Stellungnahme

Gameloft begründet Kritik am Android Market

Vor allem aktuelle 3D-Spiele vertreibt Gameloft nicht über den Android Market. Mit einer nachvollziehbaren Begründung tat sich Gameloft bislang schwer. Nun hat der Spielehersteller Golem.de erstmals erklärt, was er am Android Market auszusetzen hat.

Anzeige

Für den Spielehersteller Gameloft gibt es zwei Hauptgründe, den Android Market zu meiden und die meisten Spiele über den eigenen Onlineshop zu vertreiben. Als ungenügend sieht Gameloft die Zahlungsoptionen im Android Market an. Software kann laut Gameloft nur über Google Check Out gekauft werden. Was Gameloft genau an Googles Check Out nicht passt, bleibt im Unklaren: Nach Ansicht des Spieleherstellers ist es keine etablierte Plattform. Eine Bezahlung über die Rechnung des Mobilfunkanbieters sei im Android Market nicht möglich. Dabei übersieht Gameloft allerdings, dass AT&T in den USA seit Kurzem den Kauf von Android-Software via Mobilfunkrechnung erlaubt.

Einreichungsregeln im Android Market für Gameloft nicht ausreichend

Der zweite Hauptkritikpunkt des Spieleherstellers sind die Regeln für die Einreichung im Android Market. Es sei nicht möglich, gerätespezifische Programmarchive von einem Spiel einzustellen, kritisiert Gameloft. Damit bleibe nur die Möglichkeit, eine universelle Programmdatei anzubieten. Damit sei ein erhöhter Supportaufwand verbunden, weil immer eine Programmdatei gepflegt werden müsse, wenn neue Geräte auf den Markt kämen oder für diese Geräte neue Android-Versionen erschienen. Bei der Anpassung der einen Programmdatei müsse dann auch immer geprüft werden, ob diese auch auf allen anderen Geräten weiterhin einwandfrei funktioniere. Falls sich hierbei Probleme ergäben, müsse das Spiel abermals auf allen Geräten getestet werden.

Gerätespezifische Programmdateien unterstützt der Android Market bereits. Allerdings ist es nicht möglich, einem Spieletitel unterschiedliche Installationsarchive zuzuordnen. Gameloft müsste also für jedes Spiel pro Gerät einen neuen Eintrag im Android Market anlegen. Dann würde das Spiel nur noch gelistet werden, wenn es auch mit einem für den Titel kompatiblen Gerät aufgerufen wird, erklärte Google Golem.de.

Ein anderer Ausweg aus dieser Misere wäre, dass Gameloft statt des Spielearchivs eine universelle Installationsdatei dafür in den Android Market stellt. Die Installationsdatei könnte dann von den Gameloft-Servern das zum Gerät passende Spielearchiv herunterladen. Damit wäre es ebenfalls nicht erforderlich, eine universelle Installationsdatei zu pflegen.

Gameloft missfällt die bisherige Rückgabebedingung

Gamelofts weiterer Kritikpunkt am Android Market hat sich mittlerweile erledigt, weil ein neuer Android Market bereits auf einigen Geräten verfügbar ist. Google hat die Frist verkürzt, innerhalb derer eine Kaufapplikation bei einem Fehlkauf zurückgegeben werden kann. Käufer haben künftig nur noch 15 Minuten Zeit, einen Softwarekauf rückgängig zu machen. Zuvor lag der Zeitraum bei einem Tag. Diese Rückgabefrist hatte Gameloft nicht gepasst, wie der Spielehersteller nun erstmals offen zugegeben hat. Mit der Rückgabezeit von 15 Minuten ist Gameloft hingegen einverstanden.

In der Vergangenheit beklagten sich Besitzer eines Android-Smartphones über Gamelofts Onlineshop, der keinerlei Rückgabemöglichkeit vorsieht. Wenn ein Spiel dann auf dem eigenen Smartphone nicht lief, erhielten Käufer kein Geld zurück, sondern durften lediglich einen anderen Gameloft-Titel herunterladen.

Vorerst wird Gameloft weiterhin nur wenige Titel über den Android Market anbieten. Der Spielehersteller will "die weitere Entwicklung des Android Market sehr genau beobachten" und ist "gespannt, in welche Richtungen Google die Plattform in der Zukunft lenken wird".


elknipso 27. Dez 2010

Müsste ich für meine KK Gebühren bezahlen wäre sie auch schon lange weg. Aber es gibt ja...

unwichtig 27. Dez 2010

hast recht. Ich spiel jetzt nur noch das Orginal Modern Warfare, Saints Row und Halo auf...

Strant 26. Dez 2010

Ich glaube Gameloft hat nicht verstanden was eine offene Architektur ist.

gag 25. Dez 2010

Der Witz bei vielen Apps ist für mich, daß User für solche "APPS", welche einem bestimmte...

Saph 25. Dez 2010

'Problem melden' - 'Versehentlich gekauft, bitte um Rückerstattung'. Woah, das war echt...

Kommentieren



Anzeige

  1. Softwareentwickler ASP.NET (m/w)
    MWG-Biotech AG, Ebersberg (Großraum München)
  2. Akademischer Mitarbeiter (m/w)
    Hochschule Furtwangen, Furtwangen
  3. IT-Trainee (m/w)
    Allianz Deutschland AG, Stuttgart
  4. Software Entwickler (TTS) (m/w)
    Continental AG, Villingen-Schwenningen

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Arin

    IPv4-Adressen in Nordamerika nähern sich dem Ende

  2. Flappy 48

    Zahlen statt Vögel

  3. Port 32764

    Netgear will angebliche Router-Lücke schließen

  4. Darknet

    Grams - eine Suchmaschine für Drogen

  5. Kitkat-Smartphone

    Samsungs Galaxy Ace Style kommt früher

  6. Netmundial-Konferenz

    Netzaktivisten frustriert über "Farce" der Internetkontrolle

  7. Zalando

    Onlinekleiderhändler schließt einen Standort

  8. Apple vs. Samsung

    Google versprach Samsung Hilfe im Patentstreit mit Apple

  9. Deadcore

    Indiegames-Turmbesteigung für PC, Mac und Linux

  10. Reprap

    "Waschmaschinen werden auch nur 5% der Lebenszeit verwendet"



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
First-Person-Walker: Wie viel Gameplay braucht ein Spiel?
First-Person-Walker
Wie viel Gameplay braucht ein Spiel?

Walking-Simulator-Spiele nennen sie die einen, experimentelle Spiele die anderen. Rainer Sigl hat einen neuen Begriff für das junge Genre der atmosphärisch dichten Indie-Games erfunden: First-Person-Walker - Spiele aus der Ich-Perspektive mit wenig Gameplay.

  1. A Maze 2014 Tanzen mit der Perfect Woman
  2. Festival A Maze Ist das noch Indie?
  3. Test Cut The Rope 2 für Android Grün, knuddlig und hungrig nach Geld

Ubuntu 14.04 LTS im Test: Canonical in der Konvergenz-Falle
Ubuntu 14.04 LTS im Test
Canonical in der Konvergenz-Falle

Ubuntu soll künftig auch auf Tablets und PCs laufen, weshalb die Entwicklung des Unity-Desktops derzeit offenbar feststeckt. Die wenigen neuen Funktionen könnten gut für die lange Support-Dauer sein, zeigen aber auch einige interne Probleme auf.

  1. Canonical Ubuntu One wird beendet
  2. Canonical Mir in Ubuntu abermals verschoben
  3. Trusty Tahr Erste Beta der Ubuntu-Derivate verfügbar

Samsung Galaxy Note Pro 12.2 im Test: Groß, schwer, aber praktisch
Samsung Galaxy Note Pro 12.2 im Test
Groß, schwer, aber praktisch

Mit Stiftbedienung, viel Leistung und großem Display ist das Samsung Galaxy Note Pro 12.2 vor allem für den Business-Alltag entwickelt worden. Doch auch für Schüler und Studenten kann das Tablet interessant sein.

  1. Apple vs. Samsung 102 US-Dollar für die Autokorrektur
  2. Smartphones Die seltsame Demo des 30-Sekunden-Ladegeräts
  3. Apple vs. Samsung Apples Furcht vor großen Bildschirmen

    •  / 
    Zum Artikel