Erneuerbare Energie

US-Experten fordern Entwicklung von Energietechnologien

US-Forscher fordern ihre Regierung in einer aktuellen Studie auf, sich um die Entwicklung von Schlüsseltechnologien auf dem Energiesektor wie etwa Energiespeicher zu kümmern. Diese seien nötig, um künftig alternative Stromerzeuger wie Wind- oder Sonnenkraft in das Stromnetz zu integrieren.

Anzeige

Speichertechnik, die Übertragung von elektrischer Energie sowie eine verbesserte Wettervorhersage sind die wichtigsten Bereiche, denen sich die US-Regierung zuwenden muss, wenn sie mehr Strom aus erneuerbaren Quellen in das Netz speisen will. Zu dem Ergebnis kommt das Panel on Public Affairs (POPA) der American Physical Society in seinem gerade erschienenen Bericht Integrating Renewable Electricity on the Grid.

Großes Potenzial

Die USA verfügten über ein großes Potenzial an erneuerbarer Energie, schreiben die Forscher. Die mögliche Kapazität an Windenergie an Land etwa liege bei über 8.000 Gigawatt. Die Staaten im Südwesten könnten knapp 7.000 Gigawatt an Solarstrom liefern. Zum Vergleich: 2009 produzierten die US-Kraftwerke im Schnitt etwa 450 Gigawatt. Im Sommer gab es Spitzen bis zu 1.000 Gigawatt. Bis 2035 soll der Bedarf an elektrischer Energie um gut 30 Prozent steigen.

Derzeit sei das US-Stromnetz aber nur unzureichend für Strom aus erneuerbaren Quellen ausgelegt. Da diese nicht kontinuierlich elektrischen Strom lieferten, müssten Technologien entwickelt werden, um elektrische Energie zu speichern. Die Autoren der Studie forderten das US-Energieministerium deshalb auf, die Forschung auf diesem Gebiet anzukurbeln.

Große Entfernungen

Ein weiteres Problem sei, dass die besten Standorte für die Windanlagen die Ebenen des Mittleren Westens, die für Solaranlagen die sonnenreichen Wüsten im Südwesten seien. Die meiste Energie werde aber in den Ballungszentren an den Küsten gebraucht. Das Ministerium solle die Entwicklung von supraleitenden Gleichstromkabeln weiter vorantreiben. Die Laufzeit eines bereits existierenden Forschungsprogramms solle um zehn Jahre verlängert werden. Außerdem solle das Ministerium die Entwicklung von Steuertechnik fördern.

An die privaten und staatlichen Wetterdienste erging der Aufruf, Wetter- und Windvorhersagen zu verbessern. Das betreffe sowohl die zeitliche als auch die räumliche Auflösung. Für mehrere Tage genaue Prognosen seien wichtig, um das Zusammenspiel von regenerativen und herkömmlichen Kraftwerken zu koordinieren.

Kein nationales Konzept

Über die Hälfte der US-Bundesstaaten hat sich bereits auf Quoten für Strom aus erneuerbaren Quellen verpflichtet. Die Experten der APS erachten das jedoch unter den gegenwärtigen technischen Bedingungen des US-Stromnetzes als schwierig. Ein nationales Konzept für erneuerbare Energien gibt es noch nicht.


KH 18. Nov 2010

Hallo, was halten Sie von einem Energiepreis von ca. 6-8 € Cent pro Kilowattstunde? Sehen...

nom nom nom 18. Nov 2010

<°}}}><

thepiman 18. Nov 2010

@DerIdiot Wahrscheinlich liegst du damit näher an der Wahrheit als dir lieb ist - von...

Kommentieren



Anzeige

  1. Ingenieur (m/w) Materialflusssimulation / Intralogistiksysteme
    BEUMER Maschinenfabrik GmbH & Co. KG, Beckum (Raum Münster, Dortmund, Bielefeld)
  2. Entwickler (m/w) SAP WM / LES (Warehouse Management)
    PAUL HARTMANN AG, Heidenheim
  3. Business Intelligence Analyst Logistik (m/w)
    Home Shopping Europe GmbH, Ismaning (Raum München)
  4. Business Intelligence Experte (m/w)
    Sparkassen Rating und Risikosysteme GmbH, Berlin

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Verband

    "Uber-Verbot ruiniert Ruf der Startup-Stadt Berlin"

  2. Kabel Deutschland

    2.000 Haushalte zwei Tage von Kabelschaden betroffen

  3. Cridex-Trojaner

    Hamburger Senat bestätigt großen Schaden durch Malware

  4. Ubuntu 14.04 LTS im Test

    Canonical in der Konvergenz-Falle

  5. Überwachung

    Snowden befragt Putin in Fernsehinterview

  6. Bleichenbacher-Angriff

    TLS-Probleme in Java

  7. Cyanogenmod-Smartphone

    Oneplus One kann nur auf Einladung bestellt werden

  8. Heartbleed-Bug

    Strato und BSI warnen Nutzer

  9. Gameface Labs Mark IV

    Virtuelle, drahtlose Android-Realität mit 1440p

  10. Verbraucherwarnung

    Nokia ruft Netzteile des Lumia 2520 zurück



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Robotik: Humanoide lassen sich mit dem Gehirn steuern
Robotik
Humanoide lassen sich mit dem Gehirn steuern

Der Roboter Geminoid soll bald nur durch Gedanken bewegt werden. Aber bei den Experimenten im Labor von Hiroshi Ishiguro geht es um mehr: Ishiguro will zeigen, dass Brain-Computer-Interfaces besser funktionieren, wenn das gesteuerte Objekt humanoid ist.

  1. Human Robots Roboter, menschengleich

Radeon R9 295X2 im Test: AMDs Wassermonster für 1.000-Watt-Netzteile
Radeon R9 295X2 im Test
AMDs Wassermonster für 1.000-Watt-Netzteile

Hybridkühlung, 50 Ampere auf der 12-Volt-Schiene - AMDs neue Dual-GPU-Grafikkarte ist ein kompromissloses Monster. In gut ausgestatteten High-End-PCs läuft sie dennoch problemlos und recht leise, und das so schnell, dass auch 4K-Auflösung mit allen Details spielbar wird.

  1. Schenker XMG P724 17-Zoll-Notebook mit Grafikleistung einer GTX 780 Ti
  2. Eurocom M4 13,3-Zoll-Notebook mit 3.200 x 1.800 Pixeln und i7-4940MX
  3. Nvidia Maxwell Geforce GTX 750 und GTX 750 Ti im Februar

Samsung Galaxy Note Pro 12.2 im Test: Groß, schwer, aber praktisch
Samsung Galaxy Note Pro 12.2 im Test
Groß, schwer, aber praktisch

Mit Stiftbedienung, viel Leistung und großem Display ist das Samsung Galaxy Note Pro 12.2 vor allem für den Business-Alltag entwickelt worden. Doch auch für Schüler und Studenten kann das Tablet interessant sein.

  1. Apple vs. Samsung 102 US-Dollar für die Autokorrektur
  2. Smartphones Die seltsame Demo des 30-Sekunden-Ladegeräts
  3. Apple vs. Samsung Apples Furcht vor großen Bildschirmen

    •  / 
    Zum Artikel