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Europeana: Berater drängen EU zur Digitalisierung von Kulturgütern

Europeana

Berater drängen EU zur Digitalisierung von Kulturgütern

Das Beratergremium Ausschuss der Weisen hat die EU-Mitglieder dazu gedrängt, Bestände ihrer Bibliotheken und Museen zu scannen und über die Europeana zugänglich zu machen. In seinem Bericht hat das Gremium Empfehlungen zur Digitalisierung ausgesprochen.

Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union sollen sich stärker darum bemühen, ihre Kulturschätze zu digitalisieren und online zugänglich zu machen. Diese Forderung hat der Ausschuss der Weisen in seinem Bericht The New Renaissance aufgestellt, den er heute den EU-Kommissarinnen Neelie Kroes und Androulla Vassiliou überreicht hat.

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Mehr finanzielle Mittel

Die Mitgliedstaaten sollen dafür sorgen, dass die Bestände von Bibliotheken, Archiven und Museen digitalisiert werden. Ziel sei, dass die Mitgliedstaaten die öffentlich zugänglichen Meisterwerke bis 2016 über die europäische digitale Bibliothek Europeana zugänglich machen. Dazu müssten sie allerdings erheblich mehr finanzielle Mittel bereitstellen als bisher.

Bei der Digitalisierung sollten die staatlichen Institutionen mit Partnern aus der Wirtschaft zusammenarbeiten, empfiehlt das dreiköpfige Gremium. Solche öffentlich-privaten Partnerschaften sind in diesem Bereich nicht ungewöhnlich. So scannt Google beispielsweise im Auftrag des italienischen Kulturministeriums Teile der Bestände der Nationalbibliotheken in Rom und Florenz. Wichtig sei hier, dass die Vereinbarungen mit den Unternehmen nicht ausschließlich sind.

Vergriffene Werke wieder zugänglich machen

Digitalisiert werden sollen vor allem vergriffene Bücher, damit diese Lesern wieder zugänglich sind. Diese zu scannen, sei Aufgabe der Rechteinhaber. Weigerten diese sich jedoch, sollen Kulturinstitutionen die Möglichkeit haben, die Werke ihrerseits zu digitalisieren und diese - gegen eine Vergütung für die Rechteinhaber - ins Netz zu stellen. Ein Problem stellen dabei die sogenannten verwaisten Werke dar. Das sind urheberrechtlich geschützte Bücher, deren Rechteinhaber nicht ermittelt werden können. Hier solle die EU sobald wie möglich Regeln schaffen.

Der Ausschuss der Weisen besteht aus Maurice Lévy, Chef des französischen Werbeunternehmens Publicis, Elisabeth Niggemann, Generaldirektorin der Deutschen Nationalbibliothek, und Jacques De Decker, Schriftsteller und Ständiger Sekretär der belgischen Königlichen Akademie der französischen Sprache und Literatur. Das Gremium sollte im Auftrag der EU-Kommission prüfen, wie die kulturellen Schätze Europas online zugänglich gemacht werden können. Die Empfehlungen sollen in der Digitalen Agenda für Europa berücksichtigt werden.

Die Kulturgüter im Internet zu veröffentlichen, bringe " nicht nur die reiche Geschichte und Kultur Europas zur Geltung", sagte Kroes. Es eröffne auch Chancen bei Bildung und Innovation und könne neue wirtschaftliche Betätigungsfelder schaffen.

Androulla Vassiliou ist die Kommissarin für Bildung und Kultur. Neelie Kroes ist Vizepräsidentin der Europäischen Kommission und Kommissarin für Digitale Agenda.


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bib 11. Jan 2011

Auch wenn es schade ist die Werke nicht mehr im Original nutzen zu könne, hätte man bei...

redwolf_ 11. Jan 2011

Ziel war es einen Staat zu errichten, der die Gräuel der Vergangenheit ausschließt. Dabei...

LockerBleiben 11. Jan 2011

Natürlich nicht kostenlos und aus reiner Menschenliebe. Vom Grundgedanken her ist die...

Golem247265 11. Jan 2011

q.e.d. kein text

Egaler gehts nicht 11. Jan 2011

Rechte gegen den Willen der Bevölkerung. "Digitalisiert werden sollen vor allem...



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