Konsortium

Microsoft kauft Teile von Novell

Novell hat ein Übernahmeangebot über 2,2 Milliarden US-Dollar von dem Softwareunternehmen Attachmate angenommen. Einen Teil der Urheberrechte Novells übernimmt zudem ein von Microsoft angeführtes Konsortium von Technologieunternehmen.

Anzeige

Novell wird für 2,2 Milliarden US-Dollar von Attachmate gekauft. Attachmate gehört den Buyout-Investoren Golden Gate Capital, Francisco Partners und Thoma Bravo. Das Unternehmen stellt Software für Terminalemulation, Managed-File-Transfer und Enterprise-Fraud-Management her.

Patente im Wert von 450 Millionen US-Dollar gehen an die CPTN Holdings, ein Konsortium, das von Microsoft angeführt wird, wie Novell heute in Waltham im US-Bundesstaat Massachusetts bekanntgab. Alle Vereinbarungen seien bereits verbindlich unterzeichnet worden, hieß es weiter.

Novell hatte im März 2010 ein Übernahmeangebot des Finanzinvestors Elliott Associates, der für 1,8 Milliarden US-Dollar das gesamte Unternehmen kaufen wollte, als unzureichend abgelehnt. Die Firma habe bessere Wachstumsaussichten, hieß es zur Begründung. Novell verfügte zu der Zeit über Barreserven in Höhe von fast einer Milliarde US-Dollar, verzeichnete aber seit langem sinkende Umsätze. In den ersten neun Monaten seines laufenden Finanzjahres verbuchte Novell einen Umsatz von 605 Millionen US-Dollar und einen Gewinn von 56 Millionen US-Dollar, wie es im März 2010 hieß.

"Nach einer Prüfung der Alternativen zur Steigerung des Aktionärsvermögen hat sich der Aufsichtsrat entschieden, dass eine Fusion mit Attachmate und ein Verkauf von geistigem Eigentum die beste verfügbare Alternative darstellt", sagte Novell-Chef Ron Hovsepian.

Attachmate werde Novell in zwei Konzernsparten betreiben, als Novell und als Suse, und diese mit seinen Holdings Attachmate und NetIQ zusammenbringen. Novell erwartet derzeit, dass die Transaktionen im ersten Quartal des Jahres 2011 abgeschlossen werden können.

Seit Microsoft und Novell im November 2006 ihre Zusammenarbeit beschlossen, bietet Microsoft den Suse Linux Enterprise Server (SLES) an. Bis zum Sommer 2009 konnten laut Microsoft Lizenzen im Wert von über 200 Millionen US-Dollar verkauft werden. Der Pakt gilt auch der besseren Zusammenarbeit zwischen Windows Server und SLES. Dabei nimmt Microsoft Novell auch SLES-Gutscheine ab, die dann weitervertrieben werden.


Atalanttore 30. Nov 2010

Wortwörtlich übersetzt lande ich bei "Unternehmensbetrug-Verwaltung". Entwickelt der...

nicoledos 23. Nov 2010

nur kann MS nichts mit den UNIX/Linux Patenten in der Praxis anfangen. Dann kämen ganz...

yeti 23. Nov 2010

Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Patent Oder muss die USA erst noch den Krieg...

liquidsky 22. Nov 2010

Du weisst schon das es Ziel ist openSUSE zu einer Community Distribution zu machen mit...

Go AMD 22. Nov 2010

Und? Postgresql finde ich sowieso besser, es gibt LibreOffice, Firefox ist nicht der...

Kommentieren




Anzeige
  1. Teamleiter Mainframe (m/w)
    ADAC e.V., München
  2. Leiter Bereich IT (m/w)
    Barmherzige Brüder Trier e.V., Koblenz
  3. Head Technical Customer Implementation (m/w)
    Wirecard Technologies GmbH, Aschheim bei München
  4. Projektmanager für Webapplikationen (m/w)
    Information Factory Deutschland GmbH, Nürnberg

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Ventus

    Mit der Netzgemeinde gegen den Klimawandel

  2. Offline-Karten-App für Android

    Maps With Me Pro gratis in Amazons App-Shop

  3. Linux-Kernel

    P-States verringern Leistungsaufnahme auf Intel-CPUs

  4. Adobe

    Photoshop Express jetzt auch für Windows 8

  5. Browser

    Firefox blinkt nicht mehr

  6. Tallinn-Manual

    Regierung äußert sich zu Nato-Regeln zum Töten von Hackern

  7. Clark Asay

    Defensive Patente mit freier Software nicht vereinbar?

  8. Massenentlassung

    Überleben von Rapidshare steht infrage

  9. Razer Atrox

    Arcade- und Mod-Controller für die Xbox 360

  10. Opensuse

    Erster Milestone für Opensuse 13.1



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Smartphones: Windows Phone erstmals vor Blackberry auf Platz drei
Smartphones
Windows Phone erstmals vor Blackberry auf Platz drei

Im ersten Quartal 2013 wurden erstmals mehr Smartphones mit Windows Phone als mit der Blackberry-Plattform verkauft, berichten die Marktforscher von IDC. Damit widersprechen sie den Analysen von Gartner, die Blackberry weiter auf dem dritten Platz sehen.

  1. Mobilfunk Fast drei Viertel der Smartphones laufen mit Android
  2. Snapzoom Mit dem Smartphone durchs Fernglas gucken
  3. Handymarkt Über ein Viertel aller verkauften Handys sind von Samsung

Quantum Artificial Intelligence Lab: Google quantencomputert mit der Nasa
Quantum Artificial Intelligence Lab
Google quantencomputert mit der Nasa

Google und die Nasa haben gemeinsam eine Forschungseinrichtung für künstliche Intelligenz gegründet. Mit Hilfe eines Quantencomputers wollen sie unter anderem bessere Vorhersagemodelle entwickeln.

  1. DNNresearch Google-Suche engagiert Wissenschaftler für neuronale Netze

XPS 10 und Surface: Deutliche Preissenkungen bei Windows-RT-Tablets
XPS 10 und Surface
Deutliche Preissenkungen bei Windows-RT-Tablets

Zwei Hersteller von Windows-RT-Tablets haben die Preise ihrer Geräte gesenkt, für einige deutlich. Dell senkt die Preise direkt um ein Drittel und Microsoft gibt das ziemlich teure Type oder Touch Cover dazu. Die nächste RT-Generation soll sogar noch billiger werden.

  1. Microsoft Verkauf des Surface Pro startet am 31. Mai
  2. Neue Firmware Update macht das Surface RT lauter
  3. Windows-Tablet Microsoft wird neue Surface-Serie ankündigen

Zum Artikel