Nokia-Chef Elop

"Nokia ist wie eine brennende Ölplattform" (Update)

Symbian ist nicht wettbewerbsfähig, Apple regiert im High-End-Bereich, Android erobert die Midrange, und Billighandys basieren weitgehend auf Mediatek-Chips und kommen aus China: So fasst Nokia-Chef Stephen Elop die aktuelle Marktsituation in einem von Engadget veröffentlichten internen Memo zusammen. Allerdings gibt es Zweifel an der Echtheit des Dokuments.

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Nokia-Chef Stephen Elop bereitet das Unternehmen auf die für Freitag angekündigte Bekanntgabe einer neuen Strategie und offenbar harte Einschnitte vor. In einem Memo an Nokias Mitarbeiter, das Engadget zugespielt wurde, vergleicht Elop Nokia mit einer brennenden Ölplattform: Man habe nur die Wahl, in den Flammen zu sterben oder den Sprung ins dunkle kalte Wasser zu wagen. So fasst Elop zusammen, was er in den vergangenen Monaten von Nokias Aktionären, Mobilfunknetzbetreibern, Entwicklern, Lieferanten und Mitarbeitern gehört hat.

Dabei gebe es mehr als eine Explosion, an vielen Stellen werde das Feuer geschürt. So habe die Konkurrenz Nokia schneller zugesetzt, als man jemals gedacht habe. Apple habe den Markt umgekrempelt, das Smartphone neu erfunden und Entwickler in sein geschlossenes, aber sehr mächtiges System gezogen.

Allerdings hat Nokia die Echtheit des Memos bislang nicht bestätigt. Laut Mark Guim, der das nicht offizielle Nokia-Blog schreibt, ist das Memo zumindest in Teilen echt und auf Elops internem Blog veröffentlicht worden. Anders sieht dies Blogger Tomi Ahonen, der seine Zweifel ausführlich darlegt.

Apple regiert den High-End-Bereich

Elop kritisiert das bisherige Nokia-Management scharf: 2008 habe Apple bei Telefonen für über 300 US-Dollar einen Marktanteil von 25 Prozent gehabt, 2010 seien es 61 Prozent gewesen. Dabei erfreue sich Apple eines enormen Ergebniswachstums von 78 Prozent im vierten Quartal 2010. Apple habe gezeigt, dass Kunden bereit seien, ein teures Telefon zu kaufen, wenn es denn gut designt sei. Apple habe das Spiel verändert und regiere heute im High-End-Markt.

Android erobert die Mid-Range

Hinzu komme Android, das innerhalb von zwei Jahren zu einer attraktiven Plattform für Entwickler, Mobilfunknetzbetreiber und Hardwarehersteller geworden sei. Android habe im High-End-Segment begonnen, erobere nun aber das mittlere Preissegment, und es werde nicht mehr lange dauern, bis die ersten Android-Smartphones für unter 100 US-Dollar auf den Markt kämen.

Chinesische Hersteller mit Mediatek-Chips im Low-End-Bereich

Und im unteren Preissegment biete Mediatek seit 2008 Referenzdesigns für Handychips an, mit denen chinesische Hersteller Telefone in unglaublicher Geschwindigkeit herstellen könnten. Diese Kombination produziere so rund ein Drittel der weltweit verkauften Telefone und jage Nokia Marktanteile in Schwellenländern ab.

Nokia hat wichtige Trends verpasst 

Blork 10. Feb 2011

und 100% der Apple Geräte nicht. Wenn ich mir das gehakel auf dem 3gs so anschaue oder...

IrgendeinNutzer 10. Feb 2011

Kann ich mir irgendwie sogar vorstellen xD

DER GORF 10. Feb 2011

Was? wohin denn? Äußere Mongolei?

morecomp 10. Feb 2011

Na ja, ganz so einfach war es dann doch nicht. Nokia hat das schon ganz schön auf die...

JimmyV 10. Feb 2011

Kein Mensch braucht einen Dual- oder Triple-Boot. Sowas wollen nur einige wenige...

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