Seltene Erden

Steigende Preise und Lieferengpässe für IT-Produkte erwartet

Die in Deutschland aktiven IT-Konzerne befürchten wegen der jüngsten Exportbeschränkungen Chinas für Seltene Erden eine Verteuerung und Verknappung ihrer Produkte. Sie suchen nach Auswegen durch besseres Recycling und alternative Materialien.

Anzeige

Der IT-Branchenverband Bitkom hat dazu aufgefordert, die Abhängigkeit von China bei Seltenen Erden wie Europium, Lanthan und Neodym zu überwinden. "Die Hersteller müssen sich mit steigenden Rohstoffpreisen und längeren Lieferzeiten auseinandersetzen", sagte Verbandschef August-Wilhelm Scheer. Kaum ein IT-Produkt könne ohne Seltene Erden hergestellt werden. Die künstliche Verknappung könne zu Preissteigerungen und Lieferengpässen bei stark nachgefragten Geräten führen, erklärte Scheer.

China will die Exportquoten für Seltene Erden im ersten Quartal von 2011 um 35 Prozent senken und die Exportsteuern auf die Rohstoffe erhöhen. Außerdem will die Regierung den illegalen Abbau von Seltenerdmetallen im Land bekämpfen. Über 50 Prozent der auf dem internationalen Markt erhältlichen Seltenen Erden sollen aus illegalen Bergwerken kommen. Laut einem Bericht der staatlichen Tageszeitung China Daily sollen in diesem Jahr die Umweltauflagen für die Gewinnung von Seltenerdmetalle erhöht werden. Auch die Standards für die Schadstoffbelastung der Minenarbeiter würden angehoben. Die Betreiber hätten aber zwei bis drei Jahre Zeit für die Umstellung, sagte Huang Xiaowei, Vizechef des National Engineering Research Center for Rare Earth Materials. China verfüge über 30 Prozent der Weltreserven für Seltene Erden.

Die Seltenen Erden umfassen 17 chemische Elemente wie Europium, Lanthan und Neodym und kommen zu mehr als 95 Prozent aus China, hauptsächlich aus der Provinz Innere Mongolei. Sie werden in Computern, Flachbildfernsehern, Handys, Solarzellen, Batterien und anderen Geräten eingesetzt. In den vergangenen sechs bis zwölf Monaten hätten sich die Preise der meisten Seltenerdmetalle vervielfacht, erklärte der Bitkom.

Der Bitkom forderte verstärkte Anstrengungen im Recycling, spezielle Forschungsprogramme für Ersatzstoffe und bessere Verbindungen zu alternativen Förderländern wie Indien und Vietnam.

Die Verwertung von Elektronikschrott müsse verbessert werden. Trotz des seit Jahren bestehenden bundesweiten Rücknahmesystems für Altgeräte würde immer noch viel "in den Hausmüll geworfen oder auf dunklen Wegen ins Ausland verschifft". Nötig seien aber lückenlose Recyclingkonzepte. Auch die Entwicklung alternativer Materialien mit vergleichbaren Eigenschaften sei wichtig.

Die Seltenen Erden sind auch Thema beim Besuch von Chinas Vizepremier Li Keqiang in Berlin, der am 7. Januar 2011 Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) trifft.


einmaleins 10. Jan 2011

er meint er kauft 1 mal 1 Produkt um 100,- anstatt 3 mal um 50,- (150,-)

einselflord 09. Jan 2011

Wir haben aber die bessere Moral!!!einself

BitteEinBit 08. Jan 2011

Vielleicht haben die Bitkomesen die Chinesen aufgefordert den Milchkonsum...

IckeDicke 08. Jan 2011

Ähm, und was bitteschön hat die Stahlproduktion mit den seltenen Erden zu tun ? Ihr...

lhclhxlgxlxz 08. Jan 2011

Bei managern ist das gehalt für 5 jahre sicher und die dicke pension auch. Also sind...

Kommentieren




Anzeige

  1. Junior Fleet IT Systems Manager (m/w)
    TUI Cruises GmbH, Hamburg
  2. Quality Assurance Engineer / Rollout and System Integration (m/w)
    PAYBACK GmbH, München
  3. Java Entwickler (m/w)
    Siemens AG, Erfurt
  4. Business Analyst / Projekt Manager (m/w)
    Parts Europe GmbH, Wasserliesch bei Trier

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Epic Games

    Unreal Engine 4.1 mit Zugriff auf Konsolen-Quellcode

  2. Heartbleed-Bug

    Techfirmen zahlen Millionen für Open-Source-Sicherheit

  3. Sofortlieferung

    Base liefert Smartphone noch am gleichen Tag

  4. Leica T

    Teure Systemkamera mit Touchscreen

  5. The Elder Scrolls Online

    Inhaltserweiterung und Goldfarmer

  6. Sensabubble

    Display aus duftenden Seifenblasen

  7. Lulzsec

    FBI soll von Anonymous-Hacks profitiert haben

  8. Opera Coast 3.0

    Der Gesten-Browser fürs iPhone ist da

  9. Linux 3.13

    Canonical übernimmt erneut Kernel-Langzeitpflege

  10. Klötzchen

    Dänemark in Minecraft nachgebaut



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Conversnitch: Die twitternde Abhörlampe
Conversnitch
Die twitternde Abhörlampe

Conversnitch ist eine kleine Lampe, die unauffällig Gesprächsfetzen aus ihrer Umgebung mitschneidet, online eine Spracherkennung durchführt und den Text auf Twitter postet. Die Kunstaktion soll das Bewusstsein für die alltägliche Überwachung wecken.

  1. Menschenrechte Schärfere Exportkontrollen für Spähprogramme gefordert
  2. NSA-Skandal "Europa ist doch keine Kolonie"
  3. Frankreich Geheimdienst greift auf alle Daten von Orange zu

Microsoft: Remote-Desktop-App für Windows Phone
Microsoft
Remote-Desktop-App für Windows Phone

Microsoft hat eine Remote-Desktop-App für Windows Phone veröffentlicht. Damit kann aus der Ferne von einem Smartphone auf einen anderen Windows-Rechner zugegriffen werden, ohne dass auf diesem eine spezielle Software installiert sein muss.

  1. Cortana im Test Gebt Windows Phone eine Stimme
  2. Smartphones Nokia und HTC planen Updates auf Windows Phone 8.1
  3. Ativ SE Samsungs neues Smartphone mit Windows Phone

Palcohol: Der Cocktail in Pulverform
Palcohol
Der Cocktail in Pulverform

Mit kleinem Gepäck unterwegs und trotzdem nicht auf den abendlichen Drink verzichten? Ein US-Unternehmen hat Rum und Wodka in Pulver verwandelt. Zum Trinken einfach mit Wasser aufgießen - zum Schnupfen jedoch nicht geeignet.

  1. OLED Das merkwürdige Bindungsverhalten organischer Halbleiter
  2. Max-Planck-Institut Quantencomputer werden Silizium-Chips ähnlicher
  3. Kognitionswissenschaft Computer erkennt 21 Gesichtsausdrücke

    •  / 
    Zum Artikel