Blade

Darpa lässt intelligentes Funkstörsystem entwickeln

Das britische Rüstungsunternehmen BAE Systems hat von der Darpa den Auftrag erhalten, ein Funkstörsystem zu entwickeln. Es soll selbstständig gegnerische Funkkommunikation aufspüren und nachhaltig stören.

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Die Defense Advanced Research Projects Agency (Darpa) hat das britische Rüstungsunternehmen BAE Systems damit beauftragt, ein intelligentes Funkstörsystem zu entwickeln. Behavioral Learning for Adaptive Electronic Warfare (Blade) heißt das Projekt, für das die Forschungsagentur des US-Verteidigungsministeriums etwa 8,4 Millionen US-Dollar bereitgestellt hat.

Herkömmliche Funkstörung ineffizient

Das System soll automatisch die gegnerische Funkkommunikation erkennen und diese stören. Das sei heute wesentlich schwieriger als früher. Der Einsatz von Mechanismen wie einer dynamischen Frequenzzuteilung habe die Effizienz herkömmlicher Mittel zur Funkstörung eingeschränkt, heißt es in der Projektbeschreibung der Darpa. BAE soll keine neuen Geräte entwickeln, sondern Software, die in bestehende Hardware integriert werden kann.

Nach der Vorstellung der Darpa soll das Blade-Projekt drei Bedingungen erfüllen: Das System soll Bedrohungen für die eigene Kommunikation erkennen und einordnen. Es soll über Techniken verfügen, um automatisch Gegenmaßnahmen gegen diese Bedrohungen zu ergreifen. Schließlich soll es über einen Mechanismus zur Schadensfeststellung verfügen, um die Wirksamkeit der ergriffenen Maßnahmen zu überprüfen.

Funkgesteuerte Bomben unschädlich machen

Ziel ist, die Kommunikationssysteme des Gegners nachhaltig zu stören. Das bedeutet: Das Blade-System soll auch die Maßnahmen der gegnerischen Systeme gegen die Störung unschädlich machen können. Außer gegen Kommunikationseinrichtungen soll Blade auch explizit gegen unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtungen eingesetzt werden. Diese Sprengfallen, die häufig per Funk gezündet werden, stellen eine große Gefahr für US-Soldaten im Irak und in Afghanistan dar.


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