WHATWG

Auf HTML5 folgt HTML

Während das W3C HTML5 fertigstellt, arbeitet die von Mozilla, Opera und Apple gegründete WHATWG bereits an dessen Nachfolger - der jetzt einen neuen Namen trägt: Aus HTML5 wurde HTML.

Anzeige

HTML5 wird vermutlich die letzte HTML-Version sein, die eine Versionsnummer trägt. Stattdessen soll die Spezifikation zu einem "lebendigen Dokument werden", das die sich weiterentwickelnde Technik definiert. Das zumindest ist die Auffassung der Web Hypertext Application Technology Working Group (WHATWG), die die Entwicklung von HTML5 angeschoben hat und zusammen mit dem W3C daran arbeitet.

Derzeit arbeiten beide an der Fertigstellung einer Version von HTML5, die die WHATWG als "Snapshot von HTML5" bezeichnet. Denn nach Ansicht der WHATWG ist HTML5 noch lange nicht komplett. Sie arbeitet weiter an neuen Funktionen für HTML5, die bisher in die HTML5-Spezifikation der WHATWG einflossen.

WHATWG arbeitet an neuen HTML-Funktionen

So unterscheidet sich die HTML5-Spezifikation der WHATWG von der des W3C, denn während die WHATWG an neuen Funktionen arbeitet, geht es dem W3C darum, die eigene Version zu stabilisieren. So findet sich in der HTML-Spezifikation der WHATWG beispielsweise das neue Element device, das Webapplikationen Zugriff auf ein Gerät gewährt, beispielsweise eine integrierte Kamera. Das neue Attribut ping ist für Hyperlink-Auditing gedacht. Damit lassen sich URLs festlegen, die angepingt werden, wenn ein Nutzer auf einen Link klickt.

Auch das Format WebVTT (Web Video Text Tracks) ist Teil der Spezifikation. Damit sollen beispielsweise externe Untertitel eingebunden werden. Hinzu kommen Regeln, um HTML in Atom umzuwandeln und die Funktion cssElementMap.

WHATWG: Unsere HTML-Spezifikation hat den höchsten Reifegrad

Ihrem veränderten Entwicklungsmodell und der Wandlung der Spezifikation hin zu einer "lebendigen Dokument" will die WHATWG nun mit zwei formellen Änderungen Rechnung tragen: Zum einen bekommt die Spezifikation einen neuen Namen. Wurde sie bislang weiter unter dem Namen HTML5 geführt, so heißt sie ab sofort nur noch HTML und ist unter whatwg.org/html zu finden. Daneben wird auch die Spezifikation Web Applications 1.0 weitergepflegt, die die HTML-Spezifikation sowie einige ergänzende APIs umfasst, beispielsweise Web Storage, Web Workers und Server-Sent Events.

Zum anderen betrachtet die WHATWG ihre HTML-Spezifikation nun offiziell als "lebendigen Standard", nicht mehr nur als Entwurf (Draft). Die Spezifikation sei reifer als jede andere HTML-Spezifikation, erklärte die WHATWH. Zugleich verkündet sie damit endgültig den Abschied vom Snapshot-Modell mit gelegentlichen "Call for Comments" und "Call for Implementations".

Praktische Auswirkungen sollen die formalen Änderungen nicht haben, denn die WHATWG arbeitet schon seit Jahren nach dem neuen Modell. Die Namensänderung von HTML5 zu HTML soll ursprünglich schon im vergangenen Jahr stattfinden, da der Begriff HTML5 aber weiterhin von vielen genutzt wurde, verschob man die Umbenennung. Dass sie jetzt erfolgt, begründet Google-Mitarbeiter Ian Hickson, der sowohl die HTML-Spezifikation der WHATWG als auch die HTML5-Spezifikation des W3C pflegt, damit, dass der Begriff HTML5 mittlerweile für alles verwendet werde, was mit Webstandards zu tun hat. Daher sei es Zeit, einen Schritt weiter zu gehen.


WinNT 21. Jan 2011

nicht vergessen: 7 ist ja eigentlich auch NT 6.1 ;)

IE6 20. Jan 2011

Nö, das Problem sind die Kunden, die immernoch denken, Seiten könne man sich über...

jorad 20. Jan 2011

HTML 5 ist auch (noch) kein Standard und es werden immer wieder neue tags hinzugefügt und...

Ackermann 20. Jan 2011

falls es überhaupt je ersetzt werden sollte. die fortschrittlichen Apple User üben sich...

crash 20. Jan 2011

HTML!=Aussehen, das macht CSS.

Kommentieren


Technical-Life / 24. Jan 2011

HTML(5): Gesicht gegen Namen



Anzeige
  1. Fachinformatiker Multimedia (m/w)
    CT Creative Technology GmbH & Co. KG, Nürtingen
  2. Head of Development (m/w)
    aboutbooks GmbH, München
  3. SAP Modulbetreuer mit dem Schwerpunkt Logistik (m/w) Betriebswirtschaftliche Systeme
    CQLT SaarGummi Deutschland GmbH, Wadern-Büschfeld
  4. Akademische Räte / Rätinnen
    Universität Passau, Passau

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Sailfish-Smartphone

    Jolla stellt "The Other Half" vor

  2. Internet und Krieg

    Wenn Social Networks zum Schützengraben werden

  3. Instant Messenger

    Whatsapp in Deutschland immer beliebter

  4. Milliarden-Deal

    Yahoo kauft Blogging-Plattform Tumblr

  5. Electronic Arts

    Leitender EA-Entwickler bezeichnet Wii U als "Mist"

  6. Apple-Zulieferer

    Wieder drei Suizide bei Foxconn

  7. Cast AR

    Gefeuerte Valve-Entwickler zeigen Räumliche-Objekte-Brille

  8. Ventus

    Mit der Netzgemeinde gegen den Klimawandel

  9. Offline-Karten-App für Android

    Maps With Me Pro gratis in Amazons App-Shop

  10. Linux-Kernel

    P-States verringern Leistungsaufnahme auf Intel-CPUs



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Opensuse: Erster Milestone für Opensuse 13.1
Opensuse
Erster Milestone für Opensuse 13.1

Die Entwicklung von Opensuse 13.1 beginnt mit einigen Paketupdates. Bis November will das Team komplett auf Sysvinit verzichten können und GCC 4.8 als Standard-Compiler verwenden.

  1. Wayland KWin läuft in Weston-Compositor
  2. Linux Freie ARM-GPU-Treiber auf holprigem Weg
  3. Gnome 3.8 im Test Alt und Neu passt nur schwer zusammen

Bundestags-LAN: Rösler will Spiele-Champions
Bundestags-LAN
Rösler will Spiele-Champions

Wirtschaftsminister Rösler bekennt sich bei einer Gaming-Veranstaltung im Bundestag ausdrücklich zu Großproduktionen aus Deutschland - und erzählt, welchen Heimcomputer-Klassiker er als Jugendlicher hatte.

  1. Apple-Patentantrag Blitzen im sozialen iPhone-Verbund
  2. Verfassungsgericht Anti-Terror-Datei ist in Teilen verfassungswidrig
  3. 2. Politiker-LAN Der Bundestag spielt wieder

Larry Page: "Microsoft will uns ausnutzen"
Larry Page
"Microsoft will uns ausnutzen"

Larry Page hat sich darüber beschwert, dass Microsoft bei Chatprogrammen kleingeistig sei, und sich für Interoperabilität eingesetzt. "Das ist wirklich traurig, so ist kein Fortschritt möglich", sagte er auf der Entwicklerkonferenz Google I/O.

  1. Google-Chef Larry Page leidet an einer Stimmbandlähmung
  2. Eric Schmidt Google Glass kommt später
  3. Multiscreen-Welt Google macht 3,35 Milliarden US-Dollar Gewinn

Zum Artikel