Onlinesuche

EU-Kommission erweitert Verfahren gegen Google

Die Beschwerden von deutschen Verlegern sind jetzt Teil des Ermittlungsverfahrens, das der EU-Kommissar für Wettbewerb gegen Google eingeleitet hat. Das Unternehmen soll eigene Angebote unverhältnismäßig gut sichtbar in seinen Suchergebnissen positioniert haben.

Anzeige

Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) und der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDVZ) sowie die Berliner Stadtplandienst.de-Mutter Euro-Cities AG sind nun Teil des Verfahrens der Europäischen Union gegen Google. Die Verlegerverbände hatten sich nach einem Bericht der Wirtschaftswoche schon vor Monaten vor dem Bundeskartellamt formal über Google beschwert. Das Unternehmen nutze seine marktbeherrschende Stellung im Suchmaschinengeschäft, um sich in Märkten wie dem Navigations- oder Nachrichtengeschäft besser zu positionieren. Jetzt hat Joaquín Almunia, EU-Kommissar für Wettbewerb, dieses Verfahren mit in seine Untersuchungen über das Marktverhalten von Google aufgenommen.

Die EU hatte schon im Februar 2010 eine Untersuchung gegen Google begonnen, nachdem sich die britische Preisvergleichswebseite Foundem, die Justizsuchmaschine Ejustice.fr und Microsofts deutsche Tochter Ciao bei Foundem beschwert hatten. Die Unternehmen sind der Ansicht, dass sie beispielsweise in den Suchergebnissen von Google benachteiligt werden.

Google hingegen sagte, die Algorithmen seien so gehalten, dass nützliche Ergebnisse vorn platziert würden. Das schlechte Abschneiden von Foundem sei auf eine mangelhafte Suchmaschinenoptimierung zurückzuführen. Mit Ciao wiederum, einem früheren Nutzer von Googles Werbeprogramm Adsense, hätten lange gute Geschäftsbeziehungen bestanden. Erst seit Ciao verkauft und zur Verbraucher-Online-Community von Microsofts Bing geworden sei, gebe es Probleme.

Die Einleitung des formalen Verfahrens Ende November 2010 hatte nicht bedeutet, dass Google die Verstöße nachgewiesen werden konnten. Sondern nur, dass die EU-Kommission "der eingehenden Untersuchung des Falles Vorrang einräumt", so die Behörde.


inon 20. Dez 2010

Genau soviel wie Microsoft sein Produkt Internet Explorer in sein Produkt Windows selbst...

Kommentieren




Anzeige
  1. Softwareentwickler (m/w)
    DAK-Gesundheit, Bocholt
  2. Lead Engineer (m/w) IT-Dienstleistung Automotive
    Bertrandt Ing.-Büro GmbH Köln, Köln
  3. Qualitäts- und Prozessmanager (m/w) Softwareentwicklung
    dSPACE GmbH, Paderborn
  4. Teamleiter Social Media (m/w)
    Unitymedia KabelBW GmbH, Köln

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Flugdrohne

    GPS für AR.Drone 2.0 ermöglicht autonome Flüge

  2. 40 gefährliche Sicherheitslücken

    Aktueller Patch von Oracle nur für Java 7

  3. Hands On

    Huawei Ascend P6 ist schick und schlank

  4. Letzte Meile

    Bundesnetzagentur senkt Preise für TAL am Schaltverteiler

  5. Prism

    Wie der BND das Netz überwacht

  6. Socl

    Microsofts soziales Netzwerk wird zum Meme-Generator

  7. XMP-Profile

    Kompatibilitätslisten zu DDR3-Modulen für Haswell

  8. Datenbrille

    Datenschützer halten Google Glass für nicht EU-tauglich

  9. We are Watching You

    Widerstand gegen Kinect-Überwachung in den USA

  10. Netflix und Dreamworks

    Shrek & Co. bald in neuen Streaming-Serien



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Echolokation: Raumvermessung mit intelligentem Algorithmus
Echolokation
Raumvermessung mit intelligentem Algorithmus

Schweizer Wissenschaftler haben eine neue Methode entwickelt, mit wenigen Mikrofonen komplexe Räume zu vermessen, ohne wie bisher dabei streng auf die Anordnung der Mikros achten zu müssen. Die Technik könnte in Zukunft in vielen Bereichen angewandt werden, auch auf Smartphones.

  1. Wearables MIT-Forscher experimentieren mit vibrotaktilem Display
  2. Teilchenphysik Beschleuniger ILC ist bereit für den Bau
  3. Implantat Aluminiumoxid schützt Siliziumchips

Test The Last of Us: Meisterwerk der Playstation-3-Endzeit
Test The Last of Us
Meisterwerk der Playstation-3-Endzeit

Auf der gerade zu Ende gegangenen E3 2013 hat sich Sony mit überwiegend positivem Presseecho für die nächste Konsolengeneration in Stellung gebracht. The Last of Us lässt uns trotzdem für einen Augenblick vergessen, dass die Zeit der Playstation 3 schon bald vorbei sein soll.

  1. The Last of Us angespielt Überleben für Fortgeschrittene

Videocodec: Googles VP9 in Chrome aktiviert
Videocodec
Googles VP9 in Chrome aktiviert

Der Videocodec VP9 ist jetzt standardmäßig in der aktuellen Entwicklerversion des Browsers Chromium aktiviert. Die finale Veröffentlichung im August ist damit sehr wahrscheinlich.

  1. VP9 Googles neuer Videocodec
  2. Freier Videocodec Nokia meldet Patentansprüche auf Googles VP8 an

Zum Artikel