Abo
  • Services:
Anzeige
Molekülfilm: Berliner Forscher filmen Nanostrukturen

Molekülfilm

Berliner Forscher filmen Nanostrukturen

Berliner Wissenschaftler haben ein Verfahren entwickelt, um Bilder mit einem Abstand von wenigen Femtosekunden aufzunehmen. So soll es möglich sein, Prozesse im Nanobereich zu filmen.

Forscher haben eine Methode entwickelt, um Vorgänge im Nanobereich zu filmen. Da die aufgenommenen Objekte nicht nur sehr klein sind, sondern die Vorgänge auch nur wenige Femtosekunden dauern, ist es sehr schwierig, sie filmisch festzuhalten. Das erfordert neben einer sehr starken Vergrößerung auch extrem kurze Belichtungszeiten. Den Wissenschaftlern des Berliner Helmholtz-Zentrums für Materialien und Energie (HZB) und der Technischen Universität Berlin (TUB) ist es gelungen, Bilder im Abstand von 50 Femtosekunden aufzunehmen.

Anzeige

Überlagerte Bilder

In einer so kurzen Zeit ist es möglich, mit einem ultrakurzen Lichtblitz ein Bild aufzunehmen. Mehrere Bilder aufzunehmen, ist unmöglich, da diese sich dann auf dem Detektor überlagern und undeutlich sind. Den Detektor zwischen zwei Bildern auszutauschen, ist wegen der schnellen Bildfolge nicht möglich. Deshalb ließen sich die Berliner Forscher um Projektleiter Stefan Eisebitt etwas anderes einfallen: Sie nahmen mit Hilfe eines Röntgenhologramms als Detektor zwei Bilder gleichzeitig auf und rekonstruierten anschließend die einzelnen Abbildungen.

Dazu werden zunächst die Röntgenpulse in zwei separate Lichtblitze aufgeteilt: Ein Lichtblitz wird umgeleitet, so dass er minimal später auf das abzubildende Objekt trifft. So entstehen zwei überlagerte Hologramme. Die Position der Bilder zum abgebildeten Objekt ist jedoch verschieden - je nachdem, von welchem Lichtblitz sie erzeugt wurden. Das nutzten die Forscher, um die Einzelbilder zu rekonstruieren: Sie ordneten jedes Bild dem passenden Lichtblitz zu und erhielten so eine zeitlich richtige Abfolge der Bildsequenz.

Kurzfilm über Mini-Brandenburger-Tor

Eisebitt und seine Kollegen haben ihre Methode am Deutschen Elektronensynchrotron (Desy) in Hamburg getestet. Dort nahmen sie mit dem Röntgenlicht des Lasers Flash-Bilder eines Modells des Brandenburger Tors im Mikroformat im Abstand von 50 Femtosekunden auf. Ihre Ergebnisse haben sie im britischen Fachmagazin Nature Photonics beschrieben.

Ziel des Projektes war es, ein Verfahren zu entwickeln, mit dem sich sehr kleine Objekte mit einer sehr hohen zeitlichen Auflösung aufnehmen lassen. Das ermögliche es langfristig, die Bewegung von Molekülen und Nanostrukturen in Echtzeit zu verfolgen, erklärt Eisebitt. So soll beispielsweise sichtbar gemacht werden können, wie sich ein Molekül bei einer chemischen Reaktion verhält. Von solchen Aufnahmen erhoffen sich Wissenschaftler ein besseres Verständnis fundamentaler Vorgänge der Naturwissenschaften.


eye home zur Startseite
triple 31. Jan 2011

Nanotechnlogie wird in Zukunft wohl eine enorme Rolle spielen in der Computertechnik...

Forge 12. Jan 2011

yup. Wenn man weiß wonach man sucht sollte das recht "einfach" sein. Geht mit etwas...

differenzieren 12. Jan 2011

Schon eine Glasfaser differenziert das weiße Blitzlicht durch Laufzeitunterschiede in...

Forscher 12. Jan 2011

Dein Link hat mal gar nix mit dem im Artikel genannten Verfahren zu tun. Schon die...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. regiocom consult GmbH, Magdeburg
  2. über Robert Half Technology, Berlin
  3. Vodafone Kabel Deutschland GmbH, Raum Hamburg, Flensburg, Kiel, Lübeck, Rostock (Home-Office)
  4. Robert Bosch GmbH, Leonberg


Anzeige
Top-Angebote
  1. 4,99€
  2. 299,90€ (UVP 649,90€)
  3. und bis zu 40 Euro Sofortrabatt erhalten

Folgen Sie uns
       


  1. Leistungsschutzrecht

    Oettingers bizarre Nachhilfestunde

  2. Dating-Portal

    Ermittlungen gegen Lovoo werden eingestellt

  3. Huawei

    Mobilfunkbetreiber sollen bei GBit nicht die Preise erhöhen

  4. Fuze

    iPhone-Hülle will den Klinkenanschluss zurückbringen

  5. Raspberry Pi

    Bastelrechner bekommt Pixel-Desktop

  6. Rollenspiel

    Koch Media wird Publisher für Kingdom Come Deliverance

  7. Samsung

    Explodierende Waschmaschinen sind ganz normal

  8. USB Audio Device Class 3.0

    USB Audio over USB Type-C ist fertig

  9. HY4

    Das erste Brennstoffzellen-Passagierflugzeug hebt ab

  10. Docsis 3.1

    Erster Betreiber versorgt alle Haushalte im Netz mit GBit/s



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Canon vs. Nikon: Superzoomer für unter 250 Euro
Canon vs. Nikon
Superzoomer für unter 250 Euro
  1. Snap Spectacles Snapchat stellt Sonnenbrille mit Kamera vor
  2. MacOS 10.12 Fujitsu warnt vor der Nutzung von Scansnap unter Sierra
  3. Bildbearbeitungs-App Prisma offiziell für Android erhältlich

Swift Playgrounds im Test: Apple infiziert Kinder mit Programmiertalent
Swift Playgrounds im Test
Apple infiziert Kinder mit Programmiertalent
  1. Asus PG248Q im Test 180 Hertz erkannt, 180 Hertz gebannt

MacOS 10.12 im Test: Sierra - Schreck mit System
MacOS 10.12 im Test
Sierra - Schreck mit System
  1. MacOS 10.12 Sierra fungiert als alleiniges Sicherheitsupdate für OS X
  2. MacOS Sierra und iOS 10 Apple schmeißt unsichere Krypto raus
  3. Kaspersky Neue Malware installiert Hintertüren auf Macs

  1. Re: Kein USB und Audio vorne?

    plutoniumsulfat | 22:17

  2. Re: Gmail auf dem letzten Platz...

    fuchsbaerga@web.de | 22:14

  3. Re: Ferngesteuert durch Lobbyisten / seinem Stab

    Seismoid | 22:13

  4. Re: Ubisoft

    eXXogene | 22:12

  5. Re: Lobbyarbeit verbieten

    plutoniumsulfat | 22:11


  1. 18:17

  2. 17:39

  3. 17:27

  4. 17:13

  5. 16:56

  6. 16:41

  7. 15:59

  8. 15:20


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel