Amazon: Cyber-Monday frustriert Kunden

Amazon

Cyber-Monday frustriert Kunden

Mit Rabattversprechen von bis zu 80 Prozent hat Amazon am Montag viele Kunden gelockt und frustriert. Nur wenige Sekunden blieben, um die "Blitzangebote" zu ergattern.

Anzeige

Weniger als eine Sekunde nach dem Start der Aktion war es für einige Kunden schon wieder vorbei: Die sogenannten Blitzangebote von Amazon am Cyber-Monday waren blitzschnell ausverkauft und im Golem.de-Forum tauschten die Leser ihre Erlebnisse aus. "Das Ganze ist ein Witz und ein Fall für die Verbraucherzentrale. Ich habe 0,670 Sekunden (670 ms) und 0,210 Sekunden (210 ms) nach dem Erscheinen des "In den Warenkorb"-Buttons den Knopf betätigt... einmal um 12 Uhr und einmal um 14 Uhr. Man kommt an die Produkte nicht ran. Sie sind sofort, nachdem die Aktion startet, (unter einer Sekunde) alle nicht mehr verfügbar", schreibt der Nutzer WitzKommRaus in unserem Forum und ist mit seinem Ruf nach der Verbraucherzentrale nicht allein. Insgesamt wurden über 1.000 Kommentare zu dem Artikel abgegeben.

Der Augsburger Allgemeinen sagte Petra von Rhein, Juristin der Verbraucherzentrale Bayern: "Das könnte unlauterer Wettbewerb sein. Es kann nicht sein, dass es um zwölf Uhr losgeht und schon alles weg ist."

Es ist nicht bekannt, wie viele Kunden insgesamt versuchten, eins der Lockangebote von Amazon zu ergattern. Auch zu den verfügbaren Stückzahlen machte Amazon keine Angaben. Das große Interesse zeigte sich aber schon im Vorfeld der Aktion, als Kunden bis zu fünf Produkte aus den Bereichen Heimelektronik, Lebensmittel, Sportausrüstung, Uhren, Schmuck, Küchengeräte, DVDs und Videospiele auswählen konnten. "Hunderttausende" hätten in den 25 Tagen für die 100 zur Wahl stehenden Produkte ihre Stimme abgegeben, sagte Amazon-Deutschland-Chef Ralf Kleber.

Amazon kündigte ebenfalls schon im Vorfeld an, dass die Angebote "stark limitiert" seien und "jeweils für maximal zwei Stunden und nur solange der Vorrat reicht erhältlich" sein würden. Das Unternehmen zeigte sich denn auch wenig überrascht über die kurzen Verkaufszeiten. So sagte Amazon-Sprecherin Christine Höger Golem.de: "Da viele Tausend Kunden die Angebote direkt in den ersten Sekunden zum Start der jeweiligen Aktionen wahrnehmen und kaufen, sind die Produkte erwartungsgemäß sehr schnell vergriffen."

Bei Golem.de ließen sich die Frustwellen der leer Ausgegangenen an den Zugriffen auf unseren Artikel Playstation 3 und LCD-TV bis zu 80 Prozent billiger ablesen. Die Kurve der Zugriffe schnellte alle zwei Stunden nach oben. Bei Amazon selbst griffen viele Nutzer offenbar zum mittlerweile üblichen Mittel: Sie äußerten ihren Unmut über die Bewertungen zu den Produkten und drückten deren Sterne-Wertung binnen kurzer Zeit, bis Amazon sie wieder korrigieren konnte.

Verstärkt wurde der Frust offenbar durch Nutzer, die versuchten, sich mit Skripten einen Vorteil zu verschaffen und sich damit rühmten, gleich mehrere Produkte zu Amazons Sonderkonditionen erworben zu haben, um diese nun mit attraktiver Marge wieder zu verkaufen.

Eine der seltenen Erfolgsmeldungen: "Glück gehabt! Ich habe eine für 27.27 € bekommen. Ist aber schon extrem, wie schnell das geht. Bis sich um 12:00 meine Anzeige aktualisiert hat, war der Fernseher schon ausverkauft."

Der Nutzer "well" fasst die Aktion wie folgt zusammen: "1%: Juhu - 1%: Auch egal - 98%: mimimimimimimimimi und leere Drohungen".


Schneemann 01. Dez 2010

Meine Güte M.H., du redest davon das du aufhörst weil du sonst ausfallend wirst...lies...

Pendel 01. Dez 2010

Ich bin immer wieder verblüfft... Es läuft immer gleich ab: Erst wird geschrieben, dass...

Enyaw 01. Dez 2010

du weißt anscheinend nicht wie JavaScript mit Ajax funktioniert.

pewe 01. Dez 2010

Es war nicht deshalb ein Glücksspiel weil die Anzahl in keinem Verhältnis zur den...

crK 01. Dez 2010

Alien ist gestern auch bereits angekommen :)

Kommentieren




Anzeige

  1. (Senior-)Business Partner IS (m/w)
    AstraZeneca GmbH, Wedel bei Hamburg
  2. IT-Spezialist (m/w) Analytik / Labor
    Phytolab GmbH & Co. KG, Vestenbergsgreuth (Großraum Nürnberg)
  3. Softwareentwickler / -innen .NET
    Dataport, Hamburg
  4. Softwarearchitekt (m/w) - Portale und Internetanwendungen
    Deutscher Genossenschafts-Verlag eG, Wiesbaden

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Galileo-Debakel

    Russischer Software-Fehler soll schuld sein

  2. Programmiersprache

    PHP 5.6 bringt interaktiven Debugger

  3. GTA 5

    Spekulationen über eingestellte PC-Version

  4. Test Assassin's Creed Memories

    Kartenspiel für Meuchelmörder

  5. Mozilla

    Werbe-Tiles in Firefox-Nightly verfügbar

  6. Telekom

    Störungen bei der IP-Telefonie

  7. Überwachung

    Anleitung für ein demosicheres Handy

  8. Kubernetes

    Microsoft entwickelt Web-GUI für Docker-Verwaltung

  9. Vermögen

    Dotcom verliert Berufung zu Hollywood-Klage

  10. Puppetcopter

    Disney lässt Drohnenpuppen tanzen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



IPv6: Der holprige Weg zu neuen IP-Adressen
IPv6
Der holprige Weg zu neuen IP-Adressen
  1. Containerverwaltung Docker 1.2 erlaubt Regelung von Containerneustarts
  2. Stellenanzeige Facebook will Linux-Netzwerkstack wie in FreeBSD
  3. Für Azure Microsoft gehen US-IPv4-Adressen aus

Formel E: Motorsport zum Zuhören
Formel E
Motorsport zum Zuhören

Raspberry B+ im Test: Sparsamer Nachfolger für mehr Bastelspaß
Raspberry B+ im Test
Sparsamer Nachfolger für mehr Bastelspaß
  1. Erweiterungsplatinen Der Raspberry Pi bekommt Hüte
  2. Odroid W Raspberry Pi-Klon für Fortgeschrittene
  3. Eric Anholt Langsamer Fortschritt bei Raspberry-Pi-Grafiktreiber

    •  / 
    Zum Artikel