Nicholas Merrill auf dem 27C3
Nicholas Merrill auf dem 27C3

Patriot Act

Maulkorb gegen ISPs

Wie schnell Internet Service Provider ins Visier von Ermittlungsbehörden geraten können, zeigt die Geschichte von Nicholas Merrill: Das FBI verlangte von ihm, Informationen zu einem seiner Kunden herauszurücken - ohne Gerichtsbeschluss.

Anzeige

Nicholas Merrill musste jahrelang schweigen, und muss es teilweise immer noch. Zu Beginn seines Vortrags auf dem 27C3 entschuldigte er sich, wenn er im Laufe seiner Rede ins Stocken geraten würde. Er müsse immer wieder innerlich eine Liste der Sachen durchgehen, die er nicht sagen dürfe. Das FBI hat ihn vor fast sechs Jahren mit einem lebenslangen Maulkorberlass belegt. Seitdem kämpft er dafür, dass er wieder frei sprechen kann.

  • Die Liste der Informationen, die das FBI von Merrill zu einem seiner Kunden verlangte.
Die Liste der Informationen, die das FBI von Merrill zu einem seiner Kunden verlangte.

Seine kontrolliert vorgetragene Geschichte begann 2004, als er einen Anruf vom FBI erhielt, in dem ihm der Besuch eines Agenten angekündigt wurde. Damals besaß er eine ISP-Firma mit dem Namen Calyx Internet Access, über die auch einige befreundete Aktivisten ins Internet gingen.

Besuch vom Agenten

Er hielt den Anruf zunächst für einen Scherz, einige seiner Freunde hätten ihm schon früher ähnliche Streiche gespielt, sagte er. Wenig später stand tatsächlich ein Mitarbeiter des FBI in seinem Büro, überreichte ihm einen sogenannten National Security Letter und verlangte, dass er sämtliche Informationen zu einem seiner Kunden an die Strafverfolgungsbehörde übergebe. Er quittierte das Schreiben.

Im Rahmen des Patriot Act, das die Bush-Regierung wenige Monate nach den Anschlägen vom 11. September 2001 ohne großen Widerstand seitens des US-Parlaments durchboxte, wurden US-Behörden, etwa das FBI, bei der Verfolgung von Terroristen im Inland mit weitreichenden Rechten ausgestattet. Unter anderem sah der Patriot Act den National Security Letter vor, mit dem die Einsicht in Akten oder Daten vermeintlicher Terrorverdächtiger erzwungen werden kann - ohne Gerichtsbeschluss. Zudem enthält der National Security Letter einen unbegrenzten Maulkorberlass für den Empfänger.

Herausgabe ohne Gerichtsbeschluss 

Trockenobst 01. Jun 2013

Amerika ist immer noch ein sehr freies Land. Der Typ ist weder im Knast noch sonst was...

Trockenobst 01. Jun 2013

Eher interessiert es immer weniger Leute. Es gibt bereits einen "Ermüdungseffekt". Diese...

Der Kaiser! 21. Jan 2012

Der Kommunismus war eine tolle Idee. Scheitert in der Praxis an dem Menschen. Aber die...

Der Kaiser! 21. Jan 2012

Amerikaner sind wie Kinder mit Waffen. Das da nicht schlimmeres passiert ist, haben wir...

Der Kaiser! 21. Jan 2012

Israel?

Kommentieren



Anzeige

  1. Systemanalyst (m/w) Bereich Billing
    SCHLEUPEN AG, Moers
  2. Mitarbeiter (m/w) für das Daten- und Informations-System-Manageme- nt
    Hannover Rück SE, Hannover
  3. IT-Spezialist Anwendungsentwicklung (m/w)
    SEMIKRON Elektronik GmbH & Co. KG, Nürnberg
  4. Wirtschaftsinformatiker / Data Analyst / Web Analyst - Digital Analytics (m/w)
    Webtrekk GmbH, Berlin

 

Detailsuche


Top-Angebote
  1. NEU: Deals und Blitzangebote zur Gamescom
  2. TIPP: Call of Juarez: Gunslinger [PC Code - Steam]
    2,55€
  3. TOP-TIPP: Amazon-Gutschein im Wert von 40€ kaufen und 10€ geschenkt bekommen
    (Achtung: Anscheinend sind nicht alle User für die Teilnahme berechtigt)

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Freies Büropaket

    Libreoffice springt auf Version 5.0

  2. Hoverboard

    Lexus hebt ab

  3. Netzpolitik.org und Landesverrat

    Wie viel Leaken ist erlaubt?

  4. Privatsphäre

    Windows 10 telefoniert zu viel nach Hause

  5. Crema

    Eine Programmiersprache ohne Turing-Vollständigkeit

  6. Zeloslaser Cutter 2.0

    Offener Lasercutter aus Deutschland

  7. Docs.com

    Microsoft eröffnet mit Docs neue Dokument-Sharing-Plattform

  8. Dot

    Smartwatch mit Braille-Anzeige für Blinde

  9. Facettenaugen

    Forscher entwickeln Insektenauge für Drohnen

  10. Xbox One

    Windows 10 für Spieler und ein neues Halo



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Oneplus 2 im Hands On: Das Flagship-Killerchen
Oneplus 2 im Hands On
Das Flagship-Killerchen
  1. Oneplus-One-Nachfolger Neues Oneplus Two wird ab 340 Euro kosten
  2. Two-Smartphone Oneplus verspricht vereinfachtes Einladungssystem
  3. Smartphone Oneplus Two soll unter 450 US-Dollar kosten

SIOD: Wenn die Anzeige auch in der Zeitung blinkt
SIOD
Wenn die Anzeige auch in der Zeitung blinkt
  1. Electric Skin Nanoforscher entwickeln hautähnliches Farbdisplay
  2. Pixars Inside Out im Dolby Cinema Was blenden soll, blendet auch
  3. Panasonic FZ300 Superzoom-Kamera arbeitet mit f/2,8-Objektiv und 4K-Auflösung

New Horizons: Pluto wird immer faszinierender
New Horizons
Pluto wird immer faszinierender
  1. Die Woche im Video Trauer, Tests und Windows 10
  2. New Horizons Gruß aus den Pluto-Bergen
  3. Raumfahrt New Horizons wirft einen kurzen Blick auf den Pluto

  1. Re: Android folgt dem Windows Schicksal

    matok | 12:22

  2. Re: Opt-In / -Out ?! Das ist es nicht!

    tKahner | 12:22

  3. Re: Diese Einstellungen lassen sich alle direkt...

    WaldiBVB | 12:22

  4. Bananensoftware

    ChevalAlazan | 12:21

  5. Re: Wo sind nun alle !

    Trollversteher | 12:21


  1. 12:00

  2. 11:51

  3. 10:30

  4. 09:30

  5. 08:32

  6. 07:59

  7. 07:35

  8. 07:23


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel