Jahresgewinn

Infineon zahlt Dividende und eine Prämie für Beschäftigte

Infineon kann erstmals seit 2003/2004 einen Jahresgewinn ausweisen. Die Aktionäre des Chipherstellers bekommen eine Dividende, die Beschäftigten eine Sonderprämie. Ein Ausbau der Produktionskapazität werde geprüft.

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Infineon hat den ersten Jahresgewinn seit dem Geschäftsjahr 2003/2004 erwirtschaftet. Der Chiphersteller kann erstmals seit zehn Jahren eine Dividende an die Anleger ausschütten. Sie erhalten "aufgrund der guten Geschäftsentwicklung" 10 Cent pro Aktie, teilte das Unternehmen mit. Die 26.600 Beschäftigten erhalten eine Sonderprämie in Höhe von 10 Millionen Euro.

In dem Geschäftsjahr, das Ende September 2010 abgeschlossen wurde, erwirtschaftete Infineon einen Gewinn von 660 Millionen Euro. Im Vorjahr war noch ein Verlust von 674 Millionen Euro entstanden. Der Umsatz stieg um die Hälfte auf 4,6 Milliarden Euro.

Darin enthalten ist noch die Mobilfunksparte, die Infineon am 30. August 2010 für rund 1,4 Milliarden US-Dollar an Intel verkauft hatte. Der Geschäftsbereich Wireless Solutions baute Plattformen für Smartphones sowie für Mobiltelefone im Einstiegssegment und lieferte Basisbandprozessoren, Radiofrequenz- und Power-Management-ICs, Single-Chip-Produkte sowie die dazugehörige Systemsoftware. "Wir haben das Unternehmensportfolio konsequent auf weniger volatile und profitablere Geschäftsfelder ausgerichtet", kommentierte Konzernchef Peter Bauer den Verkauf heute. Infineon habe sich massiv gewandelt, sagte er. Das Unternehmen konzentriere sich auf Chips für Autos, Industrie und Sicherheit.

Im vierten Finanzquartal erzielte der Konzern, einschließlich Wireless Solutions, einen operativen Gewinn von 274 Millionen Euro, nach 52 Millionen Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Umsatz betrug 942 Millionen Euro. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres lag der Umsatz bei 609 Millionen Euro. Damit übertraf der Konzern die Analystenprognosen. "Die hervorragende Geschäftsentwicklung der vergangenen Quartale hat sich auch im vierten Quartal über alle Segmente hinweg fortgesetzt", sagte Bauer.

Auch bei der Prognose für das laufende neue Geschäftsjahr 2010/2011 zeigte sich Bauer optimistisch. Ohne die Wireless-Sparte erwartet der Chiphersteller einen Umsatzanstieg von nahezu 10 Prozent. Das laufende Quartal werde gegenüber dem Vorquartal stagnieren oder leicht zurückgehen.

Infineon erwartet, dass das Investitionsvolumen für das gesamte Geschäftsjahr 2010/2011 bei rund 550 Millionen Euro liegen werde. Infineon wolle Möglichkeiten für den Ausbau seiner Produktionskapazität prüfen, insbesondere am Frontend-Standort in Kulim in Malaysia sowie in seinen Backend-Anlagen. Im September 2010 wurde mit der Einrichtung einer Pilotlinie im österreichischen Villach begonnen, einem der Standorte von Infineon für die Entwicklung und Fertigung von Leistungshalbleitern. "Innerhalb eines Jahres wird dort geprüft, inwieweit bei der Fertigung von Leistungsbauelementen auf Dünnwafern der Einsatz von 300-Millimeter-Wafern möglich ist", hieß es weiter. Im Geschäftsjahr 2010 lag das Investitionsvolumen insgesamt bei 325 Millionen Euro.


Parrhäretiker 16. Nov 2010

Für steigende Lebenshaltungskosten und enorme Steuerbelastung kann eine Firma bestimmt nix.

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