Kein Postident: United Internet wirft Post Behinderung der De-Mail vor
Jürgen Gerdes, Vorstand bei der Deutschen Post

Kein Postident

United Internet wirft Post Behinderung der De-Mail vor

Die Post verweigert der Telekom und United Internet die Nutzung ihres Postident-Verfahrens zur Identifikation der De-Mail-Nutzer. Damit will die Post ihrem Konkurrenzprodukt E-Postbrief einen Vorteil verschaffen.

Anzeige

Die Partner United Internet und Deutsche Telekom werfen der Deutschen Post vor, die Einführung des gesicherten elektronischen Nachrichtenaustausches mit der De-Mail zu behindern. Um ihr Konkurrenzprodukt E-Postbrief durchzusetzen, verweigere sie den De-Mail-Betreibern die Nutzung des Postident-Verfahrens zur Überprüfung der Identität des Nutzers, berichtet die Wirtschaftswoche unter Berufung auf Informationen von United Internet.

"Die Post versucht, die Einführung der De-Mail zu verzögern, um zuvor ihren E-Postbrief im Markt etablieren zu können", habe United Internet der Wirtschaftswoche gesagt.

Dagegen klagt United Internet vor dem Landgericht Köln. Ziel ist es, die Post zu zwingen, auch für die De-Mail den sicheren persönlichen Identifikationsdienst anzubieten. Die Verhandlung soll am 23. Dezember 2010 beginnen. Die Telekom versuche parallel, die öffentlich-rechtlichen Sparkassen als alternativen Träger für einen Identifikationsdienst zu gewinnen. Jan Oetjen, Geschäftsführer der E-Mail-Dienste GMX und Web.de, hatte angekündigt, die Authentifizierung der Nutzer nach Terminabsprache an der Haustür oder am Arbeitsplatz vornehmen zu lassen.

Ein Sprecher der Post sagte der Wirtschaftswoche: "Wir torpedieren nichts, aber wir stehen ja bald im Wettbewerb zueinander." Die Post fördere zudem die Debatte, in der Sicherheitsprobleme der De-Mail thematisiert werden, vermuteten Telekom und United Internet, so das Magazin.

Bei den United-Internet-Marken GMX und Web.de sowie bei der Telekom konnten sich Menschen für eine De-Mail-Adresse registrieren lassen. Bislang soll eine Million Menschen davon Gebrauch gemacht haben. Mit De-Mail sollen in Deutschland rechtsverbindliche elektronische Nachrichten, ein Identifizierungsdienst und eine gesicherte Onlinedokumentenablage möglich sein. Für die Verbindungen zum jeweiligen Anbieter wird das SSL-Verfahren genutzt.

Beim E-Postbrief wird jede Sendung mit einer elektronischen Signatur der Post versehen, die eine Integritätsprüfung der enthaltenen Daten ermöglicht. Damit bestätigt die Post dem Empfänger, dass die Nachricht tatsächlich vom angegebenen Absender stammt und ihr Inhalt unverändert ist. Für das Versenden eines E-Postbriefes muss zudem eine auf das Handy gesandte Transaktionsnummer eingegeben werden. Verfügt der Empfänger eines E-Postbriefes nicht über eine E-Mail-Adresse, druckt die Post das Schreiben aus und stellt es per Boten zu.


blubbs 15. Dez 2010

ohne Aufwand elektronisch archiviert werden? Und das 'im Original'?

blubbs 15. Dez 2010

Er hat aber recht. Die Zustellzeit bei einem normalen Brief ist auch bloß ein Tag...

vorname.nachname 14. Dez 2010

Tja Digger, ich würd mal sagen von deiner geliebten eMail-Adresse kannst Du Dich sowieso...

mekcgn 13. Dez 2010

Nein, Schlüssel müssen nicht hinterlegt werden. Aber das ist ja auch nicht der springende...

Treadmill 12. Dez 2010

Du redest Blödsinn...

Kommentieren


chriszim.com / 12. Dez 2010

E-Postbrief vs. De-Mail



Anzeige

  1. Spezialist Informationsmanagement (m/w)
    BIOTRONIK SE & Co. KG, Berlin
  2. Applikationsentwickler (m/w) für die Designated Complaint Unit
    Siemens AG, Marburg
  3. IT-Spezialist (m/w) Applikationsmanagement
    Medizinischer Dienst der Krankenversicherung in Bayern, München
  4. Anwendungsentwickler/in
    Computer-Centrum Nord GmbH, Lübeck

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. EU-Datenschutzreform

    Einigung auf Öffnungsklauseln für die Verwaltung

  2. Abzocke

    Unbekannte kopieren deutsche Blogs

  3. Digitale Agenda

    Ein Papier, das alle enttäuscht

  4. WRT-Node

    Bastelplatine mit OpenWRT und WLAN

  5. Spiegelreflexkamera

    Schwarzer Punkt gegen helle Punkte der Nikon D810

  6. Cliffhanger Productions

    Shadowrun Online und die Nano-Drachen

  7. Star Citizen

    52 Millionen US-Dollar für ein Jetpack

  8. Virtualisierung

    Parallels Desktop 10 macht Tempo

  9. Zertifikate

    Google will vor SHA-1 warnen

  10. Mitfahrdienst auf neuen Wegen

    Uber will eigenen Lieferservice aufbauen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Rogue angespielt: Das etwas bösere Assassin's Creed
Rogue angespielt
Das etwas bösere Assassin's Creed
  1. Ubisoft Abkehr von Xbox 360 und PS3 ab 2015
  2. Assassin's Creed Rogue Als Templer nach New York
  3. Assassin's Creed Unity Gameplay und Geschichte

IT und Energiewende: Intelligenztest für Stromnetze und Politik
IT und Energiewende
Intelligenztest für Stromnetze und Politik

DCMM 2014: Wenn PC-Gehäuse zu Kunstwerken werden
DCMM 2014
Wenn PC-Gehäuse zu Kunstwerken werden
  1. Elite Dangerous mit Oculus Rift "Wir brauchen mindestens 4K"
  2. Spielemesse Gamescom fast ausverkauft
  3. Spielebranche Gamescom soll bis 2019 in Köln bleiben

    •  / 
    Zum Artikel