Hardwarebeschleunigung

Ubuntu ersetzt X.Org durch Wayland

Ubuntu will für seinen Unity genannten Desktop künftig den Displayserver Wayland verwenden statt X.org. Auf diesem Weg soll der Desktop mit Hardwarebeschleunigung versehen und das Nutzungserlebnis verbessert werden.

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Der von Red Hats Kristian Høgsberg entwickelte Displayserver Wayland startete 2008 als schlanke Alternative zu X.Org mit beschränktem Funktionsumfang, soll aber nach dem Willen von Ubuntu-Gründer Mark Shuttleworth schon in der nächsten Generation der Ubuntu-Shell Unity X.org ablösen. Damit will Ubuntu den Umstieg auf einen von Grund auf hardwarebeschleunigten Desktop schaffen. Ubuntus Eingabesystem uTouch soll in Wayland integriert werden.

Es sei zwar durchaus möglich, auch mit X beeindruckende Ergebnisse zu erzielen, das aber sei sehr schwer, erklärte Shuttleworth. Er gehe davon aus, dass mit X nicht das Maß an Nutzerfreundlichkeit zu erreichen sei, das Ubuntu anstrebe. Es gehe ihm um "super sanfte Grafik und Effekte". Dem stünden einige der grundlegenden Ziele von X entgegen, weshalb man mit einigen Designprinzipien von X brechen und auf natives OpenGL setzen werde, vor allem im Bereich Netzwerktransparenz.

  • Clutter auf Wayland
  • Clutter auf Wayland
  • Qt auf Wayland
  • Qt auf Wayland
  • Qt auf Wayland
  • GTK+ auf Wayland
  • GTK+ auf Wayland
  • Browserengine Webkit auf Wayland
Browserengine Webkit auf Wayland

Auch einen Umstieg auf das Compositing-System von Android hatte Ubuntu zuvor erwogen, es wäre aber sehr schwer gewesen, bestehende Anwendungen darauf zu übertragen. Deshalb wurde die Idee verworfen. Zudem wurden einige proprietäre Lösungen geprüft und erwogen, von Grund auf ein eigenes System zu entwickeln. Letztendlich aber entschied sich Ubuntu nun für Wayland.

Dabei ist ein sanfter Übergang von X.Org auf Wayland vorgesehen, denn X-Applikationen sollen auch auf Wayland laufen. Dazu bindet Wayland traditionelle X-Clients über einen nachgeschalteten X-Server ein. Ubuntu will zudem parallel auch sein 2D-Interface verbessern. Shuttleworth zeigt sich aber überzeugt, dass Unity mit einer starken Abhängigkeit von OpenGL das beste Interface für den Desktop werden wird. Den Projekten Gnome und KDE wolle man beim Umstieg auf Wayland helfen, kündigte Shuttleworth zudem an. Es gebe keinen Grund, dass Gnome und KDE nicht vom ersten Tag an auch auf Wayland laufen könnten.

Eine erste wirklich nutzbare Version eines auf Wayland basierenden Unity solle in etwa einem Jahr erscheinen, kündigte Shuttleworth an. Es könne allerdings auch länger dauern. Er gehe aber davon aus, dass in rund sechs Monaten etwas Funktionsfähiges vorliegen werde. Der Umstieg des kompletten Ökosystems werde sicher vier Jahre oder mehr dauern.

Aufgrund der aktuellen Fortschritte bei Wayland sei er zuversichtlich, dass kein anderer Ansatz das Projekt noch überholen werde, sagte Shuttleworth. Dies gelte insbesondere dann, wenn Unity und uTouch in Wayland integriert würden und das Projekt so prominente Unterstützung erhalte, wie jetzt durch Ubuntu.

Über die Treiberunterstützung sagt Shuttleworth nur, der Umstieg sei gut für all diejenigen, die gute Open-Source-Treiber anböten.

Wayland wird mittlerweile unter dem Dach von Freedesktop.org entwickelt.


Steffen_B 08. Nov 2010

OSS ist gut nur ATI sucks - irgendwie haben die Jungs ein Talent dafür alles zu verbaseln.

spanther 08. Nov 2010

Die PS3 lässt mich Spiele aber einfach einlegen und bedenkenlos zocken. Später auch...

rashaba 08. Nov 2010

Da ist noch eine Korrektur nötig: Ubuntu ersetzt Xorg nicht durch Wayland. Es gibt einen...

Der Kaiser! 08. Nov 2010

Sie können nicht. Sie wollen nicht. Andersherum siehts genauso aus.

Der Kaiser! 08. Nov 2010

Dekstop-Sounds sind das erste was ich unter Windows XP abstelle.

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