Abo
  • Services:
Anzeige
Ryanair: Onlinebuchung durch Dritte manipulierbar

Ryanair

Onlinebuchung durch Dritte manipulierbar

Mit Kenntnissen aus sozialen Netzwerken lassen sich Buchungsdaten bei Ryanair manipulieren und so Kosten beim Opfer verursachen. Ryanair sieht allerdings kein Problem, stuft Bedenken als "kompletten Müll" ein und sieht die Verantwortung beim Kunden.

Es braucht nur sehr wenige Daten, um bei Ryanair eine bereits getätigte Buchung zu manipulieren, hat der Tagesspiegel herausgefunden. Bei Ryanair gibt es zur Identifikation drei verschiedene Sicherheitsfragen, aus denen der Kunde wählen kann. Die dritte Option hat allerdings wenig mit Sicherheit zu tun. Alles was benötigt wird, sind Flugdatum, Abflug- und Ankunftsort und eine E-Mail-Adresse.

Anzeige

Solche Informationen sind auf vielfältige Art und Weise recherchierbar. Schon ein Gespräch mit einem Kollegen könnte diese Informationen zutage fördern. Die E-Mail-Adresse ist in der Regel kein Hindernis. Auch soziale Netzwerke und andere Bereiche, in denen offen über Urlaub gesprochen wird, genügen zur Informationsbeschaffung. Selbst wenn das genaue Datum nicht recherchierbar ist: Ein wenig ausprobieren dürfte helfen. Laut Tagesspiegel können bei der Billigfluggesellschaft so zusätzliche Kosten beim Opfer entstehen.

Kurios ist die Reaktion eines Ryanair-Sprechers. Er stufte Bedenken befragter Experten als "kompletten Müll" ein. Er bezieht sich auf ein Szenario, bei dem sich eventuell ein Exlebenspartner Zugang zu dem Buchungssystem verschafft. "Wenn sich ein verrückter Expartner Zugang zum Buchungssystem verschaffen will und für Vorzugsboarding oder Extragepäck zahlt, für eine Person, von der er sich gerade getrennt hat, dann haben die beiden eine Menge mehr Dinge, über die sie sich Sorgen machen sollten, als eine geänderte Flugbuchung", sagte der Sprecher dem Tagesspiegel.

Für Ryanair liegt die Verantwortung beim Kunden, das Unternehmen fasst schützenswerte Daten ziemlich weit. Das heißt im Endeffekt: Über Urlaub sollte der Verreisende in seinem Bekannten- oder Arbeitskreis nicht reden. Und wenn er darüber redet, sollte er möglichst nicht sagen, wohin und wann er reist. Auch dass der Reisende mit Ryanair fliegt, sollte er angesichts der Sicherheitsfragen nicht zugeben.

Eine Abschaffung der Sicherheitsfrage, die online einsehbar ist, dürfte einige Zeit in Anspruch nehmen. Juliane Heinrich, Sprecherin des Bundesdatenschutzbeauftragten, sagte dem Tagesspiegel: "Da Ryanair aber keine Niederlassung in Deutschland hat, obliegt die Aufsicht dem irischen Datenschutzbeauftragten". Die irische Datenschutzbehörde wolle sich des Falls annehmen, berichtet der Tagesspiegel.


eye home zur Startseite
format 04. Feb 2011

Schau, Oldschooler, Bouncy verteidigt Ryanair mit Händen und Füßen, warum auch immer...

format 02. Feb 2011

Das hat nicht der Sprecher von Ryanair gesagt, sondern das die Schlussfolgerung des...

Neuschwabenland 01. Feb 2011

Ryan Air ist wirklich das Letzte. Beweise wurden schon hier genug geschrieben. Ich...

Peer Sönlich 01. Feb 2011

Die Missbrauchsgefahr ist sicher eher gering. Aber wenn man sich anschaut, mit was für...

Keridalspidialose 01. Feb 2011

das ist wohl die Devise der Ryan-Air-Pfeifen. Und sie können es sich erlauben. Niemand...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. T-Systems International GmbH, Leinfelden-Echterdingen, Bonn, Bremen, Hamburg, München
  2. Robert Bosch GmbH, Abstatt
  3. Landeshauptstadt München, München
  4. IVU Traffic Technologies AG, Berlin, Aachen


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 349,99€

Folgen Sie uns
       

Anzeige
Whitepaper
  1. Mit digitalen Workflows Geschäftsprozesse agiler machen
  2. Globale SAP-Anwendungsunterstützung durch Outsourcing
  3. Sicherheitskonzeption für das App-getriebene Geschäft


  1. Eigengebote

    BGH verurteilt Preistreiber zu hohem Schadenersatz

  2. IDE

    Kdevelop 5.0 nutzt Clang für Sprachunterstützung

  3. Hybridluftschiff

    Airlander 10 landet auf der Nase

  4. Verschlüsselung

    Regierung will nun doch keine Backdoors

  5. Gesichtserkennung

    Wir fälschen dein Gesicht mit VR

  6. Yoga Tab 3 Plus

    Händler enthüllt Lenovos neues Yoga-Tablet

  7. Mobile Werbung

    Google straft Webseiten mit Popups ab

  8. Leap Motion

    Early-Access-Beta der Interaktions-Engine für VR

  9. Princeton Piton

    Open-Source-Chip soll System mit 200.000 Kernen ermöglichen

  10. BGH-Urteil

    Abbruchjäger auf Ebay missbrauchen Recht



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
8K- und VR-Bilder in Rio 2016: Wenn Olympia zur virtuellen Realität wird
8K- und VR-Bilder in Rio 2016
Wenn Olympia zur virtuellen Realität wird
  1. 400 MBit/s Telefónica und Huawei starten erstes deutsches 4.5G-Netz
  2. Medienanstalten Analoge TV-Verbreitung bindet hohe Netzkapazitäten
  3. Mehr Programme Vodafone Kabel muss Preise für HD-Einspeisung senken

Lernroboter-Test: Besser Technik lernen mit drei Freunden
Lernroboter-Test
Besser Technik lernen mit drei Freunden
  1. Landwirtschaft 4.0 Swagbot hütet das Vieh
  2. Künstliche Muskeln Skelettroboter klappert mit den Zähnen
  3. Cyborg Ein Roboter mit Herz

Mobilfunk: Eine Woche in Deutschland im Funkloch
Mobilfunk
Eine Woche in Deutschland im Funkloch
  1. Netzwerk Mehrere regionale Mobilfunkausfälle bei Vodafone
  2. Hutchison 3 Google-Mobilfunk Project Fi soll zwanzigmal schneller werden
  3. RWTH Ericsson startet 5G-Machbarkeitsnetz in Aachen

  1. Re: Wie sieht es denn mit rooten und Installation...

    KrasnodarLevita... | 18:08

  2. Re: Beschleunigung ist aber auch das einzige...

    tingelchen | 18:08

  3. Re: Das wird Konsequenzen haben

    Emulex | 18:07

  4. Re: Netzteil

    Sath | 18:03

  5. Na, macht doch

    tomatentee | 18:02


  1. 17:12

  2. 16:44

  3. 16:36

  4. 15:35

  5. 15:03

  6. 14:22

  7. 14:08

  8. 13:40


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel