Kein Postident

United Internet wirft Post Behinderung der De-Mail vor

Die Post verweigert der Telekom und United Internet die Nutzung ihres Postident-Verfahrens zur Identifikation der De-Mail-Nutzer. Damit will die Post ihrem Konkurrenzprodukt E-Postbrief einen Vorteil verschaffen.

Anzeige

Die Partner United Internet und Deutsche Telekom werfen der Deutschen Post vor, die Einführung des gesicherten elektronischen Nachrichtenaustausches mit der De-Mail zu behindern. Um ihr Konkurrenzprodukt E-Postbrief durchzusetzen, verweigere sie den De-Mail-Betreibern die Nutzung des Postident-Verfahrens zur Überprüfung der Identität des Nutzers, berichtet die Wirtschaftswoche unter Berufung auf Informationen von United Internet.

"Die Post versucht, die Einführung der De-Mail zu verzögern, um zuvor ihren E-Postbrief im Markt etablieren zu können", habe United Internet der Wirtschaftswoche gesagt.

Dagegen klagt United Internet vor dem Landgericht Köln. Ziel ist es, die Post zu zwingen, auch für die De-Mail den sicheren persönlichen Identifikationsdienst anzubieten. Die Verhandlung soll am 23. Dezember 2010 beginnen. Die Telekom versuche parallel, die öffentlich-rechtlichen Sparkassen als alternativen Träger für einen Identifikationsdienst zu gewinnen. Jan Oetjen, Geschäftsführer der E-Mail-Dienste GMX und Web.de, hatte angekündigt, die Authentifizierung der Nutzer nach Terminabsprache an der Haustür oder am Arbeitsplatz vornehmen zu lassen.

Ein Sprecher der Post sagte der Wirtschaftswoche: "Wir torpedieren nichts, aber wir stehen ja bald im Wettbewerb zueinander." Die Post fördere zudem die Debatte, in der Sicherheitsprobleme der De-Mail thematisiert werden, vermuteten Telekom und United Internet, so das Magazin.

Bei den United-Internet-Marken GMX und Web.de sowie bei der Telekom konnten sich Menschen für eine De-Mail-Adresse registrieren lassen. Bislang soll eine Million Menschen davon Gebrauch gemacht haben. Mit De-Mail sollen in Deutschland rechtsverbindliche elektronische Nachrichten, ein Identifizierungsdienst und eine gesicherte Onlinedokumentenablage möglich sein. Für die Verbindungen zum jeweiligen Anbieter wird das SSL-Verfahren genutzt.

Beim E-Postbrief wird jede Sendung mit einer elektronischen Signatur der Post versehen, die eine Integritätsprüfung der enthaltenen Daten ermöglicht. Damit bestätigt die Post dem Empfänger, dass die Nachricht tatsächlich vom angegebenen Absender stammt und ihr Inhalt unverändert ist. Für das Versenden eines E-Postbriefes muss zudem eine auf das Handy gesandte Transaktionsnummer eingegeben werden. Verfügt der Empfänger eines E-Postbriefes nicht über eine E-Mail-Adresse, druckt die Post das Schreiben aus und stellt es per Boten zu.


blubbs 15. Dez 2010

ohne Aufwand elektronisch archiviert werden? Und das 'im Original'?

blubbs 15. Dez 2010

Er hat aber recht. Die Zustellzeit bei einem normalen Brief ist auch bloß ein Tag...

vorname.nachname 14. Dez 2010

Tja Digger, ich würd mal sagen von deiner geliebten eMail-Adresse kannst Du Dich sowieso...

mekcgn 13. Dez 2010

Nein, Schlüssel müssen nicht hinterlegt werden. Aber das ist ja auch nicht der springende...

Treadmill 12. Dez 2010

Du redest Blödsinn...

Kommentieren


chriszim.com / 12. Dez 2010

E-Postbrief vs. De-Mail



Anzeige

  1. IT-Spezialist (m/w) für Anwendungsentwicklung
    Versicherungskammer Bayern, München
  2. Senior Softwareentwickler (m/w) Java EE
    Faktor Zehn AG, München und Köln
  3. Ingenieur (m/w) Materialflusssimulation / Intralogistiksysteme
    BEUMER Maschinenfabrik GmbH & Co. KG, Beckum (Raum Münster, Dortmund, Bielefeld)
  4. SAP-Prozessexperte für Master Data, EHS & Label Management (m/w)
    BASF Coatings GmbH, Münster

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. AMD-Vize Lisa Su

    Geringe Chancen für 20-Nanometer-GPUs von AMD für 2014

  2. Bärbel Höhn

    Smartphone-Hersteller zu Diebstahl-Sperre zwingen

  3. Taxi-App

    Uber will trotz Verbot in weitere deutsche Städte

  4. First-Person-Walker

    Wie viel Gameplay braucht ein Spiel?

  5. Finanzierungsrunde

    Startup Airbnb ist zehn Milliarden US-Dollar wert

  6. Spähaffäre

    Snowden erklärt seine Frage an Putin

  7. CSA-Verträge

    Microsoft senkt Preise für Support von Windows XP

  8. Test Wyse Cloud Connect

    Dells mobiles Büro

  9. Globalfoundries-Kooperation mit Samsung

    AMDs Konsolengeschäft kompensiert schwache CPU-Sparte

  10. Verband

    "Uber-Verbot ruiniert Ruf der Startup-Stadt Berlin"



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Cortana im Test: Gebt Windows Phone eine Stimme
Cortana im Test
Gebt Windows Phone eine Stimme

Mit Windows Phone 8.1 bringt Microsoft nicht nur lange vermisste Funktionen wie die zentrale Benachrichtigungsübersicht auf das Smartphone, sondern auch die Sprachassistentin Cortana. Diese kann den Alltag tatsächlich erleichtern - und singen.

  1. Smartphones Nokia und HTC planen Updates auf Windows Phone 8.1
  2. Ativ SE Samsungs neues Smartphone mit Windows Phone
  3. Microsoft Internet Explorer 11 für Windows Phone

Wolfenstein The New Order: "Als Ein-Mann-Armee gegen eine Übermacht"
Wolfenstein The New Order
"Als Ein-Mann-Armee gegen eine Übermacht"

B. J. Blazkowicz muss demnächst wieder die Welt retten - in einem Wolfenstein aus Schweden. Im Interview hat Golem.de mit Andreas Öjerfors, dem Senior Gameplay Designer, über verbotene Inhalte, die KI und Filmvorbilder von The New Order gesprochen.

  1. The New Order Wolfenstein erscheint ohne inhaltliche Schnitte
  2. Wolfenstein angespielt Agent Blazkowicz in historischer Mission
  3. Bethesda Zugang zur Doom-Beta führt über Wolfenstein

Vorratsdatenspeicherung: Totgesagte speichern länger
Vorratsdatenspeicherung
Totgesagte speichern länger

Die Interpretationen des EuGH-Urteils zur Vorratsdatenspeicherung gehen weit auseinander. Für einen endgültigen Abgesang auf die anlasslose Speicherung von Kommunikationsdaten ist es aber noch zu früh.

  1. Bundesregierung Vorerst kein neues Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung
  2. Innenministertreffen Keine schnelle Neuregelung zur Vorratsdatenspeicherung
  3. Urteil zu Vorratsdatenspeicherung Regierung uneins über neues Gesetz

    •  / 
    Zum Artikel