Open Access

OpenAIRE on Air

In der vergangenen Woche ist im Beisein von EU-Kommissarin Neelie Kroes im belgischen Gent die Open-Access-Plattform OpenAIRE eröffnet worden. OpenAIRE soll den freien Zugang zu Forschungsergebnissen ermöglichen, die mit EU-Geldern erarbeitet wurden.

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Die Open-Access-Initiative der EU-Kommission macht Fortschritte. Schon 2007 hatte die Kommission in einer Mitteilung über "wissenschaftliche Informationen im Digitalzeitalter: Zugang, Verbreitung und Bewahrung" (IP/07/190) Schritte zur Förderung von Open Access angekündigt. Gestern wurde nun von der für die digitale Agenda zuständigen EU-Kommissarin und Kommissionsvizepräsidentin Neelie Kroes der offizielle Startschuss für die Webseite OpenAIRE.eu gegeben.

Neelie Kroes zeigte sich anlässlich der Freischaltung von OpenAIRE.eu vom Nutzen von Open Access überzeugt: "Der Start von OpenAIRE ist ein sehr konkreter Schritt zur Teilhabe an den Ergebnissen von Forschungsprojekten, die mit EU-Mitteln gefördert wurden, und ist in unser aller Interesse. Durch wissenschaftliche Erkenntnisse kann sich unser Leben zum Besseren verändern - sie sind zu wertvoll, um sie unter Verschluss zu halten. Außerdem hat jeder EU-Bürger das Recht, auf Erkenntnisse zuzugreifen und sie zu nutzen, die mit Hilfe öffentlicher Gelder gewonnen wurden."

Gehostet an der Universität in Gent, bietet OpenAIRE in erster Linie eine Plattform für wissenschaftliche Texte, die mit EU-Fördermitteln im Siebten Rahmenprogramm (RP7) entstanden sind. Damit erfüllt die Kommission eine Zusage vom August 2008, als sie ankündigte, ein entsprechendes Open-Access-Pilotprojekt ins Leben zu rufen.

Die Vergabe der Zuschüsse aus Mitteln des RP7 wurde in Vorbereitung darauf an die Auflage gebunden, dass geförderte Wissenschaftler die Publikationen ihrer Forschungsergebnisse aus den Bereichen Gesundheit, Energie, Umwelt, Informations- und Kommunikationstechnologie, Forschungsinfrastrukturen, Sozial- und Geisteswissenschaften in einem jederzeit zugänglichen Open-Access-Archiv hinterlegen müssen. Mit OpenAIRE haben sie dafür jetzt quasi "vor der virtuellen Haustür" Gelegenheit.

EU-Kommissarin Máire Geoghegan-Quinn, zuständig für Forschung, Innovation und Wissenschaft, erklärte zur Eröffnung des Portals: "Wissenschaftler müssen Zugang zu Forschungsergebnissen haben, wenn sie das Potenzial weiterer Arbeiten auf dem gleichen Fachgebiet voll ausschöpfen wollen. Die Industrie, nicht zuletzt die KMU, muss wissen, wo sie Forschungsergebnisse finden kann, wenn sie sie als Grundlage für die Schaffung neuer Arbeitsplätze und zur Verbesserung der Lebensqualität nutzen will. OpenAIRE wird einen wichtigen Beitrag zur besseren Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnisse in Europa und damit zum Aufbau einer wirklichen Innovationsunion leisten."

Die Website OpenAIRE.eu steht derzeit in 16 Sprachen zur Verfügung. Allerdings wurden noch nicht alle Seiten in jede Sprache übersetzt. Wer beispielsweise einen Open-Access-Beitrag bei der Plattform abliefern will, wird derzeit noch mit englischen Instruktionen konfrontiert. Und auch der Bestand an Dokumenten aus dem RP7 ist noch sehr überschaubar: 205 seit 2008. [von Robert A. Gehring]


Alter-Nativen 05. Dez 2010

Man outet (citeseeker hilft dabei) alle "Papers" ("wissenschaftliche Arbeiten" bevor...

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