors Schatten: 6 GByte VRAM für scharfe Ultra-Texturen notwendig
Mittelerde Mordors Schatten
6 GByte VRAM für scharfe Ultra-Texturen notwendig
  1. Mordors Schatten Zerstörte Ork-Karrieren in Mittelerde

    •  / 
    Zum Artikel