Onlinesuche: EU untersucht Kartellrechtsverstöße durch Google

Onlinesuche

EU untersucht Kartellrechtsverstöße durch Google

Die EU-Kommission wird ein formales Verfahren gegen Google einleiten. Geprüft wird, ob der Internetkonzern seine marktbeherrschende Stellung bei der Onlinesuche missbraucht. Die Vorwürfe kommen von Microsoft und zwei anderen Unternehmen.

Anzeige

Die Europäische Kommission hat beschlossen, ein kartellrechtliches Prüfverfahren gegen Google wegen möglichen Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung in der Onlinesuche einzuleiten. Es lägen Beschwerden von Anbietern von Suchdiensten über eine Benachteiligung in den unbezahlten und bezahlten Suchergebnisses von Google vor und eine bevorzugte Platzierung von Googles eigenen Diensten, gab die Wettbewerbsbehörde am 30. November 2010 in Brüssel bekannt.

Bereits im Februar 2010 hatte die EU wegen der Beschwerden aus drei europäischen Ländern eine Untersuchung gegen Google begonnen. Beschwert hatten sich die britische Preisvergleichswebseite Foundem, die Justizsuchmaschine Ejustice.fr und Microsofts deutsche Tochter Ciao. Foundem sah sich als vertikale Suchmaschine und direkter Konkurrent durch Googles Algorithmen benachteiligt. Google hält dagegen, die Algorithmen seien so gehalten, dass nützliche Ergebnisse besonders weit vorn platziert würden. Das schlechte Abschneiden von Foundem führte Google auf eine schlechte Suchmaschinenoptimierung zurück. Andere vertikale Suchmaschinen würden im Vergleich deutlich besser abschneiden. Mit Ciao, einem früheren Nutzer von Googles Werbeprogramm Adsense, hätten lange gute Geschäftsbeziehungen bestanden, so Google. Erst seit Ciao verkauft und zur Verbraucher-Online-Community von Microsofts Bing geworden sei, gebe es Probleme.

Die Einleitung des Verfahrens bedeute nicht, dass Google die Verstöße nachgewiesen werden könnten, sondern nur, dass die EU-Kommission "der eingehenden Untersuchung des Falles Vorrang einräumt", erklärte die Behörde. Geprüft werde, ob Google seine marktbeherrschende Stellung in der Onlinesuche missbraucht habe, indem Wettbewerber in den unbezahlten Suchergebnissen in der Rangfolge herabgestuft wurden. Die EU werde auch Vorwürfen nachgehen, nach denen Google den Quality Score bezahlter Suchergebnisse von konkurrierenden vertikalen Suchdiensten herabgestuft habe. Die Qualitätskennzahl gehöre zu den Faktoren, die den Preis beeinflussen, den Firmen für Werbeschaltungen an Google zahlen.

Die Untersuchung der EU-Kommission wird sich zudem auf Vorwürfe konzentrieren, dass Google Werbepartnern möglicherweise Ausschließlichkeitsverpflichtungen auferlegt und sie so hindert, konkurrierende Werbung auf ihren Webseiten zu schalten. Derartige Verpflichtungen soll Google möglicherweise auch Computer- und Softwarevertreibern auferlegt haben, um konkurrierende Suchdienste auszuschließen.


Blog 01. Dez 2010

musst halt dazusagen, dass du nicht nach Foren, Blogs suchst...

Lars154 01. Dez 2010

Solche Kommentare am Mittwoch...

Hurbertus 30. Nov 2010

Als hätten wir keine anderen Sorgen ...

boing 30. Nov 2010

...kein erfolg, jetzt müssen die geier ran... pff, alles lächerlich

Schachti 30. Nov 2010

Na, braucht diese undemokratische EU wieder Geld? Ich kann nur hoffen und beten, dass sie...

Kommentieren


Internet und Co. / 30. Nov 2010

Marktmacht oder Sandkastenspiele?



Anzeige

  1. IT Prozess- und Projektmanager/in
    Robert Bosch GmbH, Willershausen
  2. SAP-Trainee-Programm
    Erhardt + Leimer GmbH, Stadtbergen
  3. Mitarbeiter für die technische Service-Hotline (m/w)
    ADG Apotheken-Dienstleistungsgesellschaft mbH, Stuttgart
  4. Mitarbeiter (m/w) in der technischen Beratung und Softwareentwicklung - Mobile und Mixed Reality Lösungen
    Daimler AG, Stuttgart-Untertürkheim

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Oracle

    Larry Ellison tritt als CEO zurück

  2. Mitbewohner geärgert

    Böser Streich mit Facebook-Werbung

  3. Square Enix

    Final Fantasy 13 erscheint für PC

  4. Entlassungen

    Telekom verkleinert Online-Innovationsabteilung stark

  5. Buchpreisbindung

    Buchhandel erzwingt höheren Preis bei Amazon

  6. PC-Spiele mit 4K, 5K, 6K

    So klappt's mit Downsampling

  7. Piratenpartei

    Berliner Landeschef Lauer verlässt die Partei

  8. Paketverwaltung

    Apt mit Lücken bei der Validierung

  9. Amazon-Tablet

    Neues Fire HD mit 6 Zoll für 100 Euro

  10. Chipsätze

    Ericsson stellt Modem-Entwicklung für Smartphones ein



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



NFC: Apple Pay könnte sich auszahlen
NFC
Apple Pay könnte sich auszahlen
  1. Visa Europe Verhandlungen für Apple Pay in Europa laufen
  2. Apple Smartwatch soll eigenen App Store bekommen
  3. Apple Digitale Geldbörse in iPhone 6 macht offenbar Fortschritte

Amazons Fire Phone im Kurztest: Überzeugendes Bedienungskonzept und clevere Funktionen
Amazons Fire Phone im Kurztest
Überzeugendes Bedienungskonzept und clevere Funktionen
  1. Online-Handel Bei externen Händlern mit Amazon-Konto einkaufen
  2. Trade-In Amazon.de kauft gebrauchte Smartphones und Tablets an
  3. Vor dem Netflix-Marktstart Amazons Video-Streaming-App für Android ist da

NFC in der Analyse: Probleme und Chancen der Nahfunktechnik
NFC in der Analyse
Probleme und Chancen der Nahfunktechnik
  1. NFC iPhone 6 soll zum digitalen Portemonnaie werden
  2. Mini-PC Broadwell- und Braswell-NUCs laden Smartphones drahtlos

    •  / 
    Zum Artikel