Open-Source-Projekte

Aus Hudson wird Jenkins

Das Open-Source-Projekt Hudson soll künftig unter dem Namen Jenkins weiterentwickelt werden. Oracle hat darauf bestanden, die Namensrechte zu behalten.

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Das Open-Source-Projekt Hudson wird künftig auch unter dem Namen Jenkins weiterentwickelt. Bis zuletzt hatten die Entwickler um Projektgründer Kohsuke Kawaguchi noch versucht, Oracle davon zu überzeugen, dass der Name Hudson besser bei der neutralen Community aufgehoben sei. Oracle bestand darauf, die Namensrechte zu behalten.

In einer Abstimmung sprachen sich 214 Mitglieder dafür aus, das Projekt unter dem Namen Jenkins weiterzuführen. Lediglich 14 Entwickler sprachen sich für den Verbleib bei Oracle aus. Damit wird Jenkins auch de facto ein Fork der Software. Für die Übergangszeit soll ein Gremium eingerichtet werden, später sollen Wahlen für eine neue Leitung stattfinden. Dem Interimsgremium werden Dean Wu von Yahoo, Hudson-Erfinder Kohsuke Kawaguchi und Andrew Bayer angehören. Woo nimmt den Platz vom Oracle-Angestellten Winston Prakash ein, der eine entsprechende Einladung ablehnte.

Inwieweit die beiden Projekte sich technisch voneinander entfernen werden, bleibt abzuwarten. Oracle hat bereits erklärt, es wolle Hudson selbst weiterentwickeln: Der Konzern wolle nicht nur an den Namensrechten festhalten, sondern auch dafür sorgen, dass der Anwendungskern stabil und kompatibel zu den zahlreichen Plugins bleibe.

Zwar könne jeder, der die Kernbibliothek hudson-ci.war mit eigenen Plugins ausliefere, den Namen Hudson verwenden. Oracle werde aber darauf achten, dass hudson-ci.war konsistent und damit die Kompatibilität zu den Plugins gewährleistet bleibe. Sonst solle sich an der Handhabung des Projekts nichts ändern, schrieb Farrell. Oracle werde keine kostenpflichtige Version anbieten und weiterhin nur für den Support einen Obolus verlangen. Außerdem stehe es jedem frei, mit dem Quellcode ein eigenes Projekt zu gründen - aber nicht mit dem Namen Hudson, so Oracle-Vize Ted Farrell.


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