Urteil: SAP muss Oracle 1,3 Milliarden US-Dollar zahlen

Urteil

SAP muss Oracle 1,3 Milliarden US-Dollar zahlen

SAP ist von einem Gericht in den USA zur Zahlung von 1,3 Milliarden US-Dollar an Oracle verurteilt wurden. Die Angelegenheit wird für SAP damit deutlich teurer als in den Bilanzen eingestellt.

Anzeige

Im Prozess um Urheberrechtsverletzungen durch die SAP-Tochter Tomorrownow hat die achtköpfige Jury Oracle Schadensersatz in Höhe von 1,3 Milliarden US-Dollar zugesprochen, die größte Summe, die je wegen "Softwarepiraterie" von einem Gericht verhängt wurde, wie Oracle kommentiert. Das Unternehmen zeigt sich mit dem Urteil sehr zufrieden, obwohl Oracle im Laufe des Prozesses den Schaden auf bis zu 2,3 Milliarden US-Dollar beziffert hat.

SAP hatte schon vor Prozessbeginn Verfehlungen eingeräumt, hält aber die von Oracle angesetzte und jetzt vom Gericht verhängte Summe für deutlich zu hoch. Oracle hatte in dem Prozess vor allem darauf abgestellt, dass auch SAPs Topmanagement von den Vorgängen wusste, diese nicht nur eine Angelegenheit der mittlerweile abgewickelten Tochterfirma waren.

Während Oracle sich also mit dem Urteil anfreunden kann, gibt sich SAP enttäuscht. Das Unternehmen will nun alle verfügbaren Optionen prüfen. Geht es nach SAP, ist die Angelegenheit mit dem Urteil nicht beendet, man hoffe auf eine adäquate Lösung, um einen weiteren Jahre laufenden Prozess zu vermeiden. Man sei weiterhin daran interessiert, Oracle fair für den angerichteten Schaden zu entschädigen, teilt SAP mit, ohne ein Summe zu nennen. SAP hatte Ende Oktober 2010 seine Rückstellungen für den Prozess von 100 auf 160 Millionen US-Dollar erhöht. Die verhängte Schadensersatzsumme liegt aber fast beim Zehnfachen.


Team LE 24. Nov 2010

Bist du so naiv, oder tust du nur so? TomorrowNow hat Kunden X und sagt dem : Hör zu...

Reverser 24. Nov 2010

Enttäuschter Bewerber? Wenn es mit Deiner Anstellung geklappt hätte, würdest Du hier...

abcde 24. Nov 2010

Der GUV Scherge sollte sich mal den Unterschied von Raub und Diebstahl klarmachen!

LarryFan 24. Nov 2010

Ich glaube, das ist nur eine Frage der Zeit. Wenn jemand mit genügend Macht...

Squirrel 24. Nov 2010

Es wird sich zeigen was von der 1,3 Millarden - Strafe bei der nächsten gerichtlichen...

Kommentieren



Anzeige

  1. Software Supporter (m/w) für den internationalen Kunden HelpDesk
    TONBELLER AG, Bensheim
  2. Service- und Systembetreuer (m/w)
    ZF Friedrichshafen AG, Schweinfurt
  3. Entwickler (m/w) Controllingsysteme / SAP
    Bitburger Braugruppe GmbH, Bitburg
  4. (Senior) Softwareentwickler (Microsoft) (m/w)
    arvato Systems S4M GmbH, Köln

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Wissenschaft

    Wenn der Quantencomputer spazieren geht

  2. Cloud

    Erstmals betriebsbedingte Kündigungen bei SAP

  3. Microsoft

    Windows 10 Technical Preview ist da

  4. Omnicloud

    Fraunhofer-Institut verschlüsselt Daten für die Cloud

  5. Anonymisierung

    Tor könnte bald in jedem Firefox-Browser stecken

  6. Gutscheincodes

    Taxi-Unternehmer halten auch Ubertaxi für illegal

  7. Chris Roberts

    "Star Citizen ist heute besser als ich es mir erträumte"

  8. Leistungsschutzrecht

    Google keilt gegen Springer und Burda

  9. Onlinehändler

    Zalando geht an die Börse

  10. Panoramafreiheit

    Wikimedia erreicht Copyright-Änderungen in Russland



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Ascend Mate 7 im Test: Huaweis fast makelloses Topsmartphone
Ascend Mate 7 im Test
Huaweis fast makelloses Topsmartphone
  1. Cloud Congress 2014 Huawei verkauft Intel-Standardserver nur als Türöffner
  2. Huawei Cloud Congress Huawei will weltweit der führende IT-Konzern werden
  3. Ascend G7 Huawei-Smartphone mit 13-Megapixel-Kamera für 300 Euro

Filmkritik Who Am I: Ritalin statt Mate
Filmkritik Who Am I
Ritalin statt Mate
  1. NSA-Affäre Staatsanwaltschaft ermittelt nach Cyberangriff auf Stellar
  2. Treasure Map Wie die NSA das Netz kartographiert
  3. Geheimdienste Wie ein Riesenkrake ins Weltall kam

Radikalisierung im Internet: Wie Extremisten das Netz nutzen
Radikalisierung im Internet
Wie Extremisten das Netz nutzen
  1. Pornhub Pornoplattform kündigt Musiklabel Pornhub Records an
  2. Payment Blocking Bundesländer verbieten über 100 Glücksspielseiten
  3. Eutelsat HbbTV v2.0 bringt Video-on-Demand für langsames Internet

    •  / 
    Zum Artikel