Intel

Bug in Chipsätzen der Serie 6 für Sandy-Bridge-CPUs (Update)

Die Serie "Cougar Point" der Chipsätze für Intels neue Core-i-Prozessoren hat einen Fehler. Intel hat das Problem, durch das SATA-Geräte nicht richtig funktionieren können, nach eigenen Angaben bereits gefunden und gelöst. Es ist so schwerwiegend, dass das Unternehmen seine Umsatzprognose gesenkt hat.

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In einer technisch sehr knappen Mitteilung macht Intel die Öffentlichkeit auf einen Bug aufmerksam. Die Leistung der SATA-Ports der Serie-6-Chipsätze könne sich "mit der Zeit verschlechtern", heißt es darin. SATA-Geräte wie Festplatten würden dann nicht mehr korrekt arbeiten. Ob auch das Risiko eines Datenverlusts besteht, was wahrscheinlich ist, erklärt Intel nicht. Das Unternehmen will in Kürze weitere Details in einer Telefonkonferenz bekanntgeben.

Die direkten Kunden, also die Hersteller von PCs, hat Intel über den Fehler bereits informiert. Die Lösung des Problems besteht in neuen Chipsätzen - per Software ist der Fehler offenbar nicht zu beheben. Derzeit ist noch unklar, ob auch bereits verkaufte PCs mit Chipsätzen der Serie 6 zurückgerufen werden. Intel deutet das jedoch in seiner Stellungnahme an und will PC-Hersteller dabei unterstützen. Das Unternehmen hat die Produktion der fehlerhaften Bausteine bereits eingestellt und will Ende Februar 2011 korrigierte Versionen liefern. Das bisher erreichte Volumen der Produktion soll aber erst im April 2011 erneut erreicht werden.

Im ersten Quartal 2011 erwartet Intel eine Belastung des Umsatzes von 300 Millionen US-Dollar durch den Vorfall. Damit erwartet Intel im ersten Quartal 2011 einen Umsatz von 11,3 bis 12,1 Milliarden US-Dollar. Zuvor lag die Prognose bei 11,1 bis 11,9 Milliarden US-Dollar. Zu der Erhöhung kommt es durch den Abschluss der Übernahme der Mobile-Chipsparte von Infineon durch Intel. Dagegen sinkt die erwartete Bruttomarge von 64 auf 61 Prozent. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung steigen von 3,4 Milliarden US-Dollar auf 3,6 Milliarden US-Dollar.

Nachtrag vom 31. Januar 2011, 18:25 Uhr

Wie Intel im Rahmen einer Telefonkonferenz erläuterte, erwartet das Unternehmen zusätzlich zum Umsatzausfall von 300 Millionen US-Dollar noch Kosten von 700 Millionen US-Dollar für den Austausch der fehlerhaften Chipsätze. Wie der Umtausch ablaufen soll, klärt das Unternehmen derzeit mit den Herstellern von PCs und Mainboards. Diese müssen dazu auf jeden Fall den Chipsatz austauschen, der bei Cougar Point immerhin nur noch aus einem Baustein besteht.

Intel legte Wert auf die Feststellung, dass es sich um ein Problem mit dem Chipsatz, nicht um ein Problem mit dem Prozessor handelt - der nützt allerdings ohne einen Chipsatz der Serie 6 nichts, weil nur Intel die passenden Bausteine anbietet. Dennoch will Intel die Prozessoren weiter anbieten, die korrigierten Chipsätze kommen frühestens Ende Februar 2011 bei den PC-Herstellern an.

Wie Steve Smith, Leiter der PC-Client-Abteilung bei Intel, auf Nachfrage erklärte, ist dem Chiphersteller das Problem seit knapp zwei Wochen bekannt. Erst in der Nacht vor der Bekanntgabe des Fehlers hat sich Intel zu der ungewöhnlichen Aktion entschlossen.

Zwei der sechs SATA-Ports können verschleißen 

Himmerlarschund... 01. Feb 2011

Okay, danke. So eine Antwort hatte ich mir erhofft, da ich in dem Prozessor-Wirrwarr von...

Anonymster... 01. Feb 2011

Ich versteh die Pankik nicht. Es handelt sich um einen ziemlich kleinen Bug, da er nur...

Oberst 01. Feb 2011

Hallo, lies noch mal nach, denn du hast da was falsch verstanden: Entweder höhere...

pechspilz 01. Feb 2011

Von den bereits produzierten Mainboards mit fehlerhaftem Chipsatz werden bestimmt einige...

nate 01. Feb 2011

Exakt(*) genauso viel hat mein i7-2600 gekostet ... mit 3,4 GHz und ohne diesen schrägen...

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