Ausprobiert

Microsofts Multitouch-Maus mit Apple-Magie

Apple machte es mit der Magic Mouse vor: Sie hat eine Mausoberfläche, die auf separate Tasten und ein Scrollrad verzichten kann. Microsofts Multitouch-Maus funktioniert ähnlich und erleichtert vor allem die Bedienung von Windows 7.

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Microsofts drahtlos arbeitende Multitouch-Maus trägt den einfachen Namen Touch Mouse. Sie besitzt nur eine einzelne Maustaste und weder ein Scrollrad noch einen Scrollball. Die Funktionen anderer Tasten, das Scrollen und weitere Funktionen werden über eine Touchoberfläche realisiert. Was der Nutzer auf der Maus mit seinen Fingern macht, wird vom Treiber entsprechend interpretiert. Da der Touchbereich der Maus leicht angeraut ist, weiß der Nutzer, wo seine Finger interpretiert werden.

Ein Finger

Um die Maustaste für das Kontextmenü zu drücken, muss der Finger für die primäre Maustaste angehoben werden. Andernfalls wird ein Klick als Primärklick erkannt, bei den meisten Anwendern also als linke Maustaste. Ein Umschalten auf Linkshänderbetrieb ist möglich. Daran gewöhnen sich die Anwender in der Regel recht schnell. Wer das von Apples Magic Mouse kennt, kommt damit sofort zurecht.

Durch diese Art der Bedienung ist das Drücken von zwei Maustasten gleichzeitig allerdings nicht möglich. Für Spieler ist die Maus damit nur bedingt geeignet. Und auch Nutzer des Opera-Browsers, die sich etwa mit zwei gedrückten Maustasten vor- und zurückbewegen, müssen sich umgewöhnen. Stattdessen kann aber einfach die Vor- und Zurückgeste benutzt werden. Mit dem Daumen wird seitlich an der Maus vor- und zurückgewischt. Das funktionierte beim Testen ziemlich gut.

Single- und Multi-Wisch

Richtig interessant wird die Touch Mouse aber erst bei Multitouch und beim Scrollen. Scrollen ist sehr einfach: Wird der Finger über die angeraute Oberfläche bewegt, verschiebt sich der Bildschirminhalt, sofern er gescrollt werden kann. Mit zwei Fingern werden Gesten bezogen auf das aktive Fenster durchgeführt. Ein Wisch nach oben maximiert ein Fenster. Ein Zweifingerwisch nach unten verkleinert es und nochmaliges Wischen lässt es in der Taskleiste verschwinden.

Wischen nach rechts und links ist ebenfalls möglich. Dann wird ein Fenster an der Seite mit halber Größe angedockt. Wer nochmals in die gleiche Richtung mit zwei Fingern wischt, lässt das Fenster auf der anderen Seite andocken. Diese Interpretation spart einen Wischvorgang, falls der Nutzer das Fenster auf die andere Seite schieben will. Auf dem Rückweg wird das Fenster nämlich zwischendurch wieder auf Normalgröße gebracht.

Wichtig ist es dabei, den Fokus auf dem richtigen Fenster zu haben. Kontextbezogenes Multitouch beherrscht die Maus nicht. Hier sind Unterschiede zu Mac OS X zu erkennen, wo nicht immer für Interaktionen der Fokus auf dem jeweiligen Fenster liegen muss.

Wischen mit drei Fingern 

gouranga 14. Jan 2011

Schade, dass ich das nicht damals wusste, als die Dinger so im Laden rumlagen. Ich dachte...

Der Kaiser! 12. Jan 2011

Wie meinst du das mit dem "Raster"?

Bady89 11. Jan 2011

Kann ich Absolut bestätigen Ich hab meinen PC selber zusammen gestellt und gebaut. Mein...

bananensaft 11. Jan 2011

Nee. Dann muss ich zum Bedienen des Scrollrades den Zeigefinger bewegen. Zuviel Aufwand...

HerrKuh 11. Jan 2011

Die Maus ist auch nicht dazu da, um die Handfläche darauf abzulegen. Das machen...

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