Ausgezeichnet: Zukunftspreis für bionischen Roboterarm

Ausgezeichnet

Zukunftspreis für bionischen Roboterarm

Das süddeutsche Unternehmen Festo hat mit seinen einem Elefantenrüssel nachempfundenen Roboterarm den Zukunftspreis 2010 gewonnen. Bundespräsident Christian Wulff überreichte die Auszeichnung.

Anzeige

Das Esslinger Unternehmen Festo und das Stuttgarter Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) haben für einen gemeinsam entwickelten Roboterarm den Deutschen Zukunftspreis 2010 erhalten.

Ein Arm wie ein Rüssel

Bionischer Handling-Assistent heißt der Roboterarm, den Festo im Frühjahr auf der Hannover Messe vorgestellt hat. Er ist einem Elefantenrüssel nachempfunden. Wie dieser soll sich auch der Roboterarm fließend bewegen und ebenfalls kraftvoll und dennoch gefühlvoll einen Gegenstand greifen.

Der Arm besteht aus drei Segmenten, die aus je drei Hohlkammern bestehen. Diese Kammern haben eine balgartige Form, was ihnen eine hohe Flexibilität verleiht. Die Bewegungen des Armes werden mit Luftdruck gesteuert: Wird in eine Kammer Luft gepumpt, verlängert sie sich. Werden alle Kammern des Arms gleichzeitig aufgeblasen, verlängert sich dieser von 75 Zentimeter auf 1,10 Meter. Da jede der neun Kammern einzeln angesteuert wird, kann der Arm fließende Bewegungen ausführen und sich in alle möglichen Richtungen drehen und winden - fast wie eine Schlange. Der dazu nötige Luftdruck beträgt etwa 1,5 bis 3 bar.

Hand mit drei Greifern

Am Ende des Arms sitzt ein kurzes Handsegment, das wiederum aus drei Kammern besteht. Diese sind durch eine Platte verbunden, wodurch sich die Hand am Ende des Arms in zwei Ebenen kippen lässt. Die Hand besteht aus drei Greifern, die ebenfalls über eine Luftkammer gesteuert werden: Wird Luft hineingepumpt, schließen sich die Greifer um einen Gegenstand.

  • Der Bionische Handling-Assistent von Festo (Foto: wp)
  • Balgartige Luftkammern ermöglichen hohe Beweglichkeit. (Foto: wp)
  • Der Fingripper passt sich... (Foto: wp)
  • ... unter Druck... (Foto: wp)
  • ... dem gegriffenen Gegenstand an.  (Foto: wp)
  • So kann der Roboterarm Obst sortieren. (Foto: wp)
Der Bionische Handling-Assistent von Festo (Foto: wp)

Wegen der Bauart der Greifer, Fingripper genannt, ist der Griff des Arms besonders feinfühlig: Sie passen sich genau der Form des Gegenstandes an. Die Kraft verteilt sich und das umso besser, je höher der Anpressdruck ist. So kann die Roboterhand auch eine Frucht oder ein Ei fassen, ohne dass diese kaputtgehen.

Schicht für Schicht

Hergestellt wird der Arm mit einem Rapid-Prototyping-Verfahren, dem selektiven Lasersintern. Dabei wird das Werkstück Schicht für Schicht aufgebaut. Das Material ist Polyamid. Der Kunststoff wird als Pulver aufgetragen, das dann mit einem Laser verschmolzen wird.

Für diese Entwicklung haben Festo und das Fraunhofer IPA den Zukunftspreis erhalten. Bundespräsident Christian Wulff überreichte den mit 250.000 Euro dotierten Preis für Technik und Innovation an Peter Post und Markus Fischer von Festo sowie Andrzej Grzesiak vom Fraunhofer IPA. Den Preis verleiht der Bundespräsident jedes Jahr für eine besondere Innovation aus den Bereichen Kunst und Technik.


Navarr 03. Dez 2010

Wie darf man das denn jetzt verstehen? o.0

Achdeswegen 03. Dez 2010

Ach daher kamen mir die Robo-Arme so bekannt vor! Ich hab die ganze Zeit überlegt, wo ich...

Kommentieren



Anzeige

  1. Softwareentwickler Steuergeräte (m/w)
    GIGATRONIK Ingolstadt GmbH, Ingolstadt
  2. Junior Java-Entwickler auf SAP-Basis (m/w)
    BRUNATA Wärmemesser GmbH & Co. KG, München
  3. Projekt Manager (IT Projekte) (m/w)
    redcoon GmbH, München
  4. Senior-Produktmanager/-in Verkehrsplanungs- und Simulationssoftware
    PTV Planung Transport Verkehr AG, Karlsruhe

 

Detailsuche


Spiele-Angebote
  1. Dead Island 2 [AT PEGI] - [PC]
    49,99€ USK 18
  2. Battlefield 4 Download
    8,99
  3. NUR 333 EURO: Xbox One Konsole für Prime-Kunden günstiger

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Verzögerte Android-Entwicklung

    X-Plane 10 Mobile vorerst nur für iPhone und iPad

  2. International Space Station

    Nasa schickt 3D-Druckauftrag ins All

  3. Malware in Staples-Kette

    Über 100 Filialen für Kreditkartenbetrug manipuliert

  4. Day of the Tentacle (1993)

    Zurück in die Zukunft, Vergangenheit und Gegenwart

  5. ODST

    Gratis-Kampagne für Halo Collection wegen Bugs

  6. Medienbericht

    Axel Springer will T-Online.de übernehmen

  7. Directory Authorities

    Tor-Projekt befürchtet baldigen Angriff auf seine Systeme

  8. Zeitserver

    Sicherheitslücken in NTP

  9. Core M-5Y10 im Test

    Kleiner Core M fast wie ein Großer

  10. Guardians of Peace

    Sony-Hack wird zum Politikum



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Stacked Memory: Lecker, Stapelchips!
Stacked Memory
Lecker, Stapelchips!

Netzverschlüsselung: Mythen über HTTPS
Netzverschlüsselung
Mythen über HTTPS
  1. Websicherheit Chrome will vor HTTP-Verbindungen warnen
  2. SSLv3 Kaspersky-Software hebelt Schutz vor Poodle-Lücke aus
  3. TLS-Verschlüsselung Poodle kann auch TLS betreffen

Jahresrückblick: Was 2014 bei Golem.de los war
Jahresrückblick
Was 2014 bei Golem.de los war
  1. In eigener Sache Golem.de sucht (Junior) Concepter/-in für Onlinewerbung
  2. In eigener Sache Golem.de offline und unplugged
  3. In eigener Sache Golem.de sucht Videoredakteur/-in

    •  / 
    Zum Artikel