Google Street View: US-Bundesstaaten erheben keine Klage gegen Google

Google Street View

US-Bundesstaaten erheben keine Klage gegen Google

Die 40 US-Bundesstaaten und Google haben vereinbart, den Streit um die WLAN-Datensammlung außergerichtlich beizulegen. Google gibt zu, Daten unrechtmäßig gesammelt zu haben, muss diese aber nicht aushändigen.

Anzeige

Google wird sich in den USA nicht vor Gericht für die WLAN-Datensammlung bei Street-View-Fotofahrten verantworten müssen. Stattdessen wollen sich die US-Bundesstaaten unter der Führung von Connecticut außergerichtlich mit dem Unternehmen einigen. Das hat George Jepsen, Generalstaatsanwalt des Neuenglandstaates, bekanntgegeben.

Zugeben gegen Behalten

Im Zuge dieser Vereinbarung gibt Google zu, dass seine Fotofahrzeuge nicht nur die WLANs erfasst, sondern auch den Datenverkehr aufgezeichnet haben. Darunter waren auch Passwörter und E-Mails. Anders als von Jepsens Vorgänger Richard Blumenthal gefordert, muss Google die Daten jedoch nicht aushändigen. Obwohl der scheidende Google-Chef Eric Schmidt das zugesagt hatte, weigerte sich Google.

  • Was steckt drin? Googles Fotofahrzeuge werden auf der Cebit 2010 von Künstlern verziert. (Foto: wp)
  • Nicht nur Fotos gemacht: Datenerfassungseinrichtung auf dem Dach (Foto: wp)
  • Google-Street-View-Logo auf einem der Autos (Foto: wp)
Was steckt drin? Googles Fotofahrzeuge werden auf der Cebit 2010 von Künstlern verziert. (Foto: wp)

Die US-Bundesstaaten wollen nun mit Google über eine Lösung der Angelegenheit verhandeln. Die Vereinbarung bedeute, dass beide Parteien ohne ein langwieriges und teures Gerichtsverfahren eine Einigung aushandeln könnten, erklärte Jepsen, fügte aber hinzu, die Koalition der US-Bundesstaaten werde dennoch vor Gericht ziehen, wenn sie auf dem Verhandlungswege zu keiner befriedigenden Einigung mit Google kämen.

Jepsen statt Blumenthal

Jepsen leitet inzwischen als Generalstaatsanwalt von Connecticut die Ermittlung von 40 US-Bundesstaaten gegen Google wegen der WLAN-Datensammlung. Diese hatte sein Amtsvorgänger Blumenthal im Juni vergangenen Jahres eingeleitet. Blumenthal ist inzwischen Senator von Connecticut geworden.

In einigen Ländern wurden die Ermittlungen wegen der WLAN-Datensammlung schnell eingestellt, etwa in Großbritannien. Auch die für Wettbewerbs- und Verbraucherschutz zuständige US-Behörde Federal Trade Commission hatte Google schnell entlastet. Verfahren laufen derzeit noch unter anderem in Deutschland, Frankreich und Südkorea. In den USA prüft die Federal Communication Commission, ob Google Bundesrecht verletzt hat. Im US-Bundesstaat Kalifornien ist zudem eine Sammelklage anhängig. Google will seine Fotofahrzeuge hierzulande in Kürze wieder auf die Reise schicken.


Mario Hana 31. Jan 2011

Bei den Daten handelt es sich um Fragmente aus ungesicherten WLANs. Damit ist kein Geld...

CoreEdge 31. Jan 2011

So blöd sind sie bestimmt nicht. Aber es geht ja um Google, da drückt man halt mal ein...

Charles Marlow 31. Jan 2011

Ausverkauf des Gemeinwohls = "Freie Marktwirtschaft"

Kommentieren



Anzeige

  1. Elektronik Ingenieur FPGA Design (m/w)
    NDT Global GmbH & Co. KG, Stutensee
  2. Systemadministrator/in
    Studentenwerk im Saarland e.V., Saarbrücken
  3. Bioinformatiker / Informatiker (m/w) molekulargenetische Diagnostik
    BIOSCIENTIA Institut für Medizinische Diagnostik GmbH, Ingelheim am Rhein
  4. Technischer Support (m/w) Schwerpunkt Netzwerktechnik
    WELOTEC, Laer

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Quartalsbericht

    Apples iPad-Absatz geht erneut zurück

  2. Apple

    Das ist neu in iOS 8.1

  3. Same Day Delivery

    Ebay-Zustellung am selben Tag startet in Berlin

  4. Datendiebstahl

    Manipulierte Dropbox-Seiten phishen nach Mailaccounts

  5. Traktorstrahl

    Hin und zurück durch die Laserröhre

  6. Personalmarkt

    Welche IT-Fachkräfte im Jahr 73.400 Euro verdienen

  7. Wearables

    Microsofts Smartwatch soll bald kommen

  8. Eric Anholt

    Raspberry-Pi-Grafiktreiber erlaubt fast stabiles X

  9. Smartphone-Prozessor

    Der Exynos 5433 ist Samsungs erster 64-Bit-Chip

  10. Familien-Option

    Spotify lässt bis zu fünf Nutzer parallel Musik hören



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Dell Latitude 12 Rugged Extreme im Test: Convertible zum Fallenlassen
Dell Latitude 12 Rugged Extreme im Test
Convertible zum Fallenlassen
  1. Lenovo Neues Thinkpad Helix wird dank Core M lüfterlos
  2. PLA, ABS und Primalloy 3D-Druckermaterial und M-Discs von Verbatim
  3. Samsung Curved Display Gebogener 21:9-Monitor für PCs

Kazam Tornado 348 ausprobiert: Das dünnste Smartphone der Welt hat ein versichertes Display
Kazam Tornado 348 ausprobiert
Das dünnste Smartphone der Welt hat ein versichertes Display

OS X 10.10: Yosemite ist da
OS X 10.10
Yosemite ist da
  1. Betriebssystem Apple bringt dritte öffentliche Beta von OS X 10.10
  2. Apple OS X Yosemite - die zweite öffentliche Beta ist da
  3. Apple verkraftet Ansturm nicht OS X Yosemite - die öffentliche Beta ist da

    •  / 
    Zum Artikel