Interne Marktzahlen: Glasfaseranschlüsse werden zögerlich nachgefragt
Glasfaseranschluss (Bild: Versatel)

Interne Marktzahlen

Glasfaseranschlüsse werden zögerlich nachgefragt

In 602.000 Haushalten oder Gebäuden in Deutschland lag Ende 2010 Glasfaser. Doch nur 25 Prozent der Versorgten wollten oder konnten für FTTH/B auch zahlen. Die Telekom schloss eine Million VDSL-Verträge ab, verfügbar war ihr Fibre To The Node für zehn Millionen.

Anzeige

Die Zahl der Menschen, die vorhandenes Fibre To The Home (FTTH) und Fibre To The Building (FTTB) nutzen, liegt weit unter dem Angebot. Das geht aus Angaben aus Kreisen von Netzwerkausrüstern hervor, die Golem.de vorliegen. Danach hatten regionale Glasfasernetzbetreiber bis zum Jahresende 2010 zwar 602.000 Haushalte oder Gebäude mit Glasfaseranschlüssen versorgt, aber nur 151.500 zahlende Kunden gefunden. 40 Prozent dieser Glasfaseranschlüsse basierten auf FTTH, 60 Prozent hatten eine FTTB-Architektur.

Die TV-Kabelnetzbetreiber Unitymedia und Kabel Deutschland hatten demnach 5.440.000 beziehungsweise 7.200.000 schnelle Internetzugänge bereitgestellt. Angaben dazu, wie viele zahlende Kunden die Firmen für ihre Netzzugänge mit 100 MBit/s und mehr hatten, liegen nicht vor. Unitymedia wollte sich auf Nachfrage von Golem.de dazu nicht äußern. "Die Kundenzahlen bei bis zu 100 MBit/s-schnellen Internetprodukten liegen voll im Rahmen unserer Erwartungen", war bei Kabel Deutschland zu erfahren.

Die Deutsche Telekom hatte laut den Herstellerkreisen zum Ende des letzten Jahres zehn Millionen Haushalte und Häuser mit VDSL erschlossen. Die Kundenzahl für das Produkt VDSL 50 der Telekom lag bei einer Million.

Bei den regionalen Netzbetreibern lag Netcologne mit 80.000 erfolgreich vermarkteten Glasfaserzugängen ganz vorn. Ausgebaut wurde das Netcologne-Netz im Raum Köln-Bonn auf 200.000 Haushalte und Häuser. WilhelmTel aus Norderstedt in Schleswig-Holstein versorgte ebenfalls 200.000 Haushalte und Häuser, wo das städtische Unternehmen aber nur 37.000 zahlende Kunden fand.

Der bayerische Netzbetreiber M-Net deckte 130.000 Haushalte und Häuser ab und hatte davon 15.000 Vertragskunden. Die Telefónica-O2-Germany-Tochter Hansenet kam bei 60.000 angeschlossenen Haushalten und Häusern auf 6.500 Kunden. Die Stadtwerke Schwerte erreichten bei 12.000 glasfaserversorgten Haushalten und Häusern 5.000 Kunden.

Die Zahlungsbereitschaft der Endkunden für sehr schnelles Internet ist dabei äußerst gering, wie eine Onlineumfrage von United Internet Media vom November 2010 zeigte. 38 Prozent der Befragten waren demnach gar nicht bereit, für eine Datenübertragungsrate von mehr als 16 MBit/s mehr zu bezahlen. 31 Prozent der Internetnutzer war ein solcher Zugang höchstens bis zu fünf Euro mehr wert.


zappo.zampani 16. Mär 2011

Als Privatmensch investiert man doch nicht einfach ins blaue in eine neue Technik, die es...

zappo.zampani 16. Mär 2011

Die Länder in denen es das flächendeckend relativ günstig gibt (z. B. Südkorea...

tilmank 11. Feb 2011

Jetzt würde mich nur interessieren, ob das eine 50er oder 100er Leitung ist.. ?

Kommentieren


Confluence: Expertise / 13. Feb 2011

IC Knowledge Management Newsletter 134-UPDATE

Confluence: Expertise / 13. Feb 2011

IC Knowledge Management Newsletter 134



Anzeige

  1. Softwareentwickler (m/w)
    Pilz GmbH & Co. KG, Ostfildern
  2. Mitarbeiter in der Beratung (m/w) Prozesse und Methoden Produktdatenmanagement
    Daimler AG, Stuttgart-Untertürkheim
  3. System Engineer - Cloud Computing (m/w) - Schwerpunkt LAMP-Stack
    Syzygy Deutschland GmbH, Bad Homburg bei Frankfurt am Main
  4. Operations Specialist (m/w) (Division Issuing)
    Wirecard Technologies GmbH, Aschheim near Munich

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Translate Community

    Nutzer sollen Google-Übersetzungen verbessern

  2. TWRP

    Custom Recovery für Android Wear vorgestellt

  3. Daimler

    Mit eigener Hacker-Gruppe gegen Sicherheitslücken

  4. Android Wear

    Tesla Model S mit der Smartwatch bedienen

  5. iFixit

    Amazon Fire Phone ist nur schlecht zu reparieren

  6. Entwicklerstudio

    Crytek räumt finanzielle Probleme ein

  7. M-net

    Über 390 Kilometer Glasfaserkabel verlegt

  8. Bioelektronik

    Pilze sind die besten Zellschnittstellen

  9. Deanonymisierung

    Russland bietet 83.000 Euro für Enttarnung von Tor-Nutzern

  10. MyGlass

    Google-Glass-App offiziell in Deutschland verfügbar



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Sony RX100 Mark III im Test: Klein, super, teuer
Sony RX100 Mark III im Test
Klein, super, teuer
  1. Custom ROM Sonys Bootloader einfacher zu entsperren
  2. Sony Xperia T3 kommt als Xperia Style für 350 Euro
  3. Auge als Vorbild Sony entwickelt gekrümmte Kamerasensoren

Oneplus One im Test: Unerreichbar gut
Oneplus One im Test
Unerreichbar gut
  1. Oneplus One Eigenes ROM mit Stock Android 4.4.4 vorgestellt
  2. Oneplus One-Update macht verkürzte Akkulaufzeit rückgängig
  3. Oneplus One könnte ab dem dritten Quartal vorbestellbar sein

Luftfahrt: Die Rückkehr der Überschallflieger
Luftfahrt
Die Rückkehr der Überschallflieger
  1. Verkehr FBI sorgt sich um autonome Autos als "tödliche Waffen"
  2. Steampunk High Tech trifft auf Dampfmaschine
  3. Aerovelo Eta Kanadier wollen mit 134-km/h-Fahrrad Weltrekord aufstellen

    •  / 
    Zum Artikel