Wettbewerbsverzerrung

China soll Huawei und ZTE finanziell unterstützen

Unterstützt der chinesische Staat einheimische Hardwarehersteller finanziell? Das will die Europäische Kommission herausgefunden haben. Die betroffenen Unternehmen bestreiten das.

Anzeige

Die Europäische Kommission wirft China Wettbewerbsverzerrung vor. Die Regierung in Peking unterstütze die beiden Telekommunikationsausrüster Huawei und ZTE unter anderem mit Krediten der Staatsbanken. Zu diesem Ergebnis seien Ermittler der Kommission gekommen, berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf einen internen Bericht der Kommission.

Ihre gegenwärtige gute Marktposition verdankten die beiden Unternehmen unter anderem staatlichen Finanzhilfen, sind sich westliche Experten sicher. ZTE beispielsweise habe, verglichen mit seinen Einnahmen, einen enormen Kreditrahmen, fanden die EU-Ermittler heraus. 2009 gewährten die staatlichen Banken China Development Bank und die chinesische Export-Import-Bank ZTE Kredite in Höhe von umgerechnet rund 18 Milliarden Euro bei Einnahmen von umgerechnet rund 6 Milliarden Euro.

Solche Hilfsmittel ermöglichten es Unternehmen, Geschäfte auf den Exportmärkten vor den Konkurrenten abzuschließen. Das Risiko trügen dabei die staatlichen Banken. Dadurch bekämen die chinesischen Unternehmen einen Vorteil gegenüber ihren Konkurrenten. ZTE und Huawei bestreiten jedoch eine finanzielle Förderung seitens der Regierung.

Die Europäische Kommission hatte die Untersuchung auf Grund der Beschwerde des belgischen Unternehmens Option eingeleitet. Option stellt Ausrüstung für die drahtlose Datenübertragung her. Wegen der Konkurrenz durch Huawei und ZTE sei der eigene Marktanteil in den letzten fünf Jahren immens gesunken, führte das Unternehmen an.

Option hat seine Beschwerde bei der EU jedoch im Oktober 2010 zurückgezogen, nachdem das Unternehmen eine Kooperation mit Huawei vereinbart hatte, in deren Zug Huawei Option Zahlungen in Höhe von rund 40 Millionen Euro zugesagt hat. Die Kommission will deshalb die Untersuchung vorzeitig beenden.


Sharra 04. Feb 2011

Hier wird auch so genug subventioniert. Allein die Kohlesubventionen an denen Deutschland...

Charles Marlow 03. Feb 2011

Muss wohl auch unter einem kommunistischen Regime stattgefunden haben.

antares 03. Feb 2011

Selbst für nichtinsider der branche ist es doch weit bekannt, welche verbindungen der...

Dirksen 03. Feb 2011

Richtig, und die USA refinanziert sich mit Geld aus China.Alleine das ist schon ein...

Alf Edel 03. Feb 2011

Ich lern' schon mal chinesisch...Ni hao... ;)

Kommentieren




Anzeige
  1. Software Ingenieur Safety (m/w)
    infoteam Software AG, Bubenreuth bei Erlangen oder Dortmund
  2. Akademische Räte / Rätinnen
    Universität Passau, Passau
  3. Softwareentwickler/in Java / JEE
    BBF GmbH, München
  4. Teamleiter Mainframe (m/w)
    ADAC e.V., München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Ventus

    Mit der Netzgemeinde gegen den Klimawandel

  2. Offline-Karten-App für Android

    Maps With Me Pro gratis in Amazons App-Shop

  3. Linux-Kernel

    P-States verringern Leistungsaufnahme auf Intel-CPUs

  4. Adobe

    Photoshop Express jetzt auch für Windows 8

  5. Browser

    Firefox blinkt nicht mehr

  6. Tallinn-Manual

    Regierung äußert sich zu Nato-Regeln zum Töten von Hackern

  7. Clark Asay

    Defensive Patente mit freier Software nicht vereinbar?

  8. Massenentlassung

    Überleben von Rapidshare steht infrage

  9. Razer Atrox

    Arcade- und Mod-Controller für die Xbox 360

  10. Opensuse

    Erster Milestone für Opensuse 13.1



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
In eigener Sache: Bitte schalte deinen Adblocker aus!
In eigener Sache
Bitte schalte deinen Adblocker aus!

Viele Nutzer betrachten Adblocker als legitime Notwehr gegen die aggressive Werbung im Netz. Für Websites wie Golem.de ist das ein großes Problem. Am Ende verlieren alle. Suche nach Auswegen aus dem Dilemma.

  1. In eigener Sache Golem.de und das Leistungsschutzrecht

Mikroblogging: Yahoo will Tumblr für 1 Milliarde US-Dollar kaufen
Mikroblogging
Yahoo will Tumblr für 1 Milliarde US-Dollar kaufen

Yahoo möchte wieder cool sein und will junge Nutzer gewinnen. Das Internetunternehmen verhandelt offenbar über den Kauf der Mikroblogging-Plattform Tumblr.

  1. Gimmick Neue Forbes-Printausgabe kommt mit WLAN-Router
  2. Microsoft Deutschland "Neue Mitarbeiter fragen nach Homeoffice-Möglichkeiten"
  3. Marissa Mayer Yahoo verbietet Homeoffice wegen sinkender Arbeitsmoral

Blackberry Z10 im Langzeittest: Tausche Android gegen Blackberry
Blackberry Z10 im Langzeittest
Tausche Android gegen Blackberry

Mit dem Z10 versucht Blackberry ein Comeback im Smartphone-Markt. Auch Android-Anwendungen lassen sich auf dem Gerät installieren. Golem.de-Autor Tobias Költzsch hat zwei Wochen lang sein Galaxy S3 gegen das Z10 getauscht und im Langzeittest überprüft, wie schwer ein Umstieg ist.

  1. Smartphones Blackberry Q5 im Juli, Blackberry 10.1 wird verteilt
  2. Blackberry-Chef "In fünf Jahren gibt es keine Tablets mehr"
  3. Zu erfolglos Yahoo schließt sieben Apps und Dienste

Zum Artikel