Elektromobilität

GE entwickelt einen Akku speziell für einen Elektrobus

Busse und Laster sind größer und schwerer als Personenfahrzeuge, deshalb brauchen sie auch einen besonderen Akku, sagt General Electric. Mitarbeiter des US-Mischkonzerns haben einen Energiespeicher entwickelt, der auf die Bedürfnisse von elektrisch angetriebenen Schwerfahrzeugen zugeschnitten ist.

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Sauber soll der Bus der Zukunft fahren. Im Rahmen eines von der US-Regierung initiierten Projekts ist ein Bus mit Elektroantrieb entwickelt worden. Der US-Mischkonzern General Electric (GE) hat einen speziellen Energiespeicher dafür gebaut, der aus zwei verschiedenen Akkutypen besteht.

Unterschiedliche Eigenschaften

Der doppelte Akku besteht aus einem Lithium- und einem Natrium-Akku, die unterschiedliche Eigenschaften haben. Der Lithium-Akku kann zwar schnell viel Leistung zur Verfügung stellen oder speichern, dafür ist seine Speicherkapazität begrenzt. Der Natrium-Akku hingegen hat eine hohe Energiedichte, kann also viel Energie speichern. Er kann diese aber nicht schnell genug bereitstellen, um einen Bus zu beschleunigen.

Der doppelte Akku kombiniere die Eigenschaften seiner Komponenten, erklären die GE-Entwickler. Der Lithium-Akku beschleunige den Bus und speichere Bremsenergie, während der Natrium-Akku für eine große Reichweite sorge. Dieses System könne zudem dazu beitragen, die Kosten für den Akku zu senken, erklärt GE, da es möglich sei, günstigere Materialien zu verwenden. GE schätzt, dass diese Technik die Kosten für die Energiespeicher von Bussen oder Lastwagen um bis zu 20 Prozent senken könne. Um die Leistungsdaten des Kombi-Akkus zu erreichen, würde ein Akku, der nur auf einer Technik basiere, zudem deutlich größer ausfallen.

Schneller und weiter

Der Kombi-Akku wurde für das Hybrid-Transit-Bus-Projekt der US-Verkehrsbehörde Federal Transit Administration (FTA) entwickelt. Bei Testfahrten erreiche der Bus derzeit eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h. Die Reichweite betrage etwa 100 bis 130 km, schreibt Lembit Salasoo, der das Projekt bei GE leitet, auf Edison's Desk, dem Blog der GE-Forschungsabteilung. Ziele seien eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h und eine Reichweite von 160 km.

Der neuartige Akku ist vor allem für Busse und Laster gedacht. Die hätten wegen ihrer Größe und ihres Gewichts andere Anforderungen als ein Personenwagen, schreibt Salasoo. Es sei deshalb nicht klar, ob diese Technik auch auch für Letztere tauge. Derzeit prüften sie, ob eine Anwendung im Pkw technisch machbar und von den Kosten her sinnvoll sei.


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