Streitfall: Telekom will einheitlichen De-Mail-Domainnamen per Gesetz
(Abbildung: Deutscher Bundestag)

Streitfall

Telekom will einheitlichen De-Mail-Domainnamen per Gesetz

Die Konkurrenten Deutsche Telekom und Deutsche Post streiten sich um eine einheitliche De-Mail-Domain. Die Telekom fordert eine Festlegung im De-Mail-Dienste-Gesetz, das derzeit diskutiert wird.

Anzeige

Die Deutsche Telekom will, dass der Konkurrent Deutsche Post per Gesetz gezwungen wird, bei seinem rechtsverbindlichen E-Mail-Dienst ebenfalls den Begriff De-Mail zu verwenden. Heute fand im Innenausschuss des Bundestages eine öffentliche Anhörung zum Thema De-Mail-Dienste-Gesetzentwurf statt. Bei der Telekom und den United-Internet-Marken GMX und Web.de konnten sich Menschen für eine De-Mail-Adresse registrieren, um rechtsverbindliche elektronische Nachrichten, einen Identifizierungsdienst und eine gesicherte Onlinedokumentenablage nutzen zu können. Das konkurrierende rechtsverbindliche Produkt der Post ist der E-Postbrief. Beide Dienste sind kostenpflichtig.

Die einheitliche Domain mit dem Wortbestandteil De-Mail sei von Projektbeginn an ein wesentliches Sicherheits- und Erkennungsmerkmal der De-Mail gewesen, sagte Gert Metternich, Projektleiter für De-Mail bei der Telekom. Fiele dies im De-Mail-Dienste-Gesetz weg, könne jeder Anbieter seine Adressen frei gestalten. Die Menschen wären dann mit einer Vielfalt von rechtsverbindlichen Adressen konfrontiert, sagte Metternich.

Die Post habe ein Interesse an einer uneinheitlichen Domainregelung, war aus Branchenkreisen zu erfahren. Der Logistikkonzern versuche sein bisheriges Briefmonopol mit dem E-Postbrief auf die elektronische Welt zu übertragen. Gerade Mittelständler würden den Provider für rechtsverbindliche E-Mails nicht wechseln können, weil ohne einheitliche De-Mail-Domain damit ein kompletter Namenswechsel verbunden sei.

Auch der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) forderte eine "verbindliche einheitliche Kennzeichnung der De-Mail-Adressen". Die E-Mail-Adressen akkreditierter Diensteanbieter müssten sich eindeutig von denen nichtakkreditierter Diensteanbieter unterscheiden lassen, heißt es bei den Verbraucherschützern.

Deutsche-Post-Sprecher Uwe Bensien hält die Bezeichnung De-Mail in der "Mailadresse nicht für erforderlich. Das sollte den Unternehmen selbst überlassen sein", sagte Bensien Golem.de. Adressen und Kontonummern von Unternehmen würden sich ohnehin ständig ändern, ohne dass dies ein Problem darstelle.


GodsBoss 09. Feb 2011

Ob das alles so einfach wäre, wage ich zu bezweifeln. Verfassungsrichter haben eine...

Ferrum 08. Feb 2011

Man hat als Ahnungloser aber auch wenig andere Optionen um bestätigt zu werden, als...

Youssarian 08. Feb 2011

Nö. Werden sie nicht.

Kommentieren



Anzeige

  1. Software-Entwickler (m/w) Embedded Systems
    Gebrüder Frei GmbH & Co., Albstadt
  2. IT-Systemadministrator (m/w)
    teliko GmbH, Limburg
  3. Java Software Developer (m/w)
    afb Application Services AG, München
  4. SAP SD / CRM Inhouse Berater (m/w)
    Thalia Holding GmbH, Hagen

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Spiele-API

    DirectX-11 wird parallel zu DirectX-12 weiterentwickelt

  2. Streaming-Box

    Netflix noch im Herbst für Amazons Fire TV

  3. Schnell, aber ungenau

    Roboter springt im Explosionsschritt

  4. Urteil

    Foxconn-Arbeiter wegen iPhone-6-Diebstahl verhaftet

  5. Weniger Consumer-Notebooks

    Toshiba baut 900 Arbeitsplätze in der PC-Sparte ab

  6. XSS

    Cross-Site-Scripting über DNS-Records

  7. Venue 8 7000

    6-mm-Tablet wird mit Dell Cast zum Desktop

  8. HTML5-Videostreaming

    Netflix arbeitet an Linux-Unterstützung

  9. iPhone 6 und iPhone 6 Plus im Test

    Aus klein mach groß und größer

  10. Cloudflare

    TLS-Verbindungen ohne Schlüssel sollen Banken schützen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



DDR-Hackerfilm Zwei schräge Vögel: Mit Erotik und Kybernetik ins perfekte Chaos
DDR-Hackerfilm Zwei schräge Vögel
Mit Erotik und Kybernetik ins perfekte Chaos
  1. Zoobotics Vier- und sechsbeinige Pappkameraden
  2. Miraisens Virtuelle Objekte werden ertastbar
  3. Autodesk Pteromys konstruiert Papiergleiter am Computer

Rezension What If: Ein Highlight der Nerdkultur vom XKCD-Autor
Rezension What If
Ein Highlight der Nerdkultur vom XKCD-Autor
  1. Transistoren Rechnen nach dem Schmetterlingsflügel-Prinzip
  2. MIT-Algorithmus Wie rotiert Schrott in Schwerelosigkeit?
  3. Neues Verfahren Yale-Forscher formt Smartphone-Hüllen aus metallischem Glas

IMHO: Microsoft kauft sich einen Markt mit Klötzchen
IMHO
Microsoft kauft sich einen Markt mit Klötzchen
  1. Minecraft Microsoft kauft Mojang
  2. Minecraft Microsoft will offenbar Mojang kaufen
  3. Minecraft New-Gen-Klötzchenwelt mit 1080p und 60 fps

    •  / 
    Zum Artikel