Wikileaks

Mit Massen-Mirrors gegen Abschaltung

Wikileaks hat aus den Abschaltungen durch Amazon und EveryDNS.net Konsequenzen gezogen und begonnen, ein Netz aus Mirror-Servern aufzubauen. Das soll verhindern, dass die Informationen jemals komplett aus dem Internet verschwinden.

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Wikileas ruft seit dem Wochenende zum Massenspiegeln auf. Dabei geht es um die Einrichtung möglichst vieler voneinander unabhängiger Mirror-Server, auf denen Wikileaks Kopien von Geheimdokumenten veröffentlichen kann. Je mehr solcher Mirror-Server weltweit existieren, desto schwieriger wird es für Behörden und Regierungen, dafür zu sorgen, dass diese Informationen aus dem Internet wieder verschwinden.

Jeder, der einen im Internet erreichbaren Unix-Server betreibt, kann diesen im Rahmen des Projekts "Mass-mirroring Wikileaks" zur Verfügung stellen, heißt es bei Wikileaks. Er muss Wikileaks dazu nur den Upload von Daten per RSYNC+SSH oder FTP ermöglichen. So kann die Organisation die von ihr veröffentlichten Daten auf die diversen Server verteilen, selbst dann, wenn ihre eigenen Webserver abgeschaltet werden. Dazu hat Wikileaks einen öffentlichen Schlüssel ins Netz gestellt, über den Wikileaks mit dem passenden privaten Schlüssel Daten auf die Server kopieren kann.

Wikileaks veröffentlicht unter wikileaks.ch/mirrors.html eine Liste der Spiegelserver, die zugleich auf allen Spiegelservern hinterlegt ist. Jeder Mirror-Server verlinkt also alle anderen Mirror-Server, so dass mit steigender Zahl der Server der Aufwand, alle gleichzeitig abzuschalten, steigt beziehungsweise dies unmöglich wird, da es dazu einer weltweit koordinierten Aktion bedürfte. Derzeit umfasst die Liste rund 355 Server, darunter auch Server der Piratenparteien aus verschiedenen Ländern, die angekündigt haben, Wikileaks zu unterstützen.

Wikileaks weist aber zugleich darauf hin, dass das Betreiben eines solchen Wikileaks-Mirrors gefährlich sein kann.

Die Schweizer Piratenpartei, die Wikileaks die derzeit offizielle Domain wikileaks.ch zur Verfügung stellt, erklärte derweil, sie könne "seit Aufschaltung der Schweizer Nameserver keinerlei Hackerangriffe (zum Beispiel DDoS-Angriffe) feststellen". Derzeit leiten die Schweizer Piraten nach eigenen Angaben über wikileaks.ch rund 3.000 Besucher pro Sekunde zu Wikileaks weiter. Die Schweizer Domainregistrationsstelle Switch habe zudem mitgeteilt, dass kein Anlass bestehe, wikileaks.ch zu sperren - auch nicht seitens BAKOM, dem Schweizer Bundesamt für Kommunikation.


lieblingsfarbeblau 18. Dez 2010

neue deutsche rechtschreibung: erschreckend, wie viele fehler... an der schweinegrippe...

bugsbunny 10. Dez 2010

Kapiert das mal endlich, dass dies kein Argument, eher eines gegen die eigene geistige...

dksi 10. Dez 2010

Hallo, kann (und will) jemand bei rsync+ssh für wikileaks helfen?

medienkritiker 09. Dez 2010

Richtig, so ist es. Mich würden die Einschaltquoten der beiden folgenden...

fwefwefweffwefw... 08. Dez 2010

Nein. Nochmal : Routing läuft _INTERN_, kein Client bekommt davon was mit, kein Client...

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